Nach dem explosiven Auftakt ist diese Folge eine reine Bottle Show mit einem tragischen Ende.
Das ist nicht gut
Immer wieder wird das Stargate auf der Erde angewählt und prallen die Invasoren an der Iris ab. Unterdessen werden Expeditionen zu anderen Planeten geplant. Die aber wegen den ständigen Attacken nicht durchgeführt werden können, sehr zum Frust der jeweiligen Teams.
Derweil versucht Colonel Jack O’Neill (Richard Dean Anderson) sich dafür einzusetzen, dass Teal’C (Christopher Judge) in sein Team kommt. Doch stattdessen soll der ehemalige Jaffar verhört werden. Während Kawalsky (Jay Acovone) unter enormen Kopfschmerzen leidet. Bei einer Untersuchung wird festgestellt, dass er einen Goa’Uld in seinem Körper hat, woraufhin der Offizier den Arzt kurzerhand umbringt.
Am Ende von Das Tor zum Universum konnte man sehen, wie ein Goa’Uld aus dem Körper eines Soldaten von Apophis in den Körper von Major Kawalsky schlüpfte. Und die finale Einstellung zeigte sich dann, dass dessen Augen auf die typische Art einer Person aufleuchteten, die von einem dieser Parasiten besessen worden war. Was natürlich kein gutes Zeichen war.
Verschwendetes Potenzial
Die Erwartung, die ich hatte, war, dass das Schicksal von Kawalsky ein Subplot wäre, der sich im Laufe der Season weiterentwickeln würde. Umso überraschter war, als diese Handlung bereits jetzt, in Der Feind in seinem Körper aufgegriffen wurde. Was in meinen Augen vergeudetes Potenzial war.
Immerhin versucht die Folge hier ein gutes Drama aufzubauen. Denn die Erkenntnis, dass der Major übernommen wurde, wird schon früh gemacht. Weshalb es dann über einen weiten Teil der Episode um die Frage geht, ob und wie er geheilt werden kann. Was allerdings nicht so einfach ist, wie gedacht.
Hier zeigt sich, wie empathisch Jack O’Neill ist. Er ist für seinen Kollegen und Freund sofort zur Stelle, als er sich von einer Maßnahme, den Parasiten zu entfernen, wieder erholt. Und er setzt sich durchaus für den Befallen ein, in dem Glauben, dass die Operation vielleicht was gebracht hat.
Antagonistisch, aber kein Badmiral
Wobei er sich ebenfalls für Teal’C einsetzt. Er will ihn unbedingt im Team haben. Und muss doch hier seine Grenzen einsehen.
Die Darstellung von Colonel Martin Kennedy ist sehr antagonistisch geworden. Es wird klar, dass er lieber früher als später den ehemaligen Jaffa unter seiner Kontrolle haben möchte, vermutlich, um ihn zu sezieren. Allerdings begeht die Serie hier nicht den Fehler, ihn zu feindselig oder verbissen darzustellen. Es werden die Fallstricke vermieden, wie sie beispielsweise TNG bei den Charakterisierungen solcher besessener Offiziere gemacht hat. Denn auch wenn er Teal’C nicht sonderlich wohlgesonnen ist, hält er sich an die Regeln und Gesetze. Er treibt keine Sabotage oder Ähnliches, was eine durchaus angenehme Überraschung ist.
Dabei ist diese Episode eine typische Bottle-Folge. Nach der sicherlich teuren Pilotfolge war dies nur eine folgerichtige Entscheidung. So wurde innerhalb eines bereits bestehenden Sets gedreht, mit minimalen Special Effects.
Mehr Infos
Außerdem erfährt man in dieser Episode ein wenig mehr über die Goa’Uld und woher sie ihre menschlichen Diener haben. Es ist schön, dass diese Antagonisten weiter ausgebaut werden, auch wenn sie direkt kaum in Erscheinung treten. Diese zusätzlichen Details sorgen für weitere Würze in der Serie. Und liefern ebenso einen Grund, wieso die Sternentore so wichtig sind.
Am Ende ist der Tod von Kawalsky zwar dramatisch. Aber gleichzeitig wird hier ein potenzieller spannender langlebiger Subplot zu Gunsten eines kurzlebigen Schockeffekts geopfert.
Info
Regie: Dennis Berry
Drehbuch: Brad Wright
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