Review: Doctor Who 003 – Die rastlosen Toten

Lesezeit circa: 4 Minuten

Charles Dickens vs. Zombies in Cardiff oder: Die rastlosen Toten.

Nach der Zukunft geht die nächste Reise in die Vergangenheit. Wollte der Doctor eigentlich mit Rose Neapel im Jahr 1860 besuchen, landen die beiden in Cardiff 1896 wo gerade Charles Dickens  (Simon Callow) seine Weihnachtsgeschichte aufführt. Der Zuschauer erhält einen ersten Eindruck über die räumlichen Ausmaße der Tardis, da der Doctor Rose auffordert sich der Zeit angemessen zu kleiden und ihr den Weg zum Kleiderschrank beschreibt. 

Die rastlosen Toten

Christmas Carol of the death in Cardiff

Mycroft Holmes Darsteller Mark Gattis schrieb das Script zur dritten Episode Die rastlosen Toten, in welcher kürzlich Verstorbene im Hause des örtlichen Bestatter Gabriel Sneed (Alan David) durch ein rätselhaftes, blaues Gas wieder auferstehen. Der Doctor findet die Antwort in einem Riss in Raum und Zeit, der durch Cardiff verläuft. Dieser Spalt ist auch Hauptthema im späteren Spin-Off Torchwood, dessen Hauptdarstellerin Eve Myles in dieser Folge die Rolle von Sneeds Hausmädchens Gwyneth übernimmt und diesem hilft die entlaufenen Verblichenen wieder einzufangen. Eine abtrünnige alte Dame taucht bei besagter Aufführung Charles Dickens auf, so dass diese im Team des Doctors landet. 

Gwyneth ist in direkter Umgebung des Risses aufgewachsen und hat dadurch hellseherische Kräfte entwickelt. Sie kann mit den Gelth, den blauen Gaswesen, die auf der anderen Seite des Risses festsitzen, kommunizieren. Die Gelth haben im Zeitkrieg ihre körperliche Substanz verloren und suchen in den toten Körpern der Menschen eine neue Heimat. Aber die Gelth spielen ein falsches Spiel und Gwyneth verliert bei dem Kampf gegen die Wesen ihr Leben. 

Die rastlosen Toten

Rose als moralische Instanz

Die Geschichte ist spannend geschrieben und sieht trotz des kleinen Settings sehr hochwertig aus. Gerade durch Gwyneth erhält man ein gutes Gefühl für das 19. Jahrhundert. Der Doctor trifft auf seinen Reisen oft historische Persönlichkeiten, aber diese Folge hätte auch ohne Dickens funktioniert, ist er doch nicht wirklich am Geschehen beteiligt. Allerdings gibt es auch einige witzige Dialoge zwischen ihm und dem Doctor. Schon wieder trifft der Doctor auf eine Spezies, die im Zeitkrieg ihre Heimat verloren hat und möchte den Gelth unbedingt helfen, da er sich scheinbar verantwortlich fühlt. Rose ist in der Rolle der Zeitreisenden angekommen und rennt auf eigene Faust los, als der Doctor anderweitig beschäftigt ist. Sie stellt die Übernahme der Toten durch die Gelth als pietätlos in Frage, wobei es ja auch als erweiterte Organspende angesehen werden kann und die Gelth ja streng genommen Kriegsflüchtlinge sind. Aber Rose beweist ein gutes Gespür für die wahren Absichten der Gelth und entwickelt sich zur moralischen Instanz des Doktors. Außerdem steht sie für Gwyneth ein, um sie vor Fremdbestimmung zu schützen. Es zeigt sich, das der Doctor und Rose vielleicht mehr verbindet als Freundschaft und Abenteuerlust. 

Go out there, dressed like that, you’ll start a riot, Barbarella. There’s a wardrobe through there. First left, second right, third on the left, go straight ahead, under the stairs, past the bins, fifth door on your left. Hurry up!

Fazit

Die rastlosen Toten ist eine kurzweiliger Ausflug ins 19. Jahrhundert, mit Zombies als Grundlage und Charles Dickens als Gimmick, die die Beziehung zwischen Rose und dem Doctor weiterentwickelt. 


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Stefanie Maus
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