[Perry Rhodan 321] Zwischenfall im Tiger-Sektor

Lesezeit circa: 4 Minuten

Alarm in Magellan! – Ein Kreuzer der Solaren Flotte verschwindet!

Perry Rhodan 321 Zwischenfall im Tiger-Sektor
© Perry Rhodan KG

Titel: Zwischenfall im Tiger-Sektor
Autor: H. G. Ewers
Titelbild: Johnny Bruck
Erschienen: 1967

Zur Handlung in Zwischenfall im Tiger-Sektor

Das große Aufräumen nach dem Sieg über die Kristalle beginnt. Einige wurden nämlich wohl doch nicht in Howalgonium umgewandelt. Perry Rhodan lässt den Planeten Keeg stürmen, nachdem er die Perlians und Generäle erfolglos zur Kapitulation aufgerufen hat. Die letzten Kristalle werden besiegt und die Perlians fliehen mit ihren roten Kugelraumern. Hierbei gelangen Terraner an Bord eines dieser Schiffe. Ihre Flucht scheint aussichtslos, als plötzlich durch einen merkwürdigen Sender die Besatzung an Bord stirbt. Die anderen Schiffe werden abgeschossen.

Solides Heft

Jetzt fällt es mir wahrlich schwer, viel zu Zwischenfall im Tiger-Sektor zu schreiben. Weil es schlicht und ergreifend weder besonders herausragend ist, noch schlecht wäre. Durchschnittskost halt. Und ohne gröbere Patzer, die mir beim Lesen aufgefallen wären. Ergo gute, solide Unterhaltung.

Gedanken über Zivilisten

Einzig eine Frage schoss mir während der Lektüre von Zwischenfall im Tiger-Sektor durch den Kopf. Während der ganzen Kämpfe gegen die Perlians und Generäle wird der Gegner erbarmungslos platt gemacht. Sind denn in den Perlian-Städten keine Zivilisten? Oder wurde dieser Aspekt einfach der Bequemlichkeit halber unter den Tisch gekehrt?
Denn es sähe natürlich echt nicht gut aus, würden die heroischen und überlegenen Raumlandesoldaten der Terraner ein Massaker veranstalten, nicht wahr?

War nicht nur in Zwischenfall im Tiger-Sektor so, sondern auch oft in anderen Romanen. Es wird vorausgesetzt, dass nur militärische Ziele unter Beschuss geraten und fast immer sind ganze Planeten komplett Militärziele. In den frühen Romanen lese ich zu selten etwas von den Zivilisten des Gegners, von all den Unschuldigen, die ins Ziel geraten, weil sie einfach am falschen Ort zur falschen Zeit waren und ihre Führungsriege unbedingt die Terranner bekriegen musste.

Auch wünschte ich mir, mal etwas von den Auswirkungen zu lesen, die ein Sieg über Generäle, Perlians oder wen auch sonst auf deren gesamte Zivilisation hatten. Ein komplettes Volk nur Militärs? Kaufe ich so nicht. Kann ich mir nicht vorstellen, nicht in jedem Fall. Mag sein, dass man sich 1967 darüber keinen Kopf gemacht hat und es damals wohl auch keiner lesen wollte.
Gegner = böse = platt machen.

Leider zieht sich dies durch die ganze Serie, bis heute. Ein besiegter Gegner oder zumindest soweit geschwächt, dass er unseren Helden nicht mehr zur Gefahr werden kann, gleitet aus der Handlung. Verständlich, wenn da dann nicht mehr viel kommt. Nur mich würde es schon interessieren, welches Chaos, welches Leid der unterlegene Part erdulden muss. Ob Rhodan und Co. dann Wiederaufbauhilfe leisten?
Vielleicht mal etwas für ein „Perry Extra“?


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Mario Staas
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Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.

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