[Perry Rhodan 258] Die Micro-Henker

Lesezeit circa: 3 Minuten

Die Micro-Henker – Der Tod kommt auf der Hyperwelle! – Wer den Selbstmordbefehl der Herren Andromedas empfängt, ist verloren…

Die Micro-Henker
© Pabel-Moewig Verlag KG

Erschienen: 1966
Autor: H. G. Ewers
Zeichner: Johnny Bruck

Handlung

In „Die Micro-Henker“ haben die Maahks endlich die Großoffensive gegen Andromeda begonnen. Und jetzt, im Gegensatz zu den Entscheidungen der Vorwoche, ist Perry plötzlich wieder abwartend und will erst einmal schauen, wie der Vorstoß der Maahks läuft und ob diese die „MdI“ genügend ablenken, damit er mit seinem Schiff Handlungsspielraum gewinnt. Interessant, erst ist dieser Umstand wochenlang unwichtig und man fliegt sogar völlig ungeniert ins Heimatsystem der Tefroder und damit in das absolute Nervenzentrum, nur um jetzt plötzlich wieder sinnvoll zu agieren. Irgendwie haarig.
Immerhin wird hier der Sinn der Chips aus dem Vorheft entschlüsselt. Diese Chips sitzen im Gehirn der Tefroder, wodurch man die Wesen steuern kann oder wahlweise sogar töten.

Log darf nicht sterben

In einer Nebenhandlung tritt Log auf, ein Psi-Roboter, der eher wie ein Lebewesen agiert. Eine der sehr speziellen Schöpfungen von Ewers, die uns noch bis spät in die Hefte nach Band 1000 begleiten soll. Man kann diese Figuren mögen oder nicht, verneigen muss man sich dennoch vor Ewers, der es wie kein anderer Autor schaffte, seine überbordende Phantasie für solche Figuren zu nutzen. Da konnte (Quelle: Werkstattband und einige Leserseiten-Beiträge) in den Exposés ruhig hundertfach dick und fett stehen, dass Figur XY somit endgültig und für immer entsorgt sei. Ewers fand einen Weg, seine Schöpfungen dennoch weiterleben zu lassen.

Fazit

Insgesamt eines der besseren Hefte der zweiten Zyklushälfte. Solide geschrieben, einigermaßen spannend, in sich weitestgehend logisch. Gut, man kann jetzt natürlich meckern, weil die Maahks mal so eben Andromeda völlig überrollen. Die dafür erforderliche Schiffzahl dürfte nach der Abwehr der Angriffe auf Andro-Alpha tendenziell nicht reichen. Zumindest dann nicht, wenn man sich vor Augen führt, wie groß Andromeda eigentlich ist. Andererseits wäre das jetzt echt Erbsenzählerei, also lass ich das im Sinne einer weitergeführten Handlung einfach durchgehen. Außerdem hat, wie eingangs erwähnt, endlich wieder logisches Denken und militärische Notwendigkeiten beachten bei Perry und seinen Leuten eingesetzt. Das hat mich ein wenig mit den Aussetzern der Vorwochen versöhnt.

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Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.
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