Nachdem lange Zeit nur Peacemaker zwischen den Universen gewandert ist, tun es ihm jetzt seine Freunde nach.
Wenn alles miteinander verbunden ist
Die 11th Street Kids haben das Türgerät von Peacemaker (John Cena) in ihrem Besitz. Auf der Suche nach einem neuen Ort, wo sie es öffnen können, finden sie diesen in dem Keller von Vigilantes (Freddie Stroma) Haus. Der allerdings voll mit Falschgeld und Drogen ist, dass in Bewegung kommt, als sie die Tür öffnen.
Sie gelangen in das andere Universum und versuchen, nicht aufzufallen oder verstecken sich. Doch Adrian hält sich nicht dran, sondern macht sich auf die Suche nach seinem Konterpart. Dies und andere Ereignisse haben schon sehr bald unvorhersehbare Konsequenzen.
Falls man wissen möchte, was James Gunns DC Cinematic Universum ausmacht, dann ist Chris bis zum bitteren Ende genau die richtige Folge. Denn ein Merkmal, dass der Filmemacher und Produzent erreichen wollte, war Interkonnektivität. Das heißt, dass er vereinzelt Figuren oder Charaktere aus anderen Filmen oder Serien auch in anderen Projekten auftreten lassen wollte. Natürlich dargestellt oder gesprochen von dem selben Darsteller.
Den kennt man doch
In diesem Fall ist es Nicholas Hoult, der seine Rolle als Lex Luthor aus dem 2025er Superman-Film wieder aufnimmt. Er und Rick Flag Sr. haben eine kleine, aber wichtige Szene. Deren Konsequenzen man besser nicht ignorieren sollte.
Und doch ist dies nicht das einzige Highlight dieser Folge. Es gibt von denen viele. Wobei sicherlich das Beste der Moment ist, wo die 11th Street Kids, die Freunde von Peacemaker, den Weg zu der anderen Welt vorbereiten.
Natürlich nutzt James Gunn dies für einigen deftigen Humor. Die Szene, wo die Gruppe den Übergang vorbereitet dürfte nicht jedem Gefallen. Es zeigt aber, wie durchgedreht Vigilante ist. Dass er in seinem Keller jede Menge Geld und Drogen, passt einfach zu der Figur, die ja von Anfang völlig verquer dargestellt worden ist.
Endlich klären sich Dinge!
Zum Glück verzichtet der Regisseur und Drehbuchautor auf den naheliegende, ausgelutschten Gag, dass die anderen durch den Unfall auf Drogen sind. Stattdessen nutzt er dies als Basis für die Einleitung eines Plottwists, der dann später wichtig wird.
Der Fokus liegt also direkt auf den 11th Street Kids. Wie sie den Übergang vorbereiten, dann durch die Zwischenwelt gehen, dort auf den Aliennachbar stoßen und schließlich zur Erde 2 überwechseln. Wo sie versuchen, keinen Verdacht zu erregen. Und damit kläglich scheitern.
Dies wird allerdings auch dafür genutzt, dass endlich das klärende Gespräch zwischen unserer Emily Harcourt und Peacemaker kommt. Wo ein für alle Mal geklärt ist, dass sie ihn nicht liebt. Das wird aber nicht einfach so daher gesagt, sondern dieses Mal richtig begründet wird. Und die Gründe, die sie angibt, sind einleuchtend. Sie zeigen im Grunde, dass sie kaputt ist, was irgendwie auch zu der Gruppe passt, von der sie Teil ist.
Was für ein Twist!
Das Dinge dann schieflaufen, war zu erwarten. Weil irgendwie muss ja Spannung für das Finale erzeugt werden. Wobei dies am Ende nur ein Element ist, dass dafür sorgt.
Denn nach und nach wird ein großer Plottwist eingebaut. Bei dem Comicfans ein Licht aufgeht. Es stellt sich nämlich heraus, dass Chris nicht zur Erde-2 übergewechselt ist. Sondern zur Erde-X. Und das ist eine Erde, bei der die Nazis den Endsieg geschafft haben!
Und hier muss man James Gunn wirklich ein großes Lob aussprechen. Denn eigentlich hätte man dies von Anfang kommen sehen müssen. Vor allem die Menschen in der letzten Folge waren ein eindeutiger Hinweis, da es sich allesamt um Weiße gehandelt hat. Aber dadurch, dass er in den Vordergrund eher die Faszination von Peacemaker mit dieser für ihn idealen Welt gerückt hat, diese heile Familie, ist dies einem nicht so stark aufgefallen. Wirklich clever gemacht.
Am Ende ist dies einfach eine starke Episode.
Info
Regie: James Gunn
Drehbuch: James Gunn
Showrunner: James Gunn
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