Star Trek Lower Decks
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Review: Star Trek Lower Decks 29 – Das große Missverständnis

Lesezeit circa: 4 Minuten

In Das große Missverständnis ereignen sich merkwürdige Dinge.

Merkwürdig

Die Cerritos wird Teil eines neuen Programms mit dem Namen Swing By. Dabei soll das Schiff Planeten besuchen, die früher schon mal von Föderationsschiffen besucht worden sind. Hierzu soll eine Reporterin (Alison Becker), die mit an Bord ist, alles beobachten und darüber öffentlich berichten. Für Captain Freeman (Dawnn Lewis) Anlass genug, ihr Schiff auf Vordermann zu bringen, um, nur den besten Eindruck zu hinterlassen.

Doch dabei schießt sich übers Ziel hinaus, weshalb ihre Tochter Beckett Mariner (Tawny Newsome) vorhat, der Reporterin die reine Wahrheit über das Schiff zu erzählen. Als dann allerdings jemand schlecht über die Cerritos redet, fällt natürlich sofort der Verdacht auf sie. Aus diesem Grund verbannt ihre Mutter sie auf Sternenbasis 80. Doch könnte es sein, dass der Captain vorschnell gehandelt hat?

Das große Missverständnis ist eine merkwürdige Episode. Man merkt ihr an, dass die Serienmacher bestimmte Ziele hatten. Die sie damit auch erreicht haben. Doch der Preis dafür könnte zu groß sein.

Ein Rückgriff auf alte Zeiten

Allerdings ist das ebenfalls eine Folge, in der man einmal mehr die Kenntnisse der Verantwortlichen von der Star Trek-Historie bewundern kann. Und wie sie dieses Wissen ausnutzen, um eine interessante Geschichte draus zu spinnen. Denn in diesem Fall wird die Cerritos einer neuen Mission zugewiesen, in der sie Planeten aufsuchen soll, die früher von Föderationsschiffen besucht worden sind.

Natürlich erinnert das an die ursprüngliche Mission des Schiffes, nämlich für den zweiten Kontakt. Doch dieses Mal scheint der neue Auftrag weiter gefasst zu sein. Was man in Das große Missverständnis daran sieht, dass die Cerritos die Welt Ornara aus der TNG-Folge Die Seuche wieder aufsucht.

Es ist interessant, wenn man sieht, wie sich dieser Planet verändert hat. Man erhält einen guten Eindruck davon, was geschehen ist. Und wie er sich trotz der Umstände zum Guten gewandelt hat.

Ein antagonistisches Wiedersehen

Dabei ist Das große Missverständnis vor allem eine Freeman- und Mariner-lastige Folge. Die Beziehung der beiden wird beleuchtet und wie sie sich verändert haben. Oder eben auch nicht, aber dazu gleich mehr.

Das heißt natürlich, dass die Freunde von Mariner nur am Rande auftauchen. Doch die wenigen Szenen, wo sie zu sehen sind, beweisen, dass sie zu ihrer Freundin stehen, komme was wolle. Es beweist, wie sehr das Quartett seit Anbeginn der Serie zusammengewachsen ist.

Auch der finale Akt von Das große Missverständnis ist grandios. Weil hier einiges geschieht. Es gibt ein Wiedersehen mit einer bekannten antagonistschen Spezies. Und es kommt zu einem großen Rettungsmanöver.

Ein merkwürdiges Verhalten

Doch die Art und Weise, wie all dies abläuft, erweckt Misstrauen. Es wirkt zu glatt, zeitlich zu passend. Irgendetwas ist hier los. Vor allem, als dann enthüllt wird, was genau die wahre Natur ihrer Rettung ist. Dass hier etwas gewaltig im Argen liegt, sieht man schon von Weitem kommen.

Immerhin wird in der letzten Szene elegant das Finale von Spiegelbilder aufgegriffen. Wer genau wissen möchte, was gemeint ist, dem empfehle ich vorher nochmal diese Episode zu sehen. Denn die Art und Weise, wie es aufgegriffen wird, ist genial.

Womit wir allerdings zum Schwachpunkt von Das große Missverständnis kommen. Einmal mehr agiert Captain Freeman engstirnig und merkwürdig. Genau wie in Das Psycho-Gestein wird in dieser Episode ihr Charakter mehr beschädigt, als weiterentwickelt.

Schwach

Man erlebt mit, wie Freeman sämtliche Freizeitaktivitäten verbietet und potentielle Störungsquellen elegant aus dem Weg räumt. Alles nur, um einen guten Eindruck bei der Reporterin zu hinterlassen. Und leider ist dies noch nicht das Einzige, wo sie über die Stränge schlägt.

Auch ihr Verhalten gegenüber ihrer Tochter ist absolut schäbig und wirkt wie ein Rückfall in die erste Season, wo beide einander nicht grün waren. Dass sie sie mit Schimpf und Schande auf die Sternenbasis 80 versetzt, weil sie sie im Verdacht hat, die Quelle zu sein, die für das schlechte Image gesorgt hat, wirkt übertrieben. Genauso, wie fast die gesamte Crew wegen der Aussage des Captains negativ auf Mariner reagiert.

Als Einleitung ins Finale ist Das große Missverständnis entsetzlich schwach. Man kann nur hoffen, dass das in der letzten Episode der Season ausgeglichen wird.

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Warpskala

Warpskala
6 10 0 1
6/10
Total Score

Positiv

  • Ende der Folge erweckt Misstrauen
  • Auftauchen alter Feinde

Negativ

  • Captain Freemans Verhalten
  • Verhalten der Crew der Cerritos
Götz Piesbergen
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