Review: Star Wars – Legacy: Tatooine

Lesezeit circa: 7 Minuten

Nach dem Tod Darth Krayts kehren Cade Skywalker und seine Freunde zu ihrem Piratenleben zurück. Dabei handeln sie sich jedoch einigen Ärger ein und Cades Vergangenheit lässt ihn ebenfalls nicht los.

TatooineDie Handlung

Der Krieg gegen die Sith tobt zwar weiter in der Galaxis, doch mit der vollendeten Rache an Darth Krayt zieht sich Cade Skywalker aus dem Geschehen zurück. Zusammen mit Delilah Blue und Jariah Syn überfällt er Überfallkommandos der Schwarzen Sonne und jagt ihnen die Beute ab, die die Piraten gerade erst selbst dem Imperium abgenommen haben. Per Jedi-Trick redet Cade den Imperialen anschließend ein, die Schwarze Sonne stecke allein hinter den Überfällen. So spielt er die beiden Seiten gegeneinander aus und macht sich mit der Beute davon.

Die Raubzüge der Schwarzen Sonne kommen allerdings auch nicht von ungefähr. Die auf Tatooine stationierte Moff Gromia, welche passenderweise in Gardullas altem Huttenpalast residiert, steckt hinter allem und kassiert dafür einen Anteil. Gegenüber ihren Vorgesetzen gibt sie sich dabei ahnungslos. Nyna Calixte entsendet ihre Tochter Gunner Yage, um der Sache auf den Grund zu gehen. Ein gefährlicher Auftrag, denn Moff Gromia erbittet bei der Schwarzen Sonne ein paar Attentäter, die Yage und auch Skywalker ausschalten sollen. Sie selbst will sich um Morrigan Corde kümmern, unwissend, dass dies die Mutter der beiden ist.

Tochter und Sohn wissen ebenfalls nichts voneinander und treffen schließlich auf Tatooine zusammen. Während Blue sich als Mitglied der Imperialen Mission ausgibt und Syn ebenfalls krummen Geschäften nachgeht, überrumpelt Yage ihren Halbbruder und nimmt ihn fest. Als sie jedoch in der Wüste von den Attentätern angegriffen werden, müssen sie zusammenarbeiten, um zu überleben.

Der Geist von Luke führt Cade schließlich in eine sichere Unterkunft, dem einstigen Anwesen von Lars Owen und Beru. Die kleine Familiengeschichtsstunde missfällt dem Skywalkerabkömmling jedoch derart, dass ihm die dunkle Seite in den Augen steht. Luke warnt ihn vor diesem Pfad, doch es bleibt unklar, ob diese Vision überhaupt echt ist. In der Realität haben nämlich die beiden Anzati-Attentäter ihre Tentakel in die Köpfe von Cade und Yage gebohrt und stehen kurz davor, den beiden das Hirn auszusaugen.

Im letzten Moment kommt Cade zu sich und kann Schlimmeres verhindern, außerdem eilt ihm und seiner Halbschwester bereits die Mutter zu Hilfe, Jariah Syn im Schlepptau. Gemeinsam können sie die Attentäter überwinden und anschließend erteilt Morrigan Corde Yage den Befehl, Cade laufen zu lassen und sich stattdessen um Moff Gromia zu kümmern.

Corde geht derweil mit ihrem Sohn und Jariah an Bord der Raumstation der Schwarzen Sonne. Während Cade ein Abkommen mit dem Verbrecherboss Lun Rask aushandelt, erschießt seine Mutter diesen kurzerhand. Das lässt den jungen Skywalker abermals auf die dunkle Seite abgleiten und nachdem Corde sich als seine Mutter zu erkennen gegeben hat, will er einfach nur noch weg von ihr.

Blues Tarnung in der Imperialen Mission ist in der Zwischenzeit aufgeflogen, doch der Missionar hilft ihr dennoch, da dies seine Aufgabe ist. Die Mission wurde noch unter Roan Fel gegründet, um das Imperium als Wohltäter erscheinen zu lassen. Eine Taktik, die Darth Wyyrlok nicht weiter zu verfolgen gedenkt. Der vorübergehend als Regent inthronisierte Großadmiral Veed hat dabei nicht wirklich etwas mitzureden.

Am Ende des Bandes gibt es noch die Bonusgeschichte Unter Beschuss, die im ersten Jahr des Sith-Imperialen Krieges spielt. Die Galaktische Allianz hat die Mandalorianer angeworben, um den Planeten Botajef zu verteidigen. Nachdem der Mandalore Chernan Ordo gefallen und die Lage aussichtslos geworden ist, tarnt sich Hondo Karr als Imperialer, um zu überleben. Jahre später ist Karr für die Allianz auf einer Mission zu einem Hutten auf Da Soocha, wo einige Mon Calamari Asyl erhalten haben. Dort wird er von einer Mandalorianerin gestellt, die ihn für einen Verräter hält. Der wahre Grund, warum sie ihn töten soll, ist jedoch, dass er der letzte lebende Zeuge ist, der den wahren Verräter Yaga Auchs kennt. Dieser ist inzwischen der neue Mandalore.

