Review: Marvel – Planet Hulk, Teil 2

Lesezeit circa: 6 Minuten

Grünnarbe, wie Hulk inzwischen genannt wird, holt zum finalen Schlag gegen den Roten König von Sakaar aus.

Planet HulkDie Handlung

Der zweite Band setzt nahtlos dort an, wo der erste geendet hat. Zunächst muss sich der Hulk gegen die parasitären Spikes behaupten, danach muss er die Schattenältesten als Verbündete gewinnen. Mit deren Raumschiff gewinnt Grünnarbe einen entscheidenden Vorteil. Um keinen Zweifrontenkrieg zwischen dem Roten König und den von diesem entfesselten Spikes zu führen, verhandelt der Hulk mit den Ahnenspikes. Wie sich herausstellt, sind diese gar nicht feindlich gesinnt, sondern lediglich wie alle anderen auf Sakaar gestrandet, wo ihre Jungen dem Wahnsinn verfallen sind.

Der Rote König zeigt dagegen keinerlei Reue, selbst als der Insektoide Miek ihn mit seinen Taten konfrontiert. Er ist sogar bereit, den gesamten Planeten zu zerstören, bevor er freiwillig abdankt, womit er zum Weltbrecher aus den alten Prophezeiungen wird. Der Hulk und seine Mitstreiter haben keine andere Wahl, als den Psychopathen bis zum bitteren Ende zu bekämpfen. Den Todesstoß geben ihm jedoch die Wildbots. Nach der Hälfte des Bandes ist Sakaar frei, sodass noch genügend Platz bleibt, die weitere Entwicklung des Planeten zu zeigen.

Diese liegt nun in den Händen des Hulk, der sich jedoch nur widerwillig zum König krönen lässt. In den ersten drei Tagen seines Amtes bekommt er die gesellschaftlichen Nachwirkungen der Diktatur des Roten König zu spüren. Dieser hat immer noch Anhänger im Volk und einige Adelige, darunter Elloes Mutter, halten sich für etwas Besseres als die anderen Völker des Planeten. Als die vorherrschenden Rotköpfe und indigenen Insektoiden aufeinander losgehen, lässt Hulk sie in der Arena gegeneinander antreten. Überraschend fordert er sie dort auf, sich zu umarmen, andernfalls würde er sie alle umbringen.

Mit dieser eigenwilligen Strategie der Versöhnung beeindruckt er die Schattenältesten, die befürchtet hatten, er wäre nicht besser als der Rote König. Doch weit gefehlt. Als nächstes hilft er den Spikes, zurück in den Weltraum zu gelangen, welcher ihr natürlicher Lebensraum ist. Dabei befreit er gleich noch den Rest ihrer Spezies, welcher auf einem von Sakaars Monden gefangen ist. Nun können sie sich wieder von der Strahlung ferner Sterne ernähren, sodass der Hulk ihnen nicht mehr seine Lebensenergie geben muss, um sie in Schach zu halten.

Der Hulk bringt dem Planeten tatsächlich den Frieden, den er für sich selbst erhofft hat. Sogar mit den Wildbots lässt er Verhandlungen aufnehmen. Außerdem heiratet er seine einstige Gegnerin Caiera, die von ihm schwanger wird. Mit ihr würde er gerne in die Steppe flüchten, doch zu seiner Überraschung hat sein vergossenes Blut diese in eine fruchtbare Landschaft verwandelt. Damit ist er endgültig zum prophezeiten Messias, dem Sakaarsohn, geworden. Leider hält der Frieden nur kurze Zeit an, da ihm die Superhelden der Erde ein unerwartetes Abschiedsgeschenk hinterlassen haben. Doch wie genau alles ausgeht, soll an dieser Stelle nicht gespoilert werden.

Als Zugabe gibt es noch einen weiteren Kurzcomic, welcher sich um einen hochintelligenten Jungen namens Amadeus dreht. Dieser ist auf der Flucht vor S.H.I.E.L.D. und findet die Wahrheit über das Verschwinden des Hulk heraus. Reed Richards informiert daraufhin die anderen Superhelden, welche den Hulk ins All befördert haben, dass sich dieser nicht auf dem vorgesehenen Planeten befindet und obendrein Verbündete auf der Erde hat.

Rezension von Planet Hulk, Teil 2

Es ist erfreulich, dass die Comicreihe Planet Hulk nicht einfach mit dem Tod des Roten Königs endet. Der Grünling erhält so die Chance, sich als besserer Anführer zu beweisen, der mehr drauf hat, als nur sämtliche Gegner durch seine schiere Wut niederzumähen. Nur einmal verwandelt er sich dabei kurz in sein Alter Ego Bruce Banner, um sich seiner nunmehr Geliebten Caiera zu offenbaren. Im Grunde hat er selbst in seiner grünen Gestalt das Kämpfen satt und will einfach nur ein Leben in Ruhe und Frieden.

Leider gönnen ihm Reed Richards, Tony Stark, Professor Xavier und die anderen führenden Superhelden diesen Frieden nicht. Durch das, was sie dem Hulk und ganz Sakaar vermeintlich antun, wirken sie gar eher wie Superschurken. Das bittere Ende, für welches sie scheinbar sorgen, ist zwar einerseits überraschend und ungewohnt drastisch, aber irgendwie entspricht das nicht ganz dem Charakter der beliebten Superhelden. Amadeus hat in der Bonusstory vollkommen recht, als er ihnen vorwirft, dass nicht nur der Hulk für Kollateralschäden gesorgt hat.

Die Zeichnungen sind wieder einmal eine Augenweide. Lediglich die amorphe Masse der von den Spikes veränderten Planetenbewohner wirkt zuweilen etwas überzogen, so wie der Käsebelag einer Pizza, aus dem Käferbeine ragen. Der Rest ist jedoch durchweg gelungen. In den Bildern steckt viel Leben, welches durch eine fast schon fotorealistische Koloration verstärkt wird. Die Cover-Artworks fallen dafür etwas schlichter aus, sind aber dennoch sehr gut geraten.

Etwas irritierend ist der Wechsel des Zeichenstils in der Bonusgeschichte. Die erste Hälfte sieht wie ein Manga aus. Die Figuren haben übergroße Augen und die Farbpalette ist stark eingeschränkt. Die zweite Hälfte hat wieder den gewohnten Marvel-Look mit satten Farben, die Charaktere sehen auch nicht mehr wie Manga-Figuren aus. Beide Stile haben zwar ihre Vorzüge und sind durchaus detailliert, sie harmonieren nur nicht so ganz miteinander.

Am Ende gibt es noch ein paar Infos zum Künstler Carlo Pagulayan sowie Skizzen des Autors Greg Pak und eine Übersicht über die Frauen des Hulk. Okay, die meisten waren eigentlich mit Bruce Banner liiert, aber manche fanden auch Gefallen an seiner grünen Seite.

Fazit

Der zweite Band bildet einen würdigen Abschluss der Reihe. Das Überleben des Hulk sowie einiger seiner Mitstreiter dürfte dabei noch zum Problem für all jene werden, die den grünen Haudrauf ins Exil geschickt haben. Erschienen ist Planet Hulk, Teil 2 u.a. als hochwertige Hardcover-Ausgabe mit der Nr. 46 in der Marvel-Comic-Sammlung. Erfreulicherweise als direkter Folgeband des ersten Teils, sodass beide im Regal nebeneinander stehen können.

Bewertung: 14/15

Text: Greg Pak
Zeichnungen: Carlo Pagulayan & Aaron Lopresti
Farben: Chris Sotomayor
Verlag: Marvel / Panini
Sonstige Informationen:

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