Review: Star Trek Lower Decks 14 – Mugato, Gumato

Lesezeit circa: 6 Minuten

In Mugato, Gumato sorgt eine Kombination aus Gerüchten, Ferengis und Mugatos für jede Menge Ärger.

Die pure Eskalation

Wilde Mugatos sind auf einer Welt aufgetaucht, wo sie eigentlich nicht hingehören. Die Cerritos soll sich der Lage annehmen. Doch die Situation eskaliert, als sich herausstellt, dass Ferengi hinter allem stecken, und ein Sturm für große Verwirrung sorgt. Brad Boimler (Jack Quaid) und Sam Rutherford (Eugene Cordero) geraten dabei in Panik und kommen am Ende vom Regen in die Traufe.

D’Vana Tendi (Noël Wells) erhält von Dr. T’Ana (Gillian Vigman ) einen besonderen Auftrag. Sie soll eine Liste von Patienten abarbeiten, die nicht zu ihrer Routineuntersuchung gekommen sind. Da diese nicht immer willens sind, sich von der Orionerin untersuchen zu lassen, greift diese bald zu ungewöhnlichen Mitteln.

Es ist erstaunlich, wie routiniert Lower Decks es mittlerweile schafft, nicht nur zwei, sondern gleich drei Handlungsstränge in eine Episode unterzubringen. Das merkt man auch in Mugato, Gumato, wo neben den bereits erwähnten Plots gegen Ende noch ein dritter mit hinzukommt, in der Captain Carol Freeman (Dawnn Lewis) es mit dem Gauner Hyde zu tun hat.

Fehler werden gut gemacht

Dabei handelt es sich um eine Folge, die mal wieder in beinahe jederlei Hinsicht überzeugen kann. Wobei vor allem die Charakterarbeit exzellent ist. So wird die Freundschaft zwischen Mariner (Tawny Newsome) , Boimler und Rutherford gefestigt, derweil Tendi Eigenverantwortung lernt.

Vor allem der letztgenannte Plot ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Macher von Lower Decks die Fehler der ersten Season dieses Mal vermeiden. Denn die Orionerin hat in den letzten Folgen eine große Entwicklung gemacht. Was in Mugato, Gumato weitergeführt wird. Denn hier sieht man, wie sie eigenständig wird und lernt, quasi auf den Füßen zu denken. Natürlich sind die Momente, in denen man sieht, wie sie die unwilligen Patienten erwischt und scannt, kleine Augenblicke der Heiterkeit. Gleichzeitig merkt man allerdings auch, wie intelligent sie vorgeht und wie sehr sie sich in die Aufgabe verbeißt. So führt sie ihre Mission bis zur Selbstaufopferung durch, im wahrsten Sinne des Wortes.

Doch das Hauptaugenmerk liegt natürlich auch dem Trio Mariner, Boimler und Rutherford. Eine Figurenkonstellation, die es so noch nie zuvor in der Lower Decks-Serie gab. Denn früher kamen nur 2er- oder 4er-Kombinationen vor. Allerdings ist auch dieses Figurenensemble eins, dass den jeweiligen Charakteren gut tut.

Typisch Star Trek, typisch Lower Decks

Ausgangspunkt ist das Gerücht, dass Becket Mariner in Wahrheit in Black-Ops-Offizier ist, da sie, wie die Einführungsszene beweist, eine Kampfmaschine ist, die aus Schmerzen Motivation bezieht. Selbstverständlich ist an diesem Hörensagen nichts Wahres dran, auch wenn es natürlich stimmt, dass die Tochter des Captains sich im Kampf durchaus zu behaupten weiß. Es gibt später eine gelungene Erklärung dafür, woher dieses Gerücht stammt, aber ansonsten sieht man hauptsächlich die Konsequenz, die es auf den Plot hat. Gleichzeitig erfährt man ebenfalls, wieso dieses Gerücht in die Welt gesetzt wurde bzw. weshalb die auslösende Person das tat. Und am Ende von Mugato, Gumato ihre Tat wiederholt, wenn auch mit einer anderen Fama. Was natürlich wieder exzellente Charakterarbeit ist, da man so einen Einblick in das Seelenleben der Figur kriegt.

Sehr schön ist auch, wie der Plot um die Mugatos aufgelöst wird. Hier geht Lower Decks den klassischen Star Trek-Weg, indem es eine Lösung hat, die nicht naheliegt und dabei gleichzeitig intelligent ist. Vor allem für Boimler und Rutherford ist dies der Moment, wo sie glänzen können und dabei auf Kenntnisse setzen, die sehr ungewöhnlich sind.

Interessant ist auch, dass Lieutenant Shax den Außentrupp leitet. Wie es scheint, hat sich sein Tod mildernd auf seinen Charakter ausgeübt, da er längst nicht mehr so wild und kampfeslustig wirkt, wie noch in der ersten Season. Sein Nachfolger Kayshon hat in Mugato, Gumato einen Kurzauftritt, wo er allerdings nichts spricht. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Macher der Reihe diese Figur nicht vergessen haben. Und hoffentlich erhält er demnächst wieder etwas mehr Handlung.

Muss das sein?

Das Geniale an der Episode sind natürlich die ganzen Anspielungen auf die Star Trek-Historie. Die Übeltäter, überwiegend Ferengis, erinnern in ihrem Aussehen und Auftreten mehr an ihren Erstauftritt aus der Das nächste Jahrhundert-Folge Der Wächter, derweil die Denobulaner mit ihrem Aufblasgesicht aus Star Trek – Enterprise bekannt sind. Der Titel hingegen ist eine Hommage an The Original Series. Dort hatten die Primaten ihren ersten und bislang auch einzigen Auftritt in Der erste Krieg. Gleichzeitig ist es ebenfalls eine Anspielung darauf, dass sie im ursprünglichen Drehbuch Gumato hießen. Allerdings hatte damals DeForest Kelley Probleme, den Namen richtig auszusprechen, weshalb er umgeändert wurde.

Mugato, Gumato hat jedoch ein Problem: Mit dem Liebesspiel zwischen den beiden Mugatos sowie dem Voyeur, der davon angetan an sich selber Hand anlegt, zwecks offensichtlichen Gründen, sackt zwischendurch der Humor auf ein gefährlich niedriges Niveau, den die Reihe nicht braucht. Hoffentlich bleibt dies nur ein Ausrutscher.

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Götz Piesbergen
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