Daredevil
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Review: Daredevil 06 – Reingelegt

Lesezeit circa: 4 Minuten

Daredevil wurde Reingelegt.

Ein Fanal

Matt Murdock (Charlie Cox) konnte Vladimir Ranskahov (Nikolai Nikolaeff) retten. Doch die Lage bleibt weiter angespannt, denn der Kingpin (Vincent D’Onofrio) setzt alle Hebel in Bewegung, um den noch lebenden Anführer der Russenmafia zu töten und dabei auch gleichzeitig die maskierte Nervensäge aus dem Weg zu räumen.

Parallel dazu liefern Foggy Nelson (Elden Henson) und Karen Page (Deborah Ann Woll) die schwerverletzte Elena Cardenas in einem Krankenhaus ab, wo zufälligerweise auch Claire Temple arbeitet. Dabei stellt sich heraus, dass Foggy ebenfalls etwas abbekommen hat. Und während er versorgt wird, versucht Karen Matt Murdock zu erreichen.

Reingelegt ist eine in Daredevil wichtige Folge. Sie markiert eine Art Fanal, in der sich vieles ändert bzw. vieles in die Wege geleitet wird. Und die daher für die Weiterentwicklung der Reihe wichtig sein dürfte.

Kaltblütig und einflussreich

Es ist eine Episode, in der man auch das erste Mal mitbekommt, wie weit der Einfluss von Wilson Fisk reicht. Es gibt mehrere Szenen, in denen Polizeibeamte andere verletzte Offiziere töten, einfach nur, weil sie damit Daredevil und den flüchtigen Vladimir belasten können. Es sind beunruhigende Momente, weil sich zeigt, zu was diese korrumpierten Leute fähig sind, nur weil der Kingpin dies so verlangt.

Es ist nicht das Einzige, was einen in Reingelegt so beunruhigt. Erschreckend ist auch, mit welcher Kaltblütigkeit der oberste Verbrecherboss über Leben und Tod entscheidet. Damit wird klar, dass die Leute für ihn nur einfache Spielfiguren sind, die er nach Belieben verschieben oder vom Brett nehmen kann, je nachdem, wie es für ihn und seine Pläne am besten passt.

Und Matt Murdock? Der Titelheld bekommt dies nur am Rande mit. Zu sehr ist er damit beschäftigt, sich selbst und seinen „Schützling“ Vladimir am Leben zu halten, so dass Letzterer ihm im Kampf gegen Wilson Fisk hilft. Das ist allerdings alles andere als einfach, da der Russe zunächst wenig davon hält, der Person zu helfen, die ja für den Niedergang seiner Geschäfte mitverantwortlich ist.

Kontrast

Zu sehen, wie Matt sich wirklich abmüht, sich und Vladimir am Leben zu halten, zeigt auch seine Verbissenheit. Er gibt trotz der widrigen Umstände in Reingelegt nicht auf. Stattdessen bemüht er sich wiederholt, Leben zu retten, vor allem das des Russen, was der ihm zunächst nicht mit Gegenliebe dankt.

Höhepunkt ist dabei sicherlich die erste Konfrontation zwischen Matt Murdock und Wilson Fisk. Es ist keine direkte, zumindest keine von Angesicht zu Angesicht. Stattdessen ist es eine, in der der Kingpin indirekt zeigt, über welche Macht er verfügt und wie unterlegen die Position des maskierten Mannes eigentlich ist. Denn der Kingpin spricht zu ihm aus der Sicherheit seines eigenen Wagen heraus, mit der vollen Kontrolle über alles und jeden, selbstbewusst und siegessicher. Der Kontrast ist dabei enorm und verstärkt selbstverständlich den Eindruck, dass der Held der Underdog ist. Etwas, was natürlich die Sympathien für ihn vergrößert.

Am Ende von Reingelegt war der Kingpin siegreich, wenn auch nicht vollständig. Denn Matt Murdock hat überlebt und hat wertvolles Wissen, dass ihm im Kampf gegen das Verbrechen weiterhelfen kann und wird. Vorausgesetzt natürlich, sein Privatleben bleibt intakt.

Das wird Konsequenzen haben

Denn die Ereignisse im Krankenhaus geschehen nicht einfach so. Stattdessen wird hier die Saat für künftige Geschehnisse gelegt. Die Abwesenheit von Matt Murdock, die Tatsache, dass er nicht erreichbar war, als Foggy Nelson verletzt war, wird vermutlich noch Konsequenzen haben. Das wird sich nicht so wegerklären lassen können.

Eins ist nach Reingelegt definitiv klar: Diese Folge war ein game changer, mit dem einige Veränderungen eingeleitet worden sind oder sich noch verändern werden. Man darf gespannt sein.

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Götz Piesbergen

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