Terry Carter

Spotlight: Terry Carter

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Bevor er auf der Brücke des Kampfsterns Galactica seinen Dienst antrat, war Terry Carter der erste schwarze Nachrichtensprecher in Boston. Wir gratulieren zum 93. Geburtstag!

Geboren als John Everette DeCoste kam er am 16. Dezember 1928 in Brooklyn, New York, zur Welt. Seine Mutter kam aus der Dominikanischen Republik und sein Vater war Argentinier Afroamerikanischer Herkunft. Zunächst besuchte er die Stuyvesant High School und ging dann nach Boston, um am Hunter College, der Boston University und an der U.C.L.A. zu studieren. Schließlich erreichte er an der Northeastern University seinen Abschluss als Bachelor of Science in Kommunikationswissenschaften.

Meilensteine seiner Laufbahn

Nachdem er am Broadway und Off-Broadway gespielt hat, arbeitete er 1965 bis 1968 bei WBZ-TV in Boston als Nachrichtensprecher. Nach Angaben des Senders hatte er gekündigt, er selbst äußerte sich jedoch später anderweitig. Er sei aufgrund seines Engagements in unterschiedlichen gemeinnützigen Projekten gekündigt worden.

Danach war er zunächst in unterschiedliche TV-Produktionen zu Gast, so konnte man ihn z.B. 1955 bis 1959 in The Phil Silvers Show sehen. Von 1970 bis 1977 spielte er in Ein Sheriff in New York an der Seite von Dennis Weaver. Im Jahr 1974 übernahm er eine tragende Rolle im Blaxploitation-Film Foxy Brown und stand dort mit Pam Grier vor der Kamera.

Bekanntheit erreichte Terry Carter allerdings vor allem durch seine Rolle als Colonel Tigh in der Originalserie Kampfstern Galactica, die 1978-1979 ausgestrahlt wurde. Eigentlich war er als Lieutnant Boomer besetzt worden. Als er sich jedoch unglücklicherweise seinen Knöchel brach, wurde ihm stattdessen die Rolle des Tigh angeboten. Das betrachtet er bis heute eher als einen Glücksfall denn ein Ungeschick, denn mit seinen damals fast 50 Jahren lag ihm die Rolle des Tigh einfach mehr. Im Jahr 1999 beteiligte er sich auch am Kurzfilm Battlestar Galactica: The Second Coming, mit dem Richard Hatch eine Wiederaufnahme der Serie anregen wollte.

In Los Angeles gründete er 1975 eine kleine Produktionsfirma mit Namen Meta/4 Productions Inc. Für die Dokumentation A Duke Named Ellington wurde er 1988 für einen Emmy nominiert. Bereits 1985 erhielt er die beliebte Auszeichnung für K.I.D.S. Mit seiner Produktionsfirma zeigte er sich für mehr als 100 Dokumentationen und Fernsehspots verantwortlich.

Zuletzt stand er 2012 für den Film Agent Hamilton vor der Kamera, eine weitere Adaption der erfolgreichen Buchreihe Coq-Rouge-Reihe des schwedischen Autors Jan Guillou. Dessen Bücher lagen auch schon der Fernsehserie Hamilton zugrunde, an der Terry Carter ebenfalls beteiligt war.

Privatleben

Er heiratete Beate, die leider 2006 verstarb. Im Jahr 2009 ging er erneut den Bund der Ehe mit Selome Zenebe ein. Er verbringt einen Großteil des Jahres in Skandinavien.

Terry Carter im Web

Melanie Frankl
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