[Review] WandaVision 5 – In dieser ganz besonderen Episode…

Lesezeit circa: 6 Minuten

Vision wird immer skeptischer über diese Realität.

Was geht ab?

Die frischgebackenen Eltern versuchen Billy und Tommy zum Schlafen zu bewegen, was ihnen aber misslingt. Agnes (Kathryn Hahn) schaut vorbei und bietet ihre Hilfe beim Babysitten an. Die Kinder sind plötzlich fünf und finden einen Hund, den sie nicht behalten dürfen, bevor sie zehn sind und somit werden sie kurzerhand zehn.  Die Außenwelt versucht Kontakt mit Wanda (Elizabeth Olsen)  aufzunehmen. Das findet sie nicht sehr amüsant, also besucht sie S.W.O.R.D. außerhalb ihrer eigenen Welt. Aber auch in ihrem eigenen kleinen Kosmos ist nicht mehr alles, wie es sein sollte. Vision (Paul Bettany) ahnt, dass sie hier alles kontrolliert und stellt sie zur Rede. Just in dem Moment klingelt es und ihr Bruder Pietro steht an der Tür.

WandaVision 5 - In dieser ganz besonderen Episode...

Das Intro

Wir sind in den 80ern angekommen. Deswegen denke ich, habe ich alle Referenzen im Intro erkannt ohne nachzuschlagen. Entdeckt habe ich Familienbande (Family Ties, 1982), Unser lautes Heim (Growing Pains, 1985) und Full House (1987). Der Anfang mit der schwarzweißen Zeichnung, die nach und nach koloriert wird, sowie das Ende mit dem gerahmten Familienbild sind aus Familienbande, die Bilder aus dem bisherigen Leben der Akteure aus Unser lautes Heim und die Szenen im Park aus Full House. Auch das Intro klingt typisch für die Zeit.

Es ist bemerkenswert, wie viel Aufwand in diese Miniserie gesteckt wird. Nicht nur, dass wir zwei Avengers als Maincast haben, wir haben drumherum noch eine Menge an Nebencharakteren wie Darcy Lewis (Kat Dennings), die diese Show, anders als z. B. die Netflix-Serien oder Agents of S.H.I.E.L.D., wirklich als Teil des Universums ansehen.

WandaVision 5 - In dieser ganz besonderen Episode...

Die Fassade bröckelt

Nicht nur, dass die Außenwelt von der Maximoff-Anomalie weiß, auch innerhalb des “Hex” verändert sich alles. Die Kinder lassen sich nicht kontrollieren, Vision ist sich nun auch seiner bewusst. Agnes spielt zwar ihre Rolle, fragt aber Wanda direkt nach Regieanweisungen. Norm wird durch Vision einmal aus seiner Kontrolle befreit, er redet dabei aber nur von “sie” und nennt keinen Namen. Das spielt der Dottie-Theorie wieder in die Hände. Wanda weiß auch nicht, wie das alles angefangen hat. Auch dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass Wanda hier eines der Opfer ist und nicht der eigentliche Bösewicht. Könnte es auch einer von außerhalb sein? 

Wir erfahren auch, dass Wanda vor neun Tagen den Körper von Vision gestohlen hat. Die gesamte Handlung, die wir bisher gesehen haben,  spielt sich also maximal innerhalb dieses Zeitrahmens ab. Und wer ist nun die vermisste Person? Bisher haben wir da nicht wirklich Anhaltspunkte, aber im Intro zur zweiten Episode gab es etliche Hinweise auf Wonderman. Falsche Fährte?

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Pietro?

Der tote Quicksilver taucht wieder auf. Oder doch nicht? Immerhin ist es nicht der gleiche Schauspieler, hier wird er von Evan Peters gespielt und nicht von Aaron Taylor-Johnson, der ihn in den bisherigen Auftritten im MCU spielte. Evan Peters spielte die Rolle in den X-Men-Filmen von Fox. Hat Wanda nach Vision nun auch Pietro wiederbelebt? Ich denke nicht. Ich denke, dies ist der Pietro aus dem X-Verse, den die Scarlet Witch nun irgendwie in das MCU geholt hat.

Wenn man bedenkt, dass die Serie in direkter Verbindung zum nächsten Doctor-Strange-Film steht und dieser Multiverse of Madness heißt und obendrein für den nächsten Spider-Man-Film alle ehemaligen Peter-Parker-Darsteller und einige der Gegner gecastet wurden (offizielle Bestätigung steht zu dieser Zeit noch aus), dann ist es naheliegend, dass wir nun auch im Film und Fernsehen ein Multiversum bekommen.

Der nächste große Arc im MCU sollen ja auch die Secret Wars sein. Es gibt mehr als ein Event mit diesem Namen, aber da wir uns dem Multiversum nähern, wird es sich dabei wahrscheinlich um das Event von 2015 handeln. Dazu würde auch passen, dass die Fantastic Four bereits angekündigt wurden.

Und: Wir erfahren hier ja auch, dass Wanda keine Illusionen erzeugt, sondern die Realität verändert.

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Die Werbespots

Es gibt eine Fantheorie zu den beiden handelnden Personen in den Werbespots. Nach dieser handelt es sich dabei um  Wandas Eltern. Das halte ich für möglich, aber in diesem Abschnitt geht es um was anderes. Die Verbindung der Spots zu unserer Hauptfigur war mir schon direkt in der ersten Folge klar. Aber in dieser Folge wurde dieser Eindruck sehr vertieft.

Erst der Stark-Toaster: Ihre Eltern starben durch Stark-Waffen.
Dann die Strucker-Uhr: Das ist der Name des Agenten, der den Zwillingen durch den Tesserakt ihre Kräfte gab.
Die Hydra-Seife: Sie schlossen sich Hydra an, weil sie Stark bekämpfen wollten.
Das Lagos-Küchentuch: Hier zerstörte sie ein Hochhaus, als sie kurzzeitig Kontrolle über ihre Kräfte verlor.

Das ist eine chronologische Reise durch Wandas Geschichte, die sie nach Westview geführt hat. Nette Idee und ich bin mir sicher, dass wir da noch mehr bekommen werden.

Long lost bro get to squeeze his stinkin’ sister to death or what?
-Pietro

Fazit zu In dieser ganz besonderen Episode…

Die Serie wird einfach von Woche zu Woche besser. The plot thickens, wie man so schön sagt, und man merkt einfach die Liebe zum Detail an dieser Serie. So viele Fährten, die gelegt werden. So viele Details und Anspielungen. Bisher haben die Verantwortlichen alles richtig gemacht. So gut, dass ich echt in den bisherigen Reviews meine typische Einleitung “Was geht ab?” vergessen habe. Man möge es mir verzeihen.


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Marco Golüke
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