Spotlight: Derek Jacobi

Lesezeit circa: 5 Minuten

Derek Jacobi ist seit jeher Doctor Who-Fan und wollte schon immer dort einmal mitspielen.

Kindheit und Jugend

Derek Jacobi, geboren am 22. Oktober 1938 in Leytonstone im Osten Londons, hat deutsche Vorfahren. Sein Urgroßvater väterlicherseits war im 19. Jahrhundert aus Höxter, Deutschland, nach England eingewandert. Sein Vater Alfred George Jacobi besaß einen Süßwarenladen und handelte außerdem mit Tabak. Seine Mutter hieß Daisy Gertrude Jacobi (geborene Masters) und war Sekretärin. Derek war ihr einziges Kind. Er besuchte die Leyton County High School und studierte nach seinem Schulabschluss per Stipendium Geschichte an der Universität in Cambridge.

Das Schauspiel interessierte ihn bereits sehr früh. Als sechsjähriger Steppke spielte er beide Hauptrollen in Der Prinz und der Schweinehirt und trat als Jugendlicher dem schulischen Theater Club bei. Bereits damals stellte er Hamlet am National Youth Theatre dar und es ist nicht verwunderlich, dass er statt Professor für Geschichte zu werden, lieber die Bühne betrat und dank einer hervorragenden Darstellung als Edward II eine Einladung des Birmingham Repertory erhielt. Als Henry VIII erregte er die Aufmerksamkeit von Laurence Olivier, der ihn sogleich unter seine Fittiche nahm.

Theater, Theater

Gemeinsam mit weiteren Akteuren gründeten Olivier und Jacobi die Oliviers National Theatre Company. Derek Jacobi spielte Rollen in Stücken wie Othello (als Cassio), The Royal Hunt of the Sun und Hey Fever mit. Dabei spielte er unter anderem im berühmten Old Vic, 1818 als Royal Coburg Theatre gegründet und seit 1963 bekannt als Royal National Theatre, in dem auch Darsteller wie Sir Alec Guinness, Anthony Hopkins, Laurence Olivier, Peter O’Toole und Maggie Smith auf der Bühne gestanden haben.

Dank Olivier konnte Jacobi schließlich sein Filmdebut geben. Er spielte erneut Cassio, diesmal allerdings in der Kinoversion von Othello, welche 1965 ein großartiger Erfolg gewesen war. Nach acht Jahren verließ Derek Jacobi die Oliviers National Theatre Company, um sich nach neuen Möglichkeiten umzusehen. Er war auf den Theaterbühnen als Ivanov, Richard III., Perikles und Orest zu sehen. Überhaupt trat er in recht vielen Shakespeare-Stücken auf, auch im Fernsehen, wo er für die BBC 1978 als Richard II und 1980 als Hamlet aufgetreten war.

Allerdings kam für ihn der wirkliche Durchbruch erst Jahre später, als er in der Serie Ich, Claudius, Kaiser und Gott (1976) den alternden Kaiser Claudius verkörperte. Für diese Rolle gewann er den BAFTA-Preis (British Academy Film Awards). Dabei war er bereits vorher in erfolgreichen Filmen wie Der Schakal (1973) und Die Akte Odessa (1974) zu sehen gewesen.

Broadway, historische Persönlichkeiten und TV

1980 trat er in The Suicide das erste Mal am Broadway auf, gefolgt von einem langanhaltenden Fall von Lampenfieber, das ihn zwei Jahre außer Gefecht setzte. Er schaffte jedoch die Rückkehr als Schauspieler und schloss sich von 1982 bis 1985 der Royal Shakespeare Company an, mit der er einige große Erfolge feiern konnte. So erhielt er für seine Rolle als Benedick in Much Ado about Nothing den Tony Award und den Olivier Drama League und Helen Hayes Awards für seine Rolle als Cyrano de Bergerac.

Überhaupt hatte Derek Jacobi ein Händchen für die Darstellung historischer Persönlichkeiten wie Lord Byron oder Edmund Kean. 1982 verkörperte er den Diktator Adolf Hitler in dem amerikanischen Mehrteiler Inside the Third Reich, was ihm eine Emmy-Nominierung einbrachte. Den Emmy selbst nahm er jedoch für seine Rolle im WWII-Drama Der 10. Mann entgegen. Einen weiteren Emmy erhielt er auf eine sehr ungewöhnliche Weise. Der für seine Shakespeare-Rollen bekannte Derek Jacobi spielte als Gaststar in der Serie Frasier den unglaublich untalentierten Shakespeare-Schauspieler Jackson Hedley.

In den 1990er Jahren übernahm Jacobi die künstlerische Leitung des Chichester Festivals und spielte die Hauptrolle in Onkel Vanya (1996). Ab 2000 glänzte Derek Jacobi unter anderem mit Rollen in Gladiator (2000), Der geheimnisvolle Code (2007), Endgame (2009), The King’s Speech (2010) und Mord im Orientexpress (2017). Auf der Bühne lieferte er brillante Performances ab in Stücken wie Don Carlos, A Voyage ‚Round My Father und  König Lear.

Für die Serie Doctor Who übernahm er den Part des Masters. 2007 spielte er den Master in der Folge Utopia, in der der Master als der alte Professor Yana dargestellt ist und vergessen hat, dass er einst ein Leben als Timelord geführt hat. Ebenfalls 2007 lieh er dem Master im BBC-Webcast Doctor Who: Scream of the Shalka seine Stimme.

Privat ist über Derek Jacobi nicht allzu viel bekannt. Er ist seit 1977 mit dem Schauspieler und Produzenten Richard Clifford zusammen. 2006 begründete das Paar eine eingetragene Lebenspartnerschaft.

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Kirsten P.
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