Review: Star Trek – Corps of Engineers 10: Achtung, Monster

Lesezeit circa: 4 Minuten

Achtung, Monster! heißt es in Star Trek – Corps of Engineers 10.

Vorsicht, Warnung!

Die Portalkrise mag vorbei sein. Doch derweil ein Großteil der Sternenflotte wieder ihren normalen Tätigkeiten nachgeht, ist die U.S.S. DaVinci mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Diese haben sie aktuell nach Tellar befördert, wo sie allerdings ein außergewöhnlicher Notruf erreicht.

Denn die Welt Maeglin hat ein Problem. Monster sind während der Portalkrise auf dem Planeten erschienen und sorgen dort für jede Menge Zerstörung. Etwas muss gegen diese Kreaturen gemacht werden. Und es ist Aufgabe des Ingenieurcorps, dies zu erledigen.

Auf antiken Karten konnte man oft in unerforschten Gebieten Here there be Monsters! lesen, was auch der Titel des englischen Originals ist. Achtung, Monster! Ist eine passende Übersetzung ins Deutsche. Denn beide Buchnamen machen klar, dass es eben um diese Monstrositäten geht, die die Handlung bereichern.

Die erinnern doch an…

Geschrieben wurde der Roman erneut von Keith R. A. DeCandido, dessen fünfter Beitrag zur Corps of Engineers-Reihe das jetzt ist. Und man merkt, im positiven Sinne, eine gewisse Routine, was seine Geschichten für diese Serie angeht. Gemeint ist damit, dass er mittlerweile die Charaktere und ihre jeweiligen Eigenheiten kennt und im Falle von Achtung, Monster! durch kleine Momente weiterentwickelt.

So wird erneut die merkwürdige Angewohnheit von Dr. Lense thematisiert, immer mehr ihrer Arbeiten dem medizinischen Notfallhologramm Emmet zu überlassen. Der Plot wird nicht aufgelöst. Aber es wird auf jeden Fall für Interesse gesorgt, da man wissen möchte, wann und wie dieser Handlungsfaden weitergeführt wird.

Doch Achtung, Monster! dreht sich hauptsächlich um die titelgebenden Kreaturen. Und diese hat Keith R. A. DeCandido nach gewissen Kaiju-Wesen modelliert. Man hat eine große zweibeinige Echse, eine riesige Motte oder ein pterodactylähnliches Wesen, die die Welt Maeglin auf ein Mal terrorisieren. Ähnlichkeiten zu Godzilla und Co sind natürlich vollkommen beabsichtigt und sind wunderbare Anspielungen.

Ein alleinstehender Epilog

Die Geschichte gilt als ein Epilog zu der Portale-Storyline, von der ja zwei Teile hierzulande in Dämonen der Luft und Finsternis sowie Kalte Kriege erschienen sind. Doch muss man kein Vorwissen über diese Romane besitzen, da Achtung, Monster! für sich alleine steht. Beziehungsweise der Autor dort, wo es notwendig ist, das entsprechende Wissen mitliefert. Was nicht selbstverständlich ist und dementsprechend gelobt werden muss.

Die Story selbst entwickelt sich auf 62 Seiten wunderbar unvorhersehbar. Nichts ist so, wie es ursprünglich aussieht. Figuren, von denen man vorher dachte, sie wären Freunde, sind auf einmal Feinde und umgekehrt. Dabei werden auch die Charaktere, die nur in Achtung, Monster! eingeführt werden, hervorragend charakterisiert.

Wenn es an diesem Roman etwas zu kritisieren gibt, dann, dass das Ende gefühlt zu schnell geschieht. Die Geschichte hätte durchaus noch ein paar mehr Seiten vertragen können, um ein Finale zu haben, das nicht überstürzt wirkt.

Gleichzeitig muss man aber auch betonen, dass dies eher Meckern auf hohem Niveau ist. Denn Achtung, Monster! ist eine der besten Corps of Engineers-Geschichten.

Star Trek - Corps of Engineers 10 Achtung Monster
Cover © Cross Cult

Bewertung 12/15

Autor: Keith R. A. DeCandido
Titel: Star Trek – Corps of Engineers 10: Achtung, Monster!
Originaltitel: Star Trek – Corps of Engineers: Here there be Monsters!
Übersetzer: Susanne Picard
Verlag: Cross Cult
Erschienen: 04/2015
Einband: eBook
Seiten: 63
ISBN: 978-3-86425-709-4
Sonstige Informationen:
Produktseite

 


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Götz Piesbergen
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