In dieser Folge zeigt ausgerechnet eine Stärke, die sonst das Markenzeichen von James Gunn ist, Schwäche.
Fokus auf die Braut
Die Braut (Indira Varma) wurde einst von Victor Frankenstein (Peter Serafinowicz) erschaffen, damit sein erstes Geschöpf, Erik (David Harbour), eine Gefährtin hat. Doch das Experiment läuft insofern schief, als dass sie von ihrem künftigen Gemahl eher abgeschreckt ist. Stattdessen fühlt sie sich zu ihrem Schöpfer hingezogen. Was dann schon bald in einer Tragödie endet.
In der Gegenwart dringen sie und Nina (Zoë Chao) in die Überreste des Anwesens ein, wo sie einst erschaffen worden ist. Und während sie durch die Gemäuer streift und sich an früher erinnert, informieren die Söhne von Themyscira Circe. Die daraufhin mit ihren Anhängern die beiden Angehörige des Creature Commandos angreift.
Dass der Fokus von Die Turmalin-Halskette auf der Braut liegt, ist definitiv keine schlechte Entscheidung von James Gunn. Auf diese Weise kann er sie weiter ausbauen, ohne, dass dies auf Kosten des restlichen Teams geht. Die kommen zwar auch vor. Doch überwiegend steht im Fokus der Handlung die Braut und Anna.
Eine tragische Vergangenheit
Letztere dient hier als Stimme der Empathie und Anteilnahme. Sie erfährt von der Braut, was sie einst erlebt hat. Und drückt für den Zuschauer die entsprechenden, richtige Gefühle aus. Da ist es auch hilfreich, dass sie im Vergleich zur Braut eher schwach ist und dank ihres durchsichtigen Atemhelms ebenfalls einen offensichtlichen Schwachpunkt hat, wie sich am Ende zeigt.
Doch überwiegend lernt man die Braut kennen. Man erfährt einiges über ihre tragische Vergangenheit. Über ihre Beziehung zu Erik, dem Monster Frankenstein. Und was sie all die Jahre gemacht.
Der Großteil der Folge ist sie ein noch unerfahrenes Wesen, dass von dem Anblick ihres künftigen Ehemanns noch erschreckt ist. Derweil sie sich ihrem Schöpfer, der sie nach und nach erzieht, immer mehr hingezogen fühlt. Was irgendwann sogar so weit geht, dass sie miteinander schlafen und sie für ihn mehr wie eine zweite Ehefrau wird. Ehe dann Erik Victor Frankenstein in einem Anfall von Eifersucht umbringt, was ihm die ewige Feindschaft der Braut garantiert.
Was ist das für Musik?
Es ist nicht das einzige Mal in dieser Folge, wie man sieht, dass hier zwei zusammenkommen. Auch Rick Flag Sr. hat mit Ilana Sex, nachdem sie ihn erfolgreich verführt. Daran sieht man, dass diese Zeichentrickserie sich wirklich mehr an den erwachsenen Zuschauern orientiert.
Die Auseinandersetzung zwischen der Braut und Anna auf der einen, sowie Circe und ihren Söhnen von Themyscira auf der anderen ist brutal und heftig. Vor allem die Braut zeigt, dass sie eine gefährliche Kämpferin ist. Wie sie es schafft, trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit der bewaffneten Söhne diese nach und nach auszuschalten, ist schon beeindruckend. Ebenso, wie ihr anschließendes Duell mit Circe. Das anscheinend mit einem eindeutigen Sieger endet.
Allerdings kann ausgerechnet das Ende nicht überzeugen. Was nicht an dem Kampf zwischen Circe und der Braut liegt. Sondern vielmehr an der musikalischen Auswahl. Normalerweise ist es so, dass die Musik eine der Stärken von James Gunn liegt. Und es würde auch nicht wundern, wenn er den Score der Serie ebenfalls mit entschieden hat. Doch das, was man während des finalen Kampfes hört, ist für den Drehbuchautor und Produzenten der Serie enttäuschend.
Das hätte man auch anders einbauen können
Aber auch die finalen Rückblenden passen einfach nicht. Sie wirken wie nachträglich eingefügt und damit fehl am Platze. Besser wäre es gewesen, sie vor der finalen Auseinandersetzung einzubauen.
Man kann es also drehen und wenden, dies ist eine schwache Episode.
Informationen
Regie: Sam Liu
Drehbuch: James Gunn
Showrunner: Dean Lorey
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