Ein Schacht öffnet sich auf Terra – er bringt das Verderben
Worum geht es in diesem Roman?
Im Orbit vom Terra finden Experimente mit dem ersten terranischen Fiktivtransmitter des Physikgenies Arion Mbinguni statt.
Dabei geht etwas schief und der Verlobte von Meghan Ontares stürzt in einen Schacht, den es eigentlich nicht geben dürfte.
Perry Rhodan, Meghan Ontrates und Dr. Liam Barstow stürzen mit dem Phoenix hinter dem Fallenden her, da sie das einzige Schiff sind, das nicht von den Strangenesseffekten des Lochs in Terra betroffen sind.
Der Leseeindruck
Ein Zyklusauftaktroman ist immer etwas Besonderes. Auf der einen Seite ist es natürlich der ideale Einstiegspunkt für neue oder zurückkehrende Leser, die man zwar fesseln, aber auch nicht überfordern darf, auf der anderen Seite hat natürlich auch das verwöhnte Stammpublikum mit seinen hohen Erwartungen an diesen Roman. Etwas eine Quadratur des Kreises oder eine eierlegende Wollmilchsau.
Der Einstieg war schonmal sehr James Bondig, mit einer vorangestellten sehr actiongeladenen Szene, mit einem wilden Setting. Gefolgt von einem ruhigeren Einstieg bzw. Rückblende. Ich bin absolut kein Fan von vollkommen unmotivierten Rückblenden, hier war die Überleitung aber so gut, das der Schwung der Vorgängerszene mitgenommen wurde und mein Interesse hochgehalten wurde. Das sind schon mal sehr positive Aspekte auf der Habenseite.
Auf der Sollseite hätte sich durchaus einiger technischer Sense-of-Wonder angeboten, hier hat Christian Montillon aber den Leser definitiv nicht mit überbordender Fachkenntnis überfordert. Anzu Gotjian hätte ich in ihrer Rolle als reine Sprücheklopferin definitiv nicht gebraucht, wobei da durchaus Ansatzpunkte für konstruktive Mitarbeit der Figur bestanden hätten.
In Summe, ein Auftakt, der etwas Zeit hat liegen lassen, aber jetzt auch kein kompletter Fehlstart war. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Die Punktevergabe
Einstieg (max. 2 Punkte, Koppeln zum Vorgänger, Holt mich der Anfang ab?):
Der Anfang war packend und auch die Überleitung zur wohl obligatorischen Rückblende haben mich überzeugt und ich vergebe hier 1,75 Punkte.
Immersion (max. 2 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt):
Eigentlich ein spannendes Setting, aber so ganz schlüssig waren die Technikbeschreibungen hier leider nicht. Das hat mich dann doch massiv aus dem Lesefluss geworfen und ich kann hier leider nur 0,5 Punkte vergeben.
Der Sense-of-Wonder Anteil (max. 2 Punkte):
Das Setting ist cool, aber die Darstellung des Sense-of-Wonder blieb etwas hinter den Möglichkeiten zurück und ich vergebe hier 1,25 Punkte.
Der Handlungs-Spannungsbogen (Max. 2 Punkte):
Die Geschichte hat im großen Ganzen durchaus ihre Stärken, in den Details aber deutliche Schwächen, ich vergebe hier 1,25 Punkte.
Ausblick (max. 2 Punkte. Zusammenfassung. Habe ich Lust, weiter zu lesen?):
Als Leser mit Technikkenntnissen hatte ich etwas Puls bei der Lektüre, aber die neue Lage macht mich doch neugierig, wie es weiter geht. Ich vergebe hier 1,25 Punkte.
Das ergibt in Summe 6 von 10 Punkten.
Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen. Oder für Leute mit viel Zeit die anschließende Teelänge.
Info
Autor: Christian Montillon
Cover-Artist: Dirk Schulz
Erschienen: Freitag, 16. Oktober 2026
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