Drama, Spannung und Horror: Diese Episode bietet alles auf, was geht.
Der Titel passt
Ogden (Andrew Robinson) besucht Ben Reilly (Nicolas Cage). Dabei enthüllt er, dass er ebenfalls im Krieg gedient hat, nur dass seine Mutation ihn schneller altern lässt. Er bittet den Detektiven, dass er ihm bei der Suche nach einem Heilmittel hilft. Nur, dass der das ablehnt, woraufhin ihn Ogden betäubt und mit Hilfe seiner Mutter forttransportiert.
Als Ben Reilly wieder zu sich kommt, ist er an ein Bett gefesselt. Doktor Faber (Amy Aquino) will ihn näher untersuchen. Als die Blutproben ergebnislos sind, wendet sie sich seinen Organen zu. Unterdessen macht sich Silvermane (Brendan Gleeson) auf den Weg zu ihrem geheimen Labor. Er hofft, so mehr Leute mit Kräften für seine Armee rekrutieren zu können.
Nachdem ich ja über den Titel der letzten Folge, Armee der Superhelden gemeckert habe, muss ich dieses Mal den Episodennamen loben. Albträume einer Spinne passt perfekt und gibt den Inhalt wunderbar wieder. Denn diese Episode ist ein Fiebertraum, den man in Schwarz/Weiß sehen muss! Nur so entfaltet sie ihre volle Wirkung.
Parallelen zu früher
Diese Farbgebung passt aber auch perfekt zu den Charakterisierungen. Denn einerseits sind Ogden und seine Mutter Doktor Faber die Antagonisten. Doch andererseits haben sie gute Gründe dafür, wieso sie so handeln. Es ist bei ihr vor allem die mütterliche Liebe, die sie antreibt. Derweil er unter seiner Mutation leidet.
Ben Reilly ist dabei das unfreiwillige Opfer. Und hier zeigt sich, dass er einen gewaltigen Teil weggelassen hat, als er zuletzt über den Herkunft seiner Kräfte gesprochen hatte. Denn ganz so reibungslos ging die Anpassung an diese dann doch nicht.
Es kommen hier Parallelen zum Spider-Man aus dem Jahr 2002 auf. Wie Peter Parker damals seine Kräfte entdeckte, unter anderem, als er seine natürlichen Spinnfäden das erste Mal einsetzte. Auch Ben Reilly entdeckt, dass auf ein Mal Gegenstände an ihm haften bleibt. Und dass sein Körper Fäden entwickelt. Nur, dass das bei ihm nicht heldenhaft wirkt. Sondern mehr wie der absolute Horror.
Ein Schauspieler in Bestform
Erschwerend kommt dann noch hinzu, dass er damals vom Militär untersucht wurde. Was für ihn wohl schmerzhafte Erinnerungen sind.
Spannend wird es dann, als es ihm in der Gegenwart gelingt, endlich zu entkommen. Dazu muss man anmerken, dass er zu diesem Zeitpunkt schwer verletzt ist, auf Grund der Operationen, die Doktor Faber an ihm durchgeführt hat. Doch selbst stark geschwächt schafft er es, sich mit Hilfe seiner Spinnenfäden fortzubewegen.
Nicolas Cage läuft hier darstellerisch zur Höchstform auf. Er grimmassiert sich durch förmlich die Gegend. Er treibt es auf die Spitze, ohne es allerdings zu übertreiben. Er gibt den Hampelmann und zeigt dadurch, wie sein Körper auf den Biss reagiert. Derweil er mit tieftraurigen Augen durch die Gegend läuft, Augen, die einen mitteilen, wie sehr er leidet.
Es wird tragisch
Wobei man die Trauer auch nachvollziehen kann. Schließlich erfährt er, dass es seine Geliebte Kat Hardy war, die ihn an Doktor Faber verraten hat. Diese Folge hat er noch keine Gelegenheit, das zu verarbeiten. Das wird vermutlich nächste Episode geschehen.
Eiskalt
Es ist eine großartige Episode.
Info
Drehbuch: Jack Henderson
Showrunner: Oren Uziel, Steve Lightfoot
Regie: Alethea Jones
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