Das Dritte Galaktikum
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Review: Perry Rhodan 3155 – Das Dritte Galaktikum

Lesezeit circa: 4 Minuten

Umwälzungen auf der Welt der Cheborparner – ein Attentäter wird gejagt

Das Dritte GalaktikumTitel: Das Dritte Galaktikum
Autor: Arndt Ellmer
Zeichner:  Dirk Schulz
Erschienen: Freitag, 4. Februar 2022

Worum geht es in diesem Roman?

Die Konferenz auf Pspopta geht weiter, während Atlan den mysteriösen Attentäter hinterherjagt. Sichu Dorksteiger und Iwán/Iwa Mulholland sind spurlos verschwunden. Atlans Vertretung, Plauton ar Sepi, muss sich dagegen auf dem diplomatischen Parkett bewähren.

Der Leseeindruck

Arndt Ellmers „2000.“ Roman bietet mehr, als auf den ersten Blick zu vermuten ist. Wobei 2000 Romane bedeutet, dass Arndt Ellmers erster Roman in der Perry Rhodan-Erstauflage die Nr. 1155 war, er also 2000 Wochen bei der Serie Perry Rhodan mitschreibt. Das sind überschlägig gerechnet fast 39 Jahre! Wir haben hiermit also ein weiteres Jubiläum von beeindruckenden, rhodanistischen Dimensionen.

Das sehr actiongeladene, fast schon pulpig anmutende Cover verspricht vordergründig einen actiongeladenen, aber einfach und geradlinig erzählen Atlan-Roman.

Wir bekommen zwar den Atlan-Action-Anteil, allerdings ist die Jagd nach dem Attentäter nicht ganz so einfach, da dieser allen anderen immer einen Schritt voraus ist. Das Verschwinden von Sichu Dorksteiger und Iwán/Iwa Mulholland schafft zwar einen zusätzlichen Anreiz, tut der Figur Sichu Dorksteiger und dem Roman an sich nicht sonderlich gut. Die „Damsel in Distress“ zu retten mag ein altehrwürdiges Erzählmuster sein, mir hat Susan Schwartz’ Ansatz einer intelligenten und selbstbewussten Sichu Dorksteiger deutlich besser gefallen.

Gespalten bin ich vom Geschehen auf dem diplomatischen Parkett. Plauton ar Sepi landet mit seiner direkten Art bei den anderen Beteiligen, was ihn selbst vollkommen überrascht. Das mag glückliche Fügung oder ein verstecktes Talent sein, ich suche dahinter aber noch das Mittel, das die Beteiligten der Konferenz so beeinflusst, dass sich Spannungen in Wohlgefallen und einer mich misstrauisch machenden Harmonie auflösen. Ich vermute, da steckt mehr dahinter, und wir werden im nächsten Roman hoffentlich die Auflösung des Handlungsabschnittsrätsels erfahren.

Das noch offene Rätsel schafft Möglichkeiten, wild zu spekulieren, wie es denn nun in der Milchstraße, mit dem herannahenden Chaoporter und den anwesenden hohen Mächten beider Seiten weitergehen wird.

Es bleibt spannend!

Die Punktevergabe

Immersion (max. 4 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt): In Punkto Immersion war dieser Roman durch seine zwei sich gegenseitig etwas das Wasser abgrabende Handlungsstränge nicht ganz überzeugend. Da wäre die Konzentration auf ein Thema wohl deutlich besser gewesen. Zudem erzeugt dieser Roman wohl mit voller Absicht ein gewisses Misstrauen gegenüber der hier vordergründig erzählten Geschichte, sodass man in Hintergrund über die Stimmigkeit des Erzählten nachdenken muss. Einzelne Passagen können aber durchaus ihren Charme entfalten. Ich vergebe hier 2 Punkte.

Der Sense-of-Wonder Anteil (max. 2 Punkte): Vordergründig gibt es nichts wirklich Neues, Kosmisches aber die Milchstraßenvölker können durchaus ihren Charme entfalten und zudem steht immerhin noch der mysteriöse Attentäter im Hintergrund, der zum Nachdenken über seinen Auftraggeber anregt. Hier vergebe ich einen Bonuspunkt, insgesamt 2 Punkte.

Die Zyklushandlung (max. 2 Punkte) bzw. der übergeordnete Spannungsbogen: Der aktuelle Handlungsblock wird wirklich schön über das Rätsel des Attentäters miteinander verbunden. Ich finde das wirklich gelungen. Auch wenn das Thema Konferenz eher trocken ist, vergebe ich hier 1,5 Punkte.

Die Leistung des Autors, d. h. Sprache und Ausdruck (max. 2 Punkte): Genie oder ein Glückstreffer? An dem Roman ist mehr, als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Das mag in der Anlage des Exposés liegen, regt aber dennoch zum Nachdenken an. Mich stört allerdings Sichu Dorksteigers Kaltstellung und das Hin- und Herspringen zwischen Atlan und der Konferenz. Hier vergebe ich deswegen nur 1,5 von 2 Punkten.

In Summe sind wir somit bei 7 von 10 Punkten für einen Roman, der mich nachdenklich aber voller Spannung auf den Zyklus zurücklässt.

Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen.

Wertung

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7 10 0 1
7/10
Total Score
Markus Gersting

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