Diese Folge führt einen gehörig aufs Glatteis. Aber auf eine solch gelungene Art und Weise, dass man es am Ende feiert.
Der Humor steht im Vordergrund
Peggy Carter (Hayley Atwell) schaltet einige Schmuggler aus, die Edwin Jarvis (James D’Arcy) erpressen wollten. Denn diese halbseidenen Kameraden haben in seinem Auftrag Howard Stark (Dominic Cooper) wieder nach Amerika reingeschmuggelt. Da er nicht zurück in seine Residenz kann, versteckt sie ihn in ihrem Wohnheim.
Später macht sie für ihn heimlich Fotos von den Objekten, die das SSR konfisziert hatte. Dabei entdeckt der Großindustrielle, dass darunter eine gefährliche Waffe ist. Der Blitzkriegknopf kann, wenn aktiviert, das gesamte Elektrische Netz der Stadt New York lahmlegen. Sie muss das Gerät stehlen, ehe es zu etwas wirklich Schlimmen kommt.
Über weite Teile von Bedrohte Zukunft hat man das Gefühl, dass diese Episode eher ein humorvoller Füller ist. Dass das, was hier geschieht, zwar in geringem Ausmaße für die weitere Season von Bedeutung sein dürfte. Doch das hier im Vordergrund nicht so sehr das Drama, sondern der Humor steht. Nur um dann am Ende festzustellen, dass man gehörig aufs Glatteis geführt wurde.
Wie der Hahn im Korb
Doch der Reihe nach. Der Humor entsteht auch schon teilweise durch die Aktionen von Howard Stark. Der, nachdem er gerettet wurde, zunächst enttäuscht ist, weil er seine Billardpartie nicht zu Ende spielen kann. Nur um sich dann später, als er in dem Mädchenwohnheim ist, wo Peggy wohnt, sich wie der Hahn im Korb aufführt. Wiederholt ist er mit einem anderen Mädchen zusammen, weshalb ihn die Agentin immer erst suchen muss. Weil er sich ja auch nicht erwischen werden lassen darf, sonst verliert sie ihre Unterkunft.
Auch das führt zu so manch lustigem Moment. Etwa, als die Wohnheimleitern meint, Peggy bei frischer Tat ertappt zu haben und dabei ständig Anspielungen auf den angeblich unsittlichen Lebenswandel der Titelheldin loslässt. Nur um dann überrascht festzustellen, dass dort, wo sie meint, sich der Mann aufhalten soll, niemand zu finden ist. Die Gesichtsausdrücke in dieser Szene sind einfach nur göttlich.
Der Humor zieht sich aber dann auch durch die komplette weitere Folge. Etwa wenn Peggy die Forschungsabteilung des SSR besucht und im Hintergrund einer der Wissenschaftler aus Versehen in Flammen aufgeht. Zum Kringeln komisch ist dies.
Aufs Glatteis geführt
Wobei der Humor nicht nur bei Peggy vorkommt. Richtig schwarz wird er, wenn man Otto Mink kennenlernt, der seine Leute wegen ihres Versagens mit einer Minigun in Form einer Pistole umbringt. Was einfach nur herrlich absurd wirkt, vor allem aber auch wegen seines überkorrekten Auftretens.
Ein Kampf wird auf verblüffende Art und Weise verhindert
Hier wird dann endgültig deutlich, wie sehr man aufs Glatteis geführt wurde. Denn man hat die ganze Zeit gedacht, dass es zum Kampf zwischen Otto Mink und Peggy Carter kommen würde. Doch dem ist nicht der Fall. Und die Art und Weise, wie dies verhindert wird, verblüfft.
Es ist eine starke Folge. Vor allem, wie der Plot um Otto Mink aufgelöst wird.
Info
Drehbuch: Brant Englestein
Showrunner: Tara Butters, Michele Fazekas & Chris Dingess
Regie: Stephen Cragg
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