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In Was wäre, wenn Hela die zehn Ringe gefunden hätte? werden Elemente aus zwei MCU-Filmen miteinander kombiniert.

Das Beste aus zwei Filmen

Gemeinsam mit Hela (Cate Blanchett) an seiner Seite eroberte Odin (Jeff Bergman) einst die neun Welten. Doch als der Blutdurst seiner Tochter sich nicht mehr bändigen ließ und sie sogar die Hand gegen ihn erhobt, musste der Allvater handeln. Er nahm ihr ihre Kräfte und ihre Krone und verbannte sie auf die Erde.

Sie kommt in Asien an, zu der Zeit, als der Krieger Xu Wenwu (Feodor Chin) mit seinen zehn Ringen dort herrscht. Diese will sie von ihm stehlen, scheitert jedoch und muss fliehen. Ein Hundun führt sie daraufhin in das Reich von Ta Lo, wo deren Anführerin Jiayi (Lauren Tom) sie unter die Fittiche nimmt und sie die Kampfkunst des Reiches lernt. Für die ehemalige Todesgöttin ein einschneidendes Erlebnis, das sie verändert. Gerade rechtzeitig, als Odin zurück nach Midgard kommt, auf der Suche nach ihr.

Taika Waititis Thor: Tag der Entscheidung war in der dritten MCU-Phase ein Highlight. Dasselbe war auch Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings in der vierten Phase. Was wäre, wenn Hela die zehn Ringe gefunden hätte? kombiniert jetzt Elemente der beiden Filme miteinander und erschafft dabei etwas Interessantes.

Flottes Tempo

Aus dem Thor-Film wurde unter anderem Hela entnommen, die in dieser Episode von Cate Blanchett gesprochen wird, die die Figur auch im Kinofilm darstellte. Und aus Shang-Chi Xu Wenwu, den primären Antagonisten. Nur, dass dieser dieses Mal nicht von seinem Schauspieler Tony Leung gesprochen wird, sondern von Feodor Chin. Was allerdings der Qualität keinen Abbruch tut. Übrigens kann man auch Idris Elba erneut als Heimdall hören.

Was wäre, wenn Hela die zehn Ringe gefunden hätte? schlägt dabei ein enormes Handlungstempo an. Die Episode hetzt zwar nicht von Schauplatz zu Schauplatz. Aber sie verweilt auch nicht eben sonderlich lange in einer Szene, mit Ausnahme des finalen Kampfes.

Dabei orientiert sich die Atmosphäre der Episode sehr an Thor: Tag der Entscheidung. Gemeint ist, dass sie einen lockeren Tonfall besitzt, mit jeder Menge komischer Momente. Etwa wenn Helda bemerkt, dass sie ihre Kräfte nicht mehr hat. Oder wenn sie mit dem Hundun redet und dann mitkriegt, dass das, was sie für seinen Vorderteil gehalten hat, eher sein Hintern ist.

Fehler muss man eingestehen, damit man draus lernt

All dies sorgt dafür, dass Was wäre, wenn Hela die zehn Ringe gefunden hätte? eine angenehm kurzweilige und unterhaltsame Folge geworden ist. Eine, in der vor allem die Titelheldin selbst glänzen kann. Man erlebt eine selbstbewusste und nicht unterzukriegende Frau, sogar dann, als sie bemerkt, dass sie nicht mehr ihre Kräfte hat. Sie weiß, was sie will, und versucht alles, um ihr Ziel zu erreichen.

Gleichzeitig sorgt die Episode allerdings auch dafür, dass sie wiederholt ihre Lektionen lernt. Überwiegend zwar eher dadurch, dass ihr zwangsweise ihre Grenzen aufgezeigt werden. Aber sie lernt daraus und macht einen Fehler nicht zwei mal, sondern nutzt das sogar zu ihrem Vorteil aus.

Ebenso sorgt das dann dafür, dass der Moment in Was wäre, wenn Hela die zehn Ringe gefunden hätte?, wo sie zum ersten Mal von sich aus Fehler einsieht, ohne von außen darauf gestoßen zu werden, einer der besten der Episode ist. Hier merkt man richtig, wie sehr die Figur gewachsen ist. Es wirkt nicht forciert, es ist eine natürlich Entwicklung, die sich aus dem Fortlauf der Handlung ergibt.

Ein eher mäßiges Finale

Doch ausgerechnet beim Finale schwächelt die Serie. Die letzten Minuten der Folge sind eine epische Auseinandersetzung zwischen Hela, Odin und Xu Wenwu. Von der Inszenierung her kann man hier nicht meckern.

Wohl aber, was die Charakterisierungen angeht. Zu Beginn der Folge wird Odin als jemand dargestellt, der keinen weiteren Krieg oder Leid haben möchte. Und kaum, dass Hela verschwunden ist, ignoriert er dies und greift die Erde an? Und noch dazu alleine? Das wirkt forciert und sehr unlogisch, womit auch dem Gesamteindruck geschadet wird.

Dennoch ist Was wäre, wenn Helda die zehn Ringe gefunden hätte? eine gute What If …?-Folge.

 

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Götz Piesbergen
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