Doom Patrol
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Review: Doom Patrol 17 – Tyme Patrol

Lesezeit circa: 4 Minuten

In Tyme Patrol begibt sich die Doom Patrol auf der Suche nach einem Mittel, das Chief Caulder nicht altern lässt.

Versprechen von Eltern an ihre Kinder

Um die Doom Patrol wieder groß werden zu lassen, opferte Cief Caulder (Timothy Dalton) ein Amulett, das ihn unsterblich machte. Seitdem sucht er nach einer Möglichkeit, um weiterleben zu können, schon allein wegen seiner wiedergefundenen Tochter Dorothy (Abi Monterey). Eine Option ist das Element Continnuinum, welches im Besitz von Doctor Tyme ist. Einige Doom-Patrol-Mitglieder machen sich auf, das Gewünschte zu holen.

Gleichzeitig sucht Victor Stone (Joivan Wade) eine Gruppe von Leuten auf, die an PTSD leiden. Dabei verliebt er sich in eine der Teilnehmerinnen. Larry Traynor (Matt Bomer (Stimme), Matthew Zuk (Körper)) besucht das Begräbnis seines verstorbenen Sohnes, wobei er dort seinen anderen Sohn trifft. Es ist für ihn eine Wiederbegegnung mit seiner eigenen Vergangenheit.

Das zentrale Thema von Tyme Patrol ist das Versprechen von Eltern an ihre Kinder, immer für sie da zu sein. Dies ist die Grundlage für all die Sachen, die Chief Caulder im Laufe der Jahre getan hat, wieso er dafür gesorgt hat, dass die jeweiligen Doom Patrol-Mitglieder zu dem wurden, was sie aktuell sind. Und es ist eine nachvollziehbare Motivation, insbesondere dann, wenn man bedenkt, dass Dorothy anscheinend nicht oder kaum zu altern scheint.

Tyme Patrol

Ein neuer Lebensstil

Und es wird auch dargelegt, wieso der Chief so darauf erpicht ist, sich um seine Tochter zu kümmern. Denn direkt zu Beginn der Folge wird gezeigt, wozu sie alles in der Lage ist, wenn niemand sie beschützt. Denn dann werden nämlich ihre imaginären Freunde real und sorgen für Chaos und Zerstörung.

Umso erstaunlicher ist es, wie dann trotz aller Umstände Rita, Jane und Cliff einwilligen, dem Chief zu helfen, nach einem alternativen Mittel zur Unsterblichkeit zu suchen. Besonders Rita tut sich dabei hervor. Sie geht mit einem Enthusiasmus ans Werk, der für sie ungewöhnlich ist, war sie doch in der ersten Season eher diejenige, die kein Interesse hatte und auch nicht wirklich an solchen Heldenaktionen teilnehmen wollte. Seit Anfang der zweiten Staffel hat sich ihr Verhalten allerdings geändert, was man unter anderem daran sieht, dass sie lernen will, ihre Kräfte zu kontrollieren.

Die Begegnung mit Doktor Tyme in Tyme Patrol ist dann natürlich wieder wunderbar schräg. Wobei die Figur allerdings nicht wirklich das Format andere bizarrer Kreaturen der Serie erreicht. Es fehlt ihr das gewisse Extra, vor allem im Vergleich zum Beard Hunter. Am Ende ist sie einfach nur ein Plot Device, mehr nicht.

Eine gewisse Melancholie

Gleichzeitig gibt die Doom Patrol-Serie in Tyme Patrol auch den anderen Charakteren, die nicht Teil der Reise zu Doktor Tyme sind, genug Beschäftigung. Dabei gefällt vor allem der Plot um Larry Traynor, der zu der Beerdigung seines verstorbenen Sohnes reist, wobei es dort mit einer Wiederbegegnung mit seinem anderen Kind kommt.

Es ist das erste Mal in der Doom Patrol, dass ein altes Mitglied der Gruppe auf ein Familienmitglied trifft und jenes feststellt, dass der angeblich Verstorbene doch noch am Leben ist. Cliff Steele wollte zwar seine Tochter treffen, ist dann aber am Ende gescheitert. Und bei Rita und Jane weiß man nicht, ob es überhaupt noch andere lebendige Familienmitglieder gibt.

Im Falle von Larry umweht eine gewisse Melancholie die Ereignisse. Man sieht hier, dass, während er auf Grund seines Unfalls nicht gealtert ist, die Zeit für seinen letzten Sohn nicht stehengeblieben ist. Auch die Erinnerungstücke, auf die er später stößt, verstärken in Tyme Patrol diesen Eindruck. In jedem Fall scheint er am Ende mit sich im Reinen zu sein, nur um dann auf spektakuläre Weise entführt zu werden.

Tyme Patrol

Ein Subplot wird endlich interessant

Der Subplot von Cyborg kann da hingegen nicht ganz mithalten. Im Prinzip geht es da drum, dass er sich auf einem Treffen von von PTSD-Betroffenen verliebt. Aber da dies immer noch die Doom Patrol ist, kann man davon ausgehen, dass das nicht gut enden wird. Dementsprechend fehlt der Handlung auch der nötige Flair, um unterhaltsam zu wirken.

Interessant wird auch der Subplot von Crazy Jane weiterentwickelt. Und endlich erhält der Drogenplot einen Sinn. Zum einen erfährt man hier in Tyme Patrol mehr über ihre Vergangenheit. Und zum anderen wird angedeutet, dass Dinge sich bald ändern werden. Ergo steht eine große Umwälzung ihres Status Quo im Raum.

Und so ist dies eine gute, wenn auch nicht überragende Folge der Doom Patrol-Serie.

Warpskala

Warpskala
8 10 0 1
8/10
Total Score

Positiv

  • Entwicklung von Rita
  • Melancholie bei Larrys Plot

Negativ

  • Dr. Tyme hat kaum Profil
  • Vics Subplot
Götz Piesbergen

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