Review: Perry Rhodan 3115 – Springer gegen Dame

Lesezeit circa: 4 Minuten

Die Meute spielt auf Sieg – erkennt Fedor Grimm den Hinterhalt?

Titel: Springer gegen Dame
Autor: Kai Hirdt
Zeichner: Dirk Schulz
Erschienen: Freitag, 30. April 2021

 

 

 

 

 

 

Worum geht es in diesem Roman?

Jochzors Meute ist auf der Suche nach den drei Deserteuren vom Chaoporter FENERIK und setzt zum entscheidenden Schlag an. Der TLD wird scheinbar überrascht.

Der Leseeindruck bei Springer gegen Dame

Sich dumm zu stellen kann ein Zeichen von Intelligenz sein. Besonders natürlich auch im Spiel der Geheimdienste. Und dieses Mal bin ich dem Autor dabei auf den Leim gegangen.

War ich bei den Vorgängerromanen noch voll des Lobes über den deutlich eloquenter und professioneller erscheinenden terranischen Geheimdienst, so schwante mir bei Kai Hirdts Roman der Rückfall in schlimmste Unsitten der Vergangenheit in puncto Darstellung des Geheimdienstes. Innerlich hatte ich mich schon auf einen Verriss eingestellt. Aber ich muss sagen, das Ende rückt dann vieles doch wieder ins rechte Licht.

Ursächlich dürfte dafür hier die Wahl der Perspektivfigur Anselm Harriman sein, der gleich in der ersten Woche seines Dienstes den technisch weit überlegenen und sehr erfahrenen Häschern der Chaosmächte vorgeworfen wird. Waren die Munuam für Hilfstruppen Hoher Mächte sehr human, so verändert sich das Bild an dieser Stelle doch deutlich. Die Meute geht in diesem Roman eher über Leichen, als einen Umweg zunehmen. Wurde der vermeindliche erste Deserteur, der Laichkange Hookadar, noch im letzten Roman gleich über den Haufen geschossen, als er seine Schuldigkeit getan hatte, so geht es in diesem Roman den beiden Keji Apehei und Hori an den Kragen. Die Meute trickst dabei vollkommen skrupellos den Anfänger Anselm Harriman aus, der sich dabei zwischen seinem Leben und der Loyalität zu seinem Arbeitgeber entscheiden muss.

Ohne zu viel spoilern zu wollen, muss ich am Ende doch feststellen, das zumindest Harrimans Vorgesetzter Feder Grimm in puncto Skrupellosigkeit nicht weit hinter dem Meutenanführer Jochzor zurücksteht.

Die Geschichte ist am Ende jedenfalls deutlich cleverer, als ich während des Lesens erst dachte. Im Rückblick ergibt alles seinen Sinn, was für den doch zu leichtem Splatter neigenden Leidensweg entschädigt. Wahrscheinlich bin ich einfach zu weich für den Geheimdienst …

In der nächsten Woche geht es mit Kai Hirdts zweitem Teil der Geschichte spannend weiter und wir werden mit der Posmi Aurelia Bina einen Blick in den Chaoporter werfen können. Ich freue mich schon darauf.

Wer neugierig geworden ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen.


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Markus Gersting

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