Kolumne: Trekkies aus der Sicht „normaler“ Menschen

Lesezeit circa: 2 Minuten

 

Auf „normale“ Science-Fiction-Fans wirken sie oft befremdlich: Die Trekkies. Speziell diejenigen, die in bester Cosplay-Manier wie ihre Vorbilder aus Serien und Filmen umherlaufen. Warum eigentlich? Welche Klischees werden da erfüllt?

Trekkies und Klischees

Als ich auf die ersten Conventions und Fantreffs ging, kannte ich Star Trek kaum. Es waren keine echten Trekkie-Treffs, sondern Sci-Fi-Cons allgemein. Ich als Perry Rhodan Leser sah also dort erstmalig Menschen in roten und gelben und blauen Kostümchen. Menschen, die irgendwie ein wenig abseits standen und unter sich Grüppchen bildeten. Schnell vernahm ich die ersten Klischee-Vorurteile: Das sind Trekkies, das sind allesamt soziale Verlierer und Mega-Nerds. Damals lief noch kein Next Generation. Es waren also reine „Original-Trekkies“.

Trekkies auf der Comic Con Germany 2019 (Fotograf: Marco Golüke)

Alles Vorurteile?

Die Vorurteile haben sich außerhalb reiner Trekkie-Cons bis heute ganz ordentlich gehalten. Manchmal mag sogar ein Körnchen Wahrheit drinstecken. Dennoch ist es zu einfach und oberflächlich dargestellt. Trekkies, soweit kann ich es als „Außenstehender“ sagen, haben weitestgehend eines gemeinsam: Einen tief empfundenen Wunsch nach einer besseren, gerechteren Zukunft. Dass sie nicht immer danach handeln, ist schade, aber menschlich (Siehe Beitrag „Toxische Fans“).

Die Kostüme und Accessoires sind oft in liebevoller Handarbeit selbst gemacht. Gekaufte Massendevotionalien scheinen eher unbeliebt zu sein. Ganz besonders beliebt sind Vulkanier und Klingonen. Bei Letzteren erreichen die Kostüme nicht selten einen Level an Details, der sich hinter echten Serienkostümen nicht zu verstecken braucht. Leider sind viele der Vulkanier eben nur optisch solche. In Diskussionen sind sie in der Regel weit weg vom logischen gefühlsarmen Wesen.

Das innere Wesen

Spricht man die Trekkies an und lernt sie kennen, merkt man schnell: Das Klischee sozialer Verlierer ist nicht zu halten. Vom kleinen Arbeiter bis zum Arzt tummelt sich eine bunte Mischung an Menschen aller Altersgruppen auf den Treffen. Vom glühenden Sternenflottenkodexverfechter bis zum reinen „Zusehen und genießen“-Fan ist ebenso alles vertreten. Der durch und durch übernerdige Megafan (schön persifliert in Galaxy Quest) ist mir bisher kaum begegnet.

Fazit

Klischees entstehen häufig, da es eben gewisse Tendenzen gibt. Im Fall der Trekkies bleibt jedoch von den Klischees der Außenstehenden wenig übrig. Kennenlernen lohnt also.

Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.
Mario Staas

Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.

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