Rezension von Legacy: Tatooine

Es ist wirklich bitter, dass Cade Skywalker in alte Verhaltensmuster zurückfällt. Er will weder Jedi noch Sith sein und wandelt weiter in einer Grauzone, bestiehlt jene, die es verdient haben. Tatooine ist dabei der denkbar schlechteste Ort, um vor seiner Vergangenheit als Jedi-Padawan zu fliehen, denn hier sind seine Ahnen Anakin und Luke Skywalker aufgewachsen. Passend dazu gibt es ein Familientreffen mit seiner Mutter und seiner Halbschwester, die ihm jedoch noch nicht als solche offenbart wird.

Etwas unglaubwürdig ist dabei, dass Gunner Yage ihre Mutter in der Verkleidung als Morrigan Corde nicht erkennt. Okay, als Nyna hat diese ihr Äußeres stark verändert, aber an der Stimme müsste ihre Tochter sie doch erkennen. Cade ist allerdings noch weniger ein Familienmensch. Corde/Calixte hat am Ende in beiden Rollen als Mutter versagt.

Zumindest versagt sie aber nicht beim Ausschalten von Verbrechern. Sie macht nicht nur mit Lun Rask kurzen Prozess, sondern schaltet ebenso dessen Attentäter aus. Die beiden Anzati sind dabei besonders widerwärtig. Bisher tauchte diese Spezies nur im erweiterten Universum, also in Büchern und Comics auf. Die Anzati sind augenscheinlich humanoid, können aber über zwei Hautfalten im Gesicht Tentakel ausfahren, die sie in fremder Leute Nasen stecken, um deren Gehirne auszuschlürfen. Neben der Nahrung nehmen sie dabei auch die Erinnerungen ihrer Opfer auf. Das sorgt für einen maximalen Gruselfaktor.

Die Bonusgeschichte bildet diesmal wieder eine abgeschlossene Handlung, wie zuletzt Sturmtruppler vs. Sturmtruppler. Die darin auftretenden Charaktere spielen später keine Rolle mehr, man erfährt lediglich etwas über die Nebenschauplätze des Sith-Imperialen Krieges. Optisch kann diese Kurzgeschichte ebenfalls nicht mit der Haupthandlung mithalten, der Zeichenstil ist deutlich grober. In der Hauptgeschichte ist dagegen alles gewohnt perfekt.

Fazit

Cade Skywalker kann sich immer noch nicht so recht für eine Seite entscheiden. Er bleibt ein schwieriger Charakter, nur gegenüber seinen Freunden ist er stets loyal. Somit beschäftigt sich dieser Band einmal mehr mit der Selbstfindung des Hauptprotagonisten. Der Krieg tritt dabei vorübergehend in den Hintergrund. Erschienen ist Band 6 Tatooine u. a. als hochwertige Hardcover-Ausgabe mit der Nr. 58 in der Star Wars-Comickollektion.

Bewertung: 14/15

Text: John Ostrander & Jan Duursema
Zeichnungen: Jan Duursema & Kajo Baldisimo
Farben: Brad Anderson & Jesus Aburto
Verlag: Panini
Sonstige Informationen:

Produktseite


Wir brauchen euren Support!

 

Viele Magazine im Web werden über Werbung finanziert. Wir haben bewusst darauf verzichtet, damit euer Erlebnis auf unserer Seite möglichst ungestört ist. Wir bieten euch News, Reviews, Artikel, Videos und einen Podcast zu mittlerweile fast allen Bereichen der Phantastik. Wir haben keinen Clickbait, keine Fakenews und auch keine Paywall.

 

Die Kosten steigen, die wenigen Einnahmen sinken, auch dank der derzeitigen Situation. Wir wollen uns keine goldene Nase verdienen, aber es wäre schade, wenn wir die Seite irgendwann deswegen einstellen müssten.

 

Es ist auch ganz einfach. Ihr könnt uns regelmäßig ab 1 € monatlich bei Steady unterstützen, einmalig per PayPal oder ihr werft einfach mal einen Blick in unseren warpShop. (Die Shirts sind erste Sahne, Ehrenwort!)

 

Wenn ihr euch für eine Tätigkeit bei uns interessiert, dann ist die Seite MITMACHEN genau richtig.

 

Für den Fall, dass ihr noch mehr Infos haben wollt, findet ihr diese unter SUPPORT US. Dort findet ihr auch unsere Ref-Links.

 

Wir danken euch.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: