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In einem Habitat aus Raumschiffswracks – sie lieben das Lösen von Rätseln

Die ExegetenTitel: Der Mann aus Glas
Autor: Michelle Stern
Zeichner: Swen Papenbrock
Erschienen: Freitag, 16. Juni 2023

Worum geht es in diesem Roman?

Die Panjasen sind der MAGELLAN auf der Spur, da sie die SAN ANTONIO präpariert haben. Die SAN ANTONIO wird aufgegeben und startet ein Ablenkungsmanöver. Dabei entdecken die Galaktiker die Exegeten, deren Lebensinhalt das Lösen kosmischer Rätsel ist. Warum diese Tüftler nicht zur Entschlüsselung des ES-Artefakts nutzen? Die Panjasen tun das ja schließlich auch.

Der Leseeindruck

Es ist schon erstaunlich, wie der Anfang eines Romans die Grundstimmung für den ganzen Roman setzt.

Für diesen Roman stelle ich fest: Der Panjasen-Vibe ist wieder da und das ist für mich leider nichts Gutes. Der Weg in die Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert und das demonstrieren die Panjasen bzw. der Panjase Kinur, in diesem Roman wieder in Reinkultur. Nach dem mindestens zehnten Roman in dieser Ausprägung triggert mich dieses Schema. Ich fühle mich dabei schlicht und ergreifend unwohl. Es bleibt eine ganz miese Grundstimmung.

Somit ist leider etwas der Schwung der Vorgängerromane verloren und das, obwohl vom Expose her alle Elemente, die die Vorgängerromane stark gemacht haben, vorhanden waren, und auch die Exegeten durchaus ihren Charme entfalten können. Ich bin ein Freund des Sense-of-Wonders und ich mag es, wenn die Handlung fließt.

Wobei ich mich in puncto Zyklusfortschritt nicht beklagen kann. Ich hoffe auf einen möglichst Panjasen-armen zweiten Teil des Doppelromans aus Michelle Sterns Feder. Es scheint sich eine Lösung für eines der Probleme der Galaktiker anzukündigen.

Die Punktevergabe

Immersion (max. 4 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt): Der Anfang hat mich aus dem Lesefluss geworfen und so kann ich leider nur 1,75 Punkte vergeben.

Der Sense-of-Wonder-Anteil (max. 2 Punkte): Es sind alle Elemente vorhanden, die Sense-of-Wonder versprechen, und die kommen auch durch. Ich vergebe hier volle 2 Punkte.

Die Zyklushandlung (max. 2 Punkte) bzw. der übergeordnete Spannungsbogen: Wir sind im Handlungsstrang und es geht voran, ich vergebe hier 1,5 Punkte.

Die Leistung des Autors, d. h. Sprache und Ausdruck (max. 2 Punkte): So ganz überzeugt mich die Komposition dieses Romans leider nicht, was aber an der Wahl der Tonalität liegt. Die Exegeten haben aber durchaus ihren Charme und so vergebe ich 1,5 Punkte.

Das ergibt in Summe 6,75 von 10 Punkten.

 

Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen. Oder für Leute mit viel Zeit die anschließende Teelänge.

 

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Markus Gersting

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