Doom Patrol
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Review: Doom Patrol 05 – Paw Patrol

Lesezeit circa: 4 Minuten

In Paw Patrol wird ein Langzeitplan geschmiedet, um eine Katastrophe aufzuhalten, die die Welt bedroht.

Und die Auflösung ist?

Der Uncreator ist erschaffen worden und beginnt sein Werk. Alles, was er erblickt, wird unerschaffen, ausgelöscht. Und die Doom Patrol ist sich uneinig, wie sie vorgehen soll.

Doch Mr. Nobody (Alan Tudyk) hat kein Interesse daran, dass die Welt aufhört zu existieren. Also lässt er Chief Caulder (Timothy Dalton) für eine Zeitlang gehen, damit dieser in der Gegenwart einen Plan aufgreift, den der Antagonist in der Vergangenheit in Bewegung gesetzt hat. Eine wichtige Rolle spielt dabei Crazy Jane (Diane Guerrero).

Paw Patrol ist die direkte Fortsetzung zu Cult Patrol. Der letzte Teil endete mit einer aufgeteilten und hilflosen Doom Patrol, sowie einem frisch am Himmel erschienenen Uncreator. Natürlich fragt man sich als Zuschauer, wie dieser Cliffhanger aufgelöst werden soll.

Ein intelligenter Antagonist

Auf eine durchaus intelligente Art und Weise. Mr. Nobody spielt hier eine große Rolle, der Antagonist der ersten Season. Dabei ist vor allem dessen Fähigkeit wichtig, dass er zu jeder Zeit auftauchen kann. Und auch die Tatsache, dass er regelmäßig die legendäre vierte Wand durchbricht, wird hier mit aufgegriffen.

Dabei entwickelt sich die Handlung von Paw Patrol auf eine wunderbar unvorhersehbare Art und Weise. Denn nur, weil Mr. Nobody die Ereignisse selber erzählt, und das übrigens auf eine herrliche sarkastische Art, heißt das noch lange nicht, dass er dem Zuschauer auch detailliert erklärt, was er jetzt vorhat. Und so kriegt man erst nach und nach mit, was er genau plant.

Wie bereits gesagt, spielt dabei Crazy Jane eine wichtige Rolle. Bislang war die große Frage ja, woher ihre multiplen Persönlichkeiten kommen, beziehungsweise, was ihre Vergangenheit ist. Diese Episode gibt einem einen ersten Hinweis darauf, was die Ursache für ihre Persönlichkeitsspaltung sein könnte, aber eben keine vollständige. So ist es interessant, dass sie, wie die meisten anderen Mitglieder der Doom Patrol auch, deutlich älter ist, als sie aussieht und sich gibt. So scheint sie ihr aktuelles Alter bereits Ende der 1970er Jahre erreicht zu haben, wo man sie in dieser Folge das erste Mal sieht.

Viele Andeutungen, wenig Aufklärung

Und so ist Paw Patrol vor allem eine Jane-lastige Episode, bei der vieles angedeutet, aber nie aufgeklärt wird. Es gibt zwar Antworten auf die Frage, seit wann sie den Chief kennt. Doch ist dies selbstverständlich nicht das, was man eigentlich wissen möchte. Hier kann man nur auf künftige Folgen hoffen.

Ein weiteres Highlight dieser Episode ist natürlich die Tatsache, dass man den Chief Caulder endlich richtig in Aktion sieht. Er läuft vollkommen frei herum, ohne dass er im Rollstuhl sitzt. Und liefert sich herrliche Wortgefechte mit Willoughby Kipling (Mark Sheppard), oder erbricht sich, wenn er den Namen Mr. Nobody sagen will. Das ist natürlicherweise alles Teil des Plans dieses Antagonisten.

Doch auch, wenn hauptsächlich der Chief und Jane im Mittelpunkt von Paw Patrol stehen, werden die anderen Charaktere nicht vergessen. Victor Stone (Joivan Wade) liefert sich mit dem Chief ein kleines Streitgespräch über Gut und Böse, Rita (April Bowlby) versucht mit dem Jungen, der für die Schöpfung des Uncreators verantwortlich ist, zu reden und muss miterleben, wie dieser einfach ausgelöscht wird. Larry Trainor (Matt Bomer (Stimme), Matthew Zuk (Körper)) will mit Caulder über seinen Geist reden und kriegt den Tipp, eine neue Perspektive im Umgang mit dem Wesen in seinem Inneren einzunehmen, derweil Cliff Steele (Brendan Fraser (Stimme), Riley Shanahan (Körper)) mit Crazy Jane eingesperrt ist und wieder ins Fettnäpfchen tappt.

Gruselig gut

Es sind wenige, aber starke Momente. Szenen, die den Charakteren Möglichkeiten geben, sich weiterzuentwickeln. So etwas ist nicht selbstverständlich und von daher ein Zeichen dafür, wie gut Doom Patrol ist.

Was an Paw Patrol auch genial ist, ist, wie der Cult of the Unwritten Book am Ende besiegt wird. Es ist ein gelungener Plan, der aber ebenso gleichzeitig zeigt, wie gefährlich Mr. Nobody ist. Denn es war seine Idee und seine Aktionen, die dafür gesorgt haben, dass ein Gegenkult entstand. Er hat auf lange Zeit geplant und den entsprechenden Leuten immer wieder Gedanken eingeflüstert, damit sie gemäß seinen Vorstellungen agieren. Eine solche Intelligenz und genialer Einsatz seiner Fähigkeiten ist gruselig.

Am Ende ist dies erneut eine gelungene Folge, die das Interesse an den nächsten erweckt. So macht Doom Patrol richtig Spaß!

Doom Patrol gibt es unter anderem bei Prime Video.

Wertung

Wertung
10 10 0 1
10/10
Total Score

Positiv

  • Mr. Nobody im Einsatz
  • Chief Caulder im Einsatz
  • Jeder Charakter erhält eine Szene, wo er sich weiterentwickeln kann
Götz Piesbergen

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