Nach zwei Jahren Wartezeit startet endlich die zweite Staffel der aktuellsten Batman-Zeichentrickserie.
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Rupert Thorne (Cedric Yarbrough) steht vor Gericht. Ob er verurteilt wird oder nicht, hängt von einer einzigen Zeugenaussage ab. Nämlich von seinem Buchhalter Julian Gregory (J.P. Karliak), der auch der Kalendermann genannt wird. Weshalb der Gangsterboss den ihm treuen Edward Nygma (Ronan Raftery) damit beauftragt, den Zeugen zu töten.
Batman (Hamish Linklater) will dies natürlich verhindern. Da er allerdings eine direkte Zusammenarbeit mit Jim Gordon (Eric Morgan Stuart) vermeiden möchte, wendet er sich an dessen Tochter Barbara Gordon (Krystal Joy Brown), die ihm zumindest einige Hinweise geben kann, mit denen er wiederholt verhindern kann, dass Gregory vorzeitig das Leben lässt.
Die erste Staffel von Batman: Caped Crusader war gut. Ein wenig störte es, dass der Fokus zu sehr auf die Personen im Umfeld von Batman lag, sodass dieser und sein Alter Ego oft genug Nebenfiguren in der eigenen Reihe waren. Ob und wie sich das in der zweiten Season ändern würde, musste sich jetzt herausstellen.
Änderungen, sowohl als auch
Bei der gab es übrigens eine Änderung zu vermelden. Ed Brubaker, einer der Drehbuchautoren und der Head Writer der Serie, konnte seine Pflichten auf Grund des Drehbuchautorenstreiks und anderen Verpflichtungen nicht wieder wahrnehmen. Sein Nachfolger als Head Writer wurde Geoffrey Thorne, derweil James Tucker neben Bruce Timm zum Showrunner wurde.
Brutale Gewalt ist schon mal ein fantastischer Auftakt, wo man sehr gut all das erkennen kann, was die Reihe ausmacht. Zum einen das Retrosetting in einem Gotham der 1930er Jahre. Zum anderen auch die Tatsache, dass das Quellenmaterial nicht sklavisch adaptiert wird, sondern stellenweise sehr frei interpretiert wird.
Hatte man beispielsweise ein der ersten Staffel einen weiblichen Pinguin, die noch dazu Mutter einiger Kinder war, so taucht in der Auftaktepisode eine gewisse Hattie Tetch auf. Eine Fernsehmoderatorin, die auf der Seite Rupert Thornes steht und sich selbst als verrückte Hutmacherin bezeichnet. Was, angesichts ihres Outfits, passt, da es sehr an dem Kostüm der Vorlage orientiert ist.
Freie Interpretation
Sie ist übrigens nicht das einzige Mal, wo diese frei interpretiert wird. So gibt es auch einen Edward Nygma, dessen Farbschema zu seinen bisherigen bekannten Auftritten in anderen Medien passt. Doch dieser Nygma scheint nicht rätselversessen zu sein. Stattdessen ist er ein durchgeknallter Gangster, der nicht davor zurückschreckt, seine eigenen Leute zu töten oder zu opfern, wenn es dem eigenen Zweck dienlich ist.
Es sind interessante Interpretationen, die parallel zu den bereits bekannten Darstellungen existieren, und so auch dafür sorgen, dass man das Geschehen gespannt verfolgt.
Brutale Gewalt baut auch auf den Ereignissen der letzten Staffel auf, vor allem auf der letzten Episode von dieser. Das Verhältnis zwischen Batman und den Gordons wird weiter ausgebaut, was vermutlich über kurz oder lang in das berühmte Bat-Signal münden dürfte. Die Existenz des Scheinwerfers sieht man bereits in dieser Folge.
Mehr Miteinanderarbeiten
In jedem Fall wird am Ende dieser Episode klar, dass dieses Nebeneinander- aber nicht Miteinanderarbeiten nicht mehr geht. Zwar war Batman wie üblich zur rechten Zeit an der richtigen Stelle. Doch für ihn wäre es sicherlich einfacher, wenn er eine direkte Verbindung zu Jim Gordon gehabt hätte. Stattdessen versucht er, diese geradezu krampfhaft zu vermeiden, was sogar soweit geht, dass er probiert, über Barbara die nötigen Infos zu kriegen. Die ist allerdings sichtlich nicht glücklich darüber, dass sie nur als Infoquelle genutzt wird und nicht als eigenständige Person wahrgenommen wird.
Wobei es an weiterem Gegnermaterial nicht mangelt, denn diese Episode baut jede Menge davon ein. Ein Hugo Strange taucht ebenso auf wie auch ein Blockbuster. Alles Namen, die in der reichhaltigen Comichistorie Batmans eine gewisse Bedeutung haben.
Anzeichen für Entwicklungen
Und hoffentlich baut die Reihe auch die Nebenfiguren weiter aus. Anzeichen dafür gibt es. Zum Beispiel, wenn man sieht, dass Montoya jetzt mit dem korrupten Arnold Flass ein Team bilden muss. Was ihr sichtlich nicht gefällt. Derweil Harvey Bullock zum einfachen Streifenpolizisten degradiert wurde. Alles Material mit jeder Menge Potenzial für die kommenden Folgen.
Als Staffelauftakt ist dies wirklich großartig! Mal schauen, was da noch geschehen wird.
Info
Drehbuch: Tyrone Finch & Bryce Abood
Showrunner: Bruce Timm
Regie: Christina Sotta
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