Review: Star Trek – Corps of Engineers 14: Gewährleistungsausschluss

Lesezeit circa: 4 Minuten

In Gewährleistungsausschluss haben die Ferengi einige Probleme.

Eine Premiere

So hatte sich das DaiMon Forg nicht vorgestellt. Eigentlich wollte er nur billig einen neuen Computer kaufen. Doch dann sorgt dieser dafür, dass er und seine Kollegen durchdrehen und sich nicht mehr normal verhalten. Nur DaiMon Phug kann noch rechtzeitig fliehen.

Nur, um dann ausgerechnet von dem Föderationsraumschiff U.S.S. DaVinci aufgefischt zu werden. Deren Besatzung nach einem gefährlichen Vorfall ein Team losschickt, um sich die Sache näher anzugucken. Doch vor Ort finden sie alles vor, nur nicht das Erwartete.

Mit Gewährleistungsausschluss liegt ein eher ungewöhnlicher Corps of Engineers-Roman vor. Zunächst einmal ist er mit 190 Seiten der bislang umfangreichste Beitrag zu der Romanserie. Und er wurde von Ian Edington und Mike Collins zusammen verfasst, deren erste und auch einzige Geschichte im Litverse diese ist. Die beiden haben zwar bereits schon zuvor gemeinsam Stories zu Star Trek beigesteuert. Doch geschah das in der Welt der Comics, genauer gesagt der Comicserie The Early Voyages, die die Abenteuer der Enterprise unter Captain Christopher Pike darstellte. Wobei Ian Eddington die Plots zu den Heften beisteuerte, während Mike Collins für die Illustrationen zuständig war.

Ferengis halt

Ihr Roman ist eine vergnügliche Geschichte, in der sie auf die Eigenarten der Ferengi eingehen, Figuren exzellent charakterisieren und einen Rückgriff auf die TOS-Ära machen. Es mag auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig sein, 190 Seiten in der Corps of Engineers-Reihe zu lesen. Doch gelingt es beiden Autoren, diesen Umfang sehr gut zu füllen.

Gewährleistungsausschluss ist dabei eine herrlich komische Geschichte. So kriegen normale Ferengi Panik, als ein gefürchtetes Mitglied ihrer gierigen Spezies seine Rückkehr ankündigt. Oder aber, als der gerettete DaiMon Phug sich zickig zeigt, weil er von einer Frau untersucht wird, die noch dazu vollständig bekleidet ist. Man vergisst ja gerne, dass bei diesen Aliens die Frauen, Weibliche genannt, keine Rechte haben und nackt herumzulaufen haben.

Diese Details werden wunderbar komisch präsentiert. Sorgen aber auch gleichzeitig für den Wiedererkennungswert der Ferengi. Denn als Kenner von Star Trek erwartet man eben so etwas. Umso schöner, dass Ian Eddington und Mike Collins auf solche Dinge achten und entsprechend präsentieren.

Lustig und interessant zugleich

Doch auch die Mitglieder der DaVinci kommen in Gewährleistungsausschluss zur Geltung. Vor allem ab dem Moment, wo sie auf dem Ferengi-Händlerschiff sind, wird sich hauptsächlich auf sie fokussiert. Dabei erleben sie dort ein spannendes Abenteuer, wo versucht wird, sie zu einer neuen Philosophie der Ferengi zu bekehren bzw. als sie dies nicht machen, angreift.

Von den entsprechenden Besatzungsmitgliedern profitiert vor allem die Sicherheitschefin des Raumschiffs von den Ereignissen. Auch hier bauen die beiden Autoren wiederholt wunderbar komische Momente ein. Etwa, als Domenica Corsi sich dazu bekennt, dass sie die Erwerbsregeln der Ferengi nicht nur gelesen hat, sondern ebenso auswendig kann. Und diese mit Sun Tzus Werk gleichsetzt, weil beide gleich kriegerisch sind. Ein lustiger Augenblick, bei dem man allerdings gleichzeitig auch ein wenig mehr über den Charakter erfährt.

Gewährleistungsausschluss ist ein grandioser Corps of Engineers-Roman. Schade, dass von beiden Autoren nicht noch mehr solcher Geschichten kamen.

Star Trek - Corps of Engineers 14 - Gewährleistungsausschluss
Cover © Cross Cult

Bewertung 15/15

Autor: Ian Edington, Mike Collins
Titel: Star Trek – Corps of Engineers 14: Gewährleistungsausschluss
Originaltitel: Star Trek – Corps of Engineers: Caveat Emptor
Übersetzer:  Susanne Picard
Verlag: Cross Cult
Erschienen: 08/2015
Einband: eBook
Seiten: 190
ISBN: 978-3-86425-713-1
Sonstige Informationen:
Produktseite

 


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Götz Piesbergen
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