Review: Perry Rhodan 3137 – Die Jül-Partikuliere

Lesezeit circa: 4 Minuten

Ein Yodore erwacht – und erzählt seine Geschichte

Die Jül-PartikuliereTitel: Die Jül-Partikuliere
Autor: Robert Corvus
Zeichner: Dirk Schulz
Erschienen: Freitag, 1. Oktober 2021

Worum geht es in diesem Roman?

Sichu Dorksteiger, Icho Tolot und die Kastellane forschen nach dem vermissten Schiff des Yodoren Orya Nachnord. Dabei stoßen sie auf die Jül-Partikuliere, Bergungsspezialisten für Treibgut und schwere Fälle.

Der Leseeindruck

Als erfahrenerer Leser kann man meistens die Autoren der Serie Perry Rhodan am Stil erkennen. Nicht nur seit gestern hat dort jeder Autor seine eigene Fanbasis, die dann auch passend bedient werden möchte. Als Stammgastautor hat sich Robert Corvus auch bei Perry Rhodan seine Fans erschrieben und springt dann ab und zu ein, wenn Not am Mann ist und der eigentlich vorgesehene Autor aus was für Gründen auch immer kurzfristig ausfällt.

Wenn ich die Äußerungen in den sozialen Medien (und auf der Webseite von Robert Corvus) richtig verstanden habe, war das in diesem Fall Uwe Anton. Dabei treffen dann stilistisch Welten aufeinander, wenn der Romancier auf den Fan der Kurzgeschichte trifft. Was durchwachsen hätte enden können, war in diesem Fall aber eher gut marmoriert. Man bemerkt leichte Sprünge im Text und im Stil, aber der Roman an sich überzeugt mit jeder Menge Technik, philosophischen Einwürfen und einigem an Sense of Wonder.

Fans von Raumschiffen, Raumschifftechnik kommen jedenfalls bei der Suche nach dem Schiff der kosmokratischen Baumeister, den Yodor, voll auf ihre Kosten. Mich erinnert die eingeflossene Biotechnologie an das Raumschiff Voyager oder an das Volk der Arcoana aus dem Ennox-Zyklus. Dem Fan (teil)-organischer Raumschiffe geht dabei das Herz auf.

Ich bin kein Fan von zwei parallel laufenden, unzusammenhängenden Handlungen, hier war ich aber wohl schon ob all der Technik so verwirrt, dass mich das in der ersten Hälfte des Romans nicht weiter gestört hat, und ab der zweiten Hälfte laufen die Stränge dann eh zu einem zusammen. Ab der Seite 37 war der Roman dann so spannend, dass er mich Raum und Zeit hat vergessen lassen und somit ab dem Zeitpunkt volle Punkte bei der Immersion geben kann.

Die Punktevergabe

Immersion (max. 4 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt): 3,5 Punkte da dieser Roman wirklich über eine längere Strecke den Leser in den Hyperraum entführt.

Sense of Wonder (max. 2 Punkte), verdient hier volle 2 Punkte.

Zyklushandlung, bzw. übergeordneter Spannungsbogen (max. 2 Punkte): 2 Punkte, es geht weiter gut in der Zyklushandlung voran.

Leistung des Autors, d.h. Sprache und Ausdruck (max. 2 Punkte): Hier gibt es 1,5 Punkte alleine schon für die durchaus gelungene Melange zweier doch sehr unterschiedlicher Schreibstile.

Macht in Summe 9 von 10 Punkten.

Wer neugierig geworden ist, dem empfehle ich neben der Lektüre des Romans natürlich noch die Besprechung des Romans auf Youtube und den Twitch- und später den Youtube-Kanal von Robert Corvus, auf dem der Autor noch mal ausführlich auf den Roman eingeht.


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Markus Gersting

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