Spotlight: Brian Blessed

Lesezeit circa: 6 Minuten

Brian Blessed ist vor allem durch seine bombastische Stimme und exzentrische Persönlichkeit bekannt.

Einer für alle

Der am 9. Oktober 1936 geborene Brian Blessed gehört zu den Schauspielern, die man vom ersten Moment an, wo man sie sieht, nicht mehr vergisst. Denn der gebürtige Brite strahlt jede Menge Charisma aus, durch seinen riesigen Bart und sein unvergleichliches Mundwerk. Er ist ein guter Freund von Patrick Stewart, mit dem er gemeinsam auf Kohlewaggons mitfuhr, um in London Theateraufführungen zu sehen.

Er ging auf die Bolton on Dearn Secondary Modern School und leistete seinen Wehrdienst bei dem zweiten RAF-Regiment ab. Danach studierte er an der Bristol Old Vic Theatre School. Seine erste Rolle im Fernsehen war 1959 in der Serie Saturday Playhouse in dem Stück Last Day in Dreamland.

Zu den ersten Rollen, die Brian Blessed bekannter machten, zählte die britische Adaption von Alexandre Dumas Werken The Three Musketeers (1966 – 1967) und The Further Adventures of the Musketeers (1967). In beiden Serien sollte der Schauspieler den Musketier Porthos darstellen. Im Jahr 1971 sollte er in der langjährigen Kinderserie „Jackonary“ außerdem in fünf Folgen den Erzähler geben.

Die Lieblingsrolle aus der Kindheit

Ein Markenzeichen seiner Karriere sollten viele Auftritte in diversen Adaptionen des Lebens englischer Monarchen sein. So auch 1972 als er in Heinrich VIII und seine sechs Frauen, wo er allerdings nicht das royale Oberhaupt darstellen sollte, sondern vielmehr nur Suffolk. Ein Jahr darauf sollte er in der Fernsehserie König Arthur bis 1973 als Mark of Cornwall mitspielen. Das war auch dieselbe Rolle, die er 1975 in King Arthur, the Young Warlord innehatte.

Es war 1975, als er das erste Mal in einer SciFi-Serie auftrat. In der Kultserie Mondbasis-1 hatte er in diesem und auch im darauffolgenden Jahr jeweils unterschiedliche Gastrollen. 1978 stattete er Blake’s 7 einen Besuch ab, einer weiteren SciFi-Kultserie aus Großbritannien. 1979 war Brian Blessed Nebendarsteller in The Aphrodite Inheritance.

1980 wirkte der Schauspieler in seinem ersten SciFi-Film mit. In der berühmt-berüchtigten Verfilmung des Comicstrips Flash Gordon sollte er Prince Vultan, den Anführer der Adlermenschen, darstellen. Unvergessen die Szene, in der er den Satz „Flash Gordon’s Alive“ ausspricht. Interessanterweise war dies als Kind seine Lieblingsrolle, die er damals, inspiriert von den Buster Crabbe Serials jener Zeit, spielte.

Ein neuer Doktor?

Unvergessen sind sicherlich auch seine Auftritte in Rowan Atkinsons Kultcomedyserie Blackadder wo er 1983 verschiedene Könige darstellte. Oder 1986 in der Miniserie Die Rückkehr zur Schatzinsel, wo er die Figur des Long John Silver schauspielerte, der sich am Ende als der Gerissenste von allen herausstellte. 1986, zur Zeit von Colin Baker als Doktor, sollte er das erste Mal in Dr. Who auftreten. Das sollte schon früher geschehen, doch irgendwie kam immer was dazwischen. Ebenso war er zur damaligen Zeit auch als neuer Darsteller der Titelrolle im Gespräch, was ebenfalls nichts wurde.

Ab dem Ende der 1980er-Jahre sollte Brian Blessed auch verstärkt als Voice-Over-Artist aktiv sein. Eines der früheren Highlights war Asterix – Operation Hinkelstein, wo er in der englischen Synchronisation Caous sprechen sollte. Ein Jahr darauf begab er sich ausnahmsweise mal nach Hollywood, um in Kevin Costners Robin Hood – König der Diebe Lord Locksley darzustellen. Auch sollte er 1994 in MacGyver – Jagd nach dem Schatz von Atlantis mitwirken.

1996 begab sich der Schauspieler auch in die Welt der Videospiele, als er in Privateer 2: The Darkening Uncle Kashumai darstellen sollte. Zu den anderen Mitwirkenden zählten unter anderem Clive Owen, John Hurt und Christopher Walken. 1999 verlieh er in Star Wars Episode I – Die Phantom Bedrohung Boss Nass dem König der Gungan, seine Stimme. Das war ebenfalls das Jahr, wo er zum ersten und bislang auch einzigen Mal in einem Film die Regie führte. Das war in King Lear, wo übrigens seine Frau ebenso mitspielte.

Er war nie auf dem Gipfel

Im Jahr 2003 sollte Brian Blessed in Warhammer 40.000: Fire Warrior die Figuren Admiral bzw. Constantine sprechen. Auch von 2007 bis 2008 hörte man seine Stimme, als er in der Kinderanimationsserie Kika & Bob letzteren sprach. In Die Legende von Oz – Die Rückkehr von Dorothy sollte er ebenfalls einem Charakter mit Hilfe seiner Stimme zum Leben erwecken, nämlich Judge Jawbreaker.

Überhaupt scheinen Kinder ihn in dieser Zeit seiner Karriere hauptsächlich zu beschäftigen, da er von 2012 bis 2013 in der Kinderserie Wizards & Aliens den Nekross King sprach. 2015 gab er in dem Videospiel Lego Dimensions den Battle Arena Announcer und von 2004 bis 2016 in insgesamt fünf Folgen von Peppa Wutz Grampa Rabbit. 2018 kehrte zu Robin Hood zurück, als er in der Verfilmung Robin Hood – Der Rebell Bruder Tuck darstellte. Zuletzt sprach er 2021 in Trolljäger – Das Erwachen der Titanen Charlemagne und wird als Nächstes in Banking on Mr. Toad Frederick James Furnivall darstellen.

Brian Blessed hat dreimal beinahe den Mount Everest bestiegen und war auch sonst gerne als Abenteurer unterwegs. Er war mit der Schauspielerin Ann Bomann verheiratet, mit der er eine Tochter mit dem Namen Catherine hat. Seit 1978 ist er mit der Darstellerin Hildegard Neil zusammen, mit der er eine Tochter namens Rosalind hat, die in die Fußstapfen der Familie getreten ist. Seit 2016 ist er ein Offizier des Ordens des Britischen Empires.

Brian Blessed im Web

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Götz Piesbergen
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