Zu einem Artbook zu Star Trek – Lower Decks konnte ich alles sagen, nur nicht „Nein“.
Ein „Nein“ kam nicht in Frage
Star Trek – Lower Decks war für mich immer die Serie, die von allen „Nu Trek“-Reihen ein Liebesbrief an das Franchise war. Indem es einerseits durch den Kakao zog. Aber andererseits auch viele überraschend starke Momente hatte. Umso trauriger war ich, als die Serie mit der fünften Season eingestellt wurde. Ich konnte das nicht nachvollziehen, da sie in meinen Augen sicherlich billiger herzustellen war, als beispielsweise Discovery.
Umso überraschter war ich, als mir eines Tages auf BluSky die Ankündigung vor die Füße gespült wurde, dass es ein Artbook zu der Serie geben würde. Mit knapp unter 50€ war der Preis zwar sehr happig. Doch als „Star Trek“-Fan konnte ich nicht Nein sagen und bestellte mir den Band vor.
Der es dann auch vor wenigen Tages zur mir schaffte. Und so bin ich die letzten Tage wiederholt in The Art of Star Trek – Lower Decks eingetaucht. Und bin mit vielen interessanten Infos wieder aufgetaucht.
Wenn die Kunst im Vordergrund steht
Zusammengestellt wurde der Band von Megan Treviño, die bei einigen der Episoden von Star Trek – Lower Decks-Produzentin war. Das heißt, man hat es hier mit jemanden zu tun, der die Serie kennt und schätzt. Und das merkt man dem Buch auch an.
Auf den 344 Seiten steht dabei vor allem wirklich die titelgebende Art im Vordergrund. Die Seiten sind prall gefüllt mit Illustrationen jeglicher Art. Mal sind es Konzeptzeichnungen, bei denen man die Entwicklungen bestimmter Figuren beobachten kann. Ein anderes Mal sind es einfach nur die Kulissen, die ohne Charaktere, die sie beleben, eine Chance haben, so zu zeigen, wie großartig gemacht sie sind.
Dabei ist der Band in unterschiedliche Kapitel aufgeteilt. Nach den Willkommensgrüßen erfährt man, wie die vier Hauptcharaktere entstanden sind, welche Entwicklungsphasen sie im Vorfeld durchliefen. Danach wird die Brückencrew vorgestellt, ehe anschließend das Raumschiff an sich, die U.S.S. Cerritos ein eigenes Kapitel erhält. In den darauffolgenden fünf Kapiteln werden nach und nach die Seasons durchgearbeitet. Jede Episode einer der Staffeln kriegt dabei mindestens zwei Seiten, häufig sind es jedoch sogar mehr.
Mit Spaß dabei
Es gibt dabei einige überraschende Erkenntnisse. So beispielsweise, dass die Serie doch einiges an Geld gekostet hat, weil immer wieder neue Designs erschaffen werden mussten oder aber genau recherchiert wurde, wie was aussah. Und doch spürt man in all den Anmerkungen, dass die Macher der Serie mit Herzblut bei der Arbeit waren. Dass ihren Spaß dabei hatten, so ihren Beitrag zu „Star Trek“ zu leisten.
Und man liest auch den Stolz heraus, wenn sie davon berichten, dass sie den einen oder anderen Gastdarsteller haben auftreten lassen können. Wie beispielsweise James Cromwell, der seinen Zefram Cochrane aus Star Trek – First Contact wieder aufleben ließ. Oder einen Robert Duncan McNeill. Und wie traurig sie darüber waren, dass eine Sprechrolle für Rosario Dawson nicht stattfinden konnte, weil sie zu dem Zeitpunkt bereits anderweitig beschäftigt war.
Es ist wirklich ein grandioser Band, der ein Testament dafür ist, wie fantastisch die Reihe war. Wie viel Mühe sich teilweise gemacht wurde. So wurde beispielsweise für eine Verfolgungsjagd extra eine Szene in 3D nachgebaut, damit diese entsprechend dynamisch wirken konnte. Und es macht einen umso trauriger, dass diese so großartige Reihe jetzt nicht mehr läuft. Aber vielleicht wird sie irgendwann mal fortgesetzt werden. Man wird es sehen.
Info
Autorin: Megan Treviño
Verlag: IDW
Erschienen: 05/2016
Einband: Hardcover
Seiten: 344
ISBN: 978-8-88724-331-3
Sonstige Informationen: Produktseite
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