Die letzten Tage von Pordypor
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Review: Perry Rhodan 3188 – Die letzten Tage von Pordypor

Lesezeit circa: 3 Minuten

Vor einer entsetzlichen Entscheidung – Bull gerät in eine Zeitsenke

Die letzten Tage von PordyporTitel: Die letzten Tage von Pordypor
Autor: Michelle Stern
Zeichner: Arndt Drechsler-Zakrzewski
Erschienen: Freitag, 23. September 2022

Worum geht es in diesem Roman?

Bully steuert mit dem Roten Stern, der Chaosbake, die nächste Station an: die eigentlich untergegangene Heimat der Paramags Pordypor. Gefangen in einer Zeitsenke steht der Untergang der Welt erneut bevor, das Chaos hat aber Interesse am entarteten PEW-Metall.

Der Leseeindruck

Eigentlich sollte man als Kritiker unvoreingenommen an einen Roman herangehen, aber als Fan der Serie hat man dann doch so seine Vorlieben aber auch Dinge, die man nicht mag. Stürme im Wasserglas gehören für mich zu den Dingen, die ich überhaupt nicht mag, und nachdem ich einen Blick auf das Setting des Romans geworfen hatte, versprach es genau das zu werden. Eine weitere Zeitreise mit den Mitteln des Chaoportes in die Vergangenheit. Die letzten Abenteuer in der Richtung hatten nicht wirklich viel Auswirkungen auf die Milchstraße, und zudem ist bei Perry Rhodan gesetzt: Es geschieht, weil es geschah. Ganz schlechte Vorzeichen, wenn man so oder so schon kein Fan von Zeitreisen ist.

So mag es niemanden wundern, dass die Lektüre des Romans, trotz einiger toller Ansätze, eher eine zähe Angelegenheit war. Dann überraschte mich Michelle Stern aber mit einigen wirklich tollen Wendungen im Roman, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Die Sache wurde doch noch interessant und spannend. Zwei wohl als Erdungs- oder Bezugspersonen mit aufgenommene Nebencharaktere entwickelten eine schöne Beziehungs-Chemie, aber auch Bully hat einiges an Interaktion mit den Chaosmächten. Einmal mit seinen neuen Untergebenen, aber was für mich eine angenehme Überraschung war: mit seinem neuen Vorgesetzten.

Ich mag den differenzierteren Blick auf die Chaosmächte, auch wenn dadurch der Zyklus deutlich handzahmer wird als zum Beispiel Robert Feldhoffs Doppelzyklus um die Terminale Kolone Traitor.

Ich bin definitiv gespannt, wie es weitergeht, in der nächsten Woche kündigt sich ja das Aufeinandertreffen zwischen Chaos- und Ordnungsmächten an.

Die Punktevergabe

Immersion (max. 4 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt): Das Setting war nicht so meins und der Anfang gestaltete sich etwas zäh. Trotz des tollen Schlusses kann ich hier leider nur 1,75 Punkte vergeben.

Der Sense-of-Wonder Anteil (max. 2 Punkte): Fans von höheren Mächten aber auch von Dingen zum nochmal darüber Nachdenken kommen bei dem Roman definitiv auf ihre Kosten, und ich vergebe volle 2 Punkte. Fast bin ich versucht, wieder Bonuspunkte einzuführen.

Die Zyklushandlung (max. 2 Punkte), bzw. der übergeordnete Spannungsbogen: Zuerst dachte ich mir, das wird wieder ein weiteres Abklappern von Station ähnlich wie im Chronofossilen-Zyklus, dann kamen aber noch tolle Wendungen. Ich bin definitiv gespannt, wie der Zyklus weitergeht, und vergebe 1,75 Punkte.

Die Leistung des Autors, d. h. Sprache und Ausdruck (max. 2 Punkte): Michelle Stern hat meiner Meinung nach das Beste aus der Vorlage herausgeholt. Tolle Charaktere, ein tolles Interagieren der Figuren miteinander und einige wirklich überraschende und tolle Wendungen ergeben bei mir volle 2 Punkte.

Das ergibt in Summe 7,5 von 10 Punkte.

Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen.

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Markus Gersting

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