Macht ist unteilbar – die Maghan entscheidet

Meisterin der unbesiegbaren SchattenTitel: Meisterin der unbesiegbaren Schatten
Autor: Robert Corvus
Zeichner:  Swen Papenbrock
Erschienen: Freitag, 10. Juni 2022

Worum geht es in diesem Roman?

Trotz des Verlustes des ursprünglichen Vhasyr errichten die Chaosmächte bei Pautpars Hof das Audhische Rondel. Die verbündeten Galaktiker aus Milchstraße und Cassiopeia setzen zum Todesstoß an. Eine Meisterin der Insel hat noch ein paar Asse im Ärmel.

Der Leseeindruck

Wie schon der erste Teil dieses Romans gab es eine ganze Menge Stoff, den Robert Corvus hier abhandeln musste. Aber Robert Corvus hat definitiv die Kurve erfolgreich genommen und den sprichwörtlichen Sack dicht gemacht.

Bei der Vielzahl der Themen – seien es die Raumschlacht in Orbit, die gleichzeitig stattfinden Bodenkämpfe oder gar das auch noch stattfindende Kommandounternehmen, um den Audh und das Audhische Rondel auszuschalten – ist es unvermeidlich, dass der Fokus von Thema zu Thema springt. Das hat natürlich Schauplatzwechsel, Themenwechsel und den Wechsel der erzählenden Bezugsperson zur Folge und macht es nicht unbedingt einfacher, der Handlung zu folgen. So ist dieser Roman eher ein Konzentrat aus mehreren Heften, die man, meiner Meinung nach, locker mit den vorhandenen Themen hätte füllen können. Zumal auch einige Einzelschicksale und Begegnungen eine nicht ganz unwichtige Rolle spielen.

Kurz: Man bekommt eine ganze Menge Inhalt für den Preis eines einzigen Heftes. Das mag gefallen oder nicht, schön finde ich allerdings, dass damit der Schauplatz Cassiopeia einen schönen und würdigen Abschluss gefunden hat und nicht wie im letzten Zyklus als weiteres offenes Ende im Leerraum herumbaumelt. Damit ist der Kopf wieder für das kommende Geschehen in der Milchstraße frei und ich freue mich auf den weiteren Zyklusverlauf.

Die Punktevergabe

Die Skala ist angepasst und es gibt ein kurzes Video zur Anpassung, falls es jemand genauer wissen möchte. Ab diesem Roman gibt es also neue Perry-Punkte.

Immersion (max. 4 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt): Hatte ich am Anfang noch etwas mit den wechselnden Schauplätzen, Themen und Bezugesfiguren zu kämpfen, so entwickelten sich doch einige kurze aber schöne Hyperraumpassagen und am Ende die überraschende Erkenntnis, dass die schöne Zeit mit dem Roman plötzlich und leider schon zu Ende ist. Hier vergebe ich 2,75 Punkte.

Der Sense-of-Wonder Anteil (max. 2 Punkte): Wie auch im Vorgänger punktet dieser Roman mit einigen phantastischen Umgebungen und Begebenheiten, für die ich hier 1,75 Punkte vergebe.

Die Zyklushandlung (max. 2 Punkte), bzw. der übergeordnete Spannungsbogen: Hier wird der Sack zugemacht. Etwas spät, aber dennoch passend. Nun ist die Bühne frei für das Geschehen in der Milchstraße. Hier vergebe ich 1,75 Punkte

Die Leistung des Autors, d. h. Sprache und Ausdruck (max. 2 Punkte): Robert Corvus hat alle Kniffe und Tricks angewandt, um die Menge an Stoff in ein Heft zu bekommen. Ich denke, er hat das Bestmögliche aus dem knappen Platz herausgeholt und einen zufriedenstellenden Abschluss dieses Schauplatzes geschaffen. Dafür vergebe ich 1,75 Punkte.

In Summe sind das respektable 8 vom 10 neuen Punkten.

Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen.

Warpskala

Warpskala
8 10 0 1
8/10
Total Score
Markus Gersting

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