Es zeigt sich, dass in der Zukunft auf die Foundation jede Menge dunkle Probleme warten.
Wenn aus Pseudo eine richtige Religion wird
Mit der Hilfe eines empörten Hari Seldon (Jared Harris) gelingt es Salvor (Leah Harvey ) und Gaal (Lou Llobell) ihr Schiff im letzten Moment wieder komplett in Gang zu setzen, ehe es von einer großen Welle vernichtet wird. Danach wird noch mal analysiert, was der Foundation droht. Um mehr herauszufinden, führt Gaal bewusst eine Vision der Zukunft herbei. Und entdeckt eine große Bedrohung.
Im Imperium versucht Cleon XVII (Lee Pace) Königin Sareth (Ella-Rae Smith) zu beeindrucken. Doch die lässt sich nicht direkt darauf ein, sondern lenkt das Gespräch auf das Attentat, das Bruder Tag widerfahren ist. Derweil auf Terminus das Grab von Hari Seldon wieder aktiv geworden ist. Freudig eilen seine Anhänger herbei, wobei es hinter den Kulissen zu einem Richtungsstreit kommt. Der dann allerdings angesichts einer gewissen Tat schlagartig egal wird.
Ich hatte ja schon in der ersten Staffel von Foundation das Gefühl, das Hari Seldon versucht, eine Art Pseudoreligion um sich herum aufzubauen. Jetzt, über 100 Jahre seit der Krise auf Terminus, wo ein Ich von ihm den Bewohnern der Welt erschienen ist, ist daraus endlich Wirklichkeit geworden. Man kann in Dunkle Vorahnung sehen, wie Anhänger von ihm auf andere Welten reisen, um dort zu missionieren.
Ein merkwürdiger tonaler Missmatch
Es ist ein verstörendes Bild, das man hier sieht. Wie die Anhänger die „Ungläubigen“ mit allerlei Tricks und technischen Geräten dazu bringen, dass sie sie die Missionare in Ruhe lassen. Und vielleicht auch sich zu der Foundation bekehren.
Dieser Plot wäre jetzt weniger ein Problem gewesen, wenn man sich entschieden hätte, wie man ihn nun präsentiert hätte. Denn stellenweise wirkt er wie eine Parodie, anstatt einer ernsthaften Handlung. Das fängt schon mit den handlungstragenden Personen an: Poly Verisof, Hoher Klerikal der Foundation, wird als ein Trunkenbold dargestellt, der gleichzeitig von sich sagt, dass er als kleiner Junge den letzten Auftritt Seldons gesehen hat. Ihm zur Seite steht Novize Klerikal Bruder Constant, die – ja, es handelt sich wirklich um eine Sie – auf ihn nicht gut zu sprechen ist.
Ihr anfängliches Abenteuer auf einer abgelegenen Welt, wo sie missionieren, wirkt noch sehr komisch. Doch dann wechselt die Handlung nach Terminus, wo die übertriebene Darstellung von Verisof auf ein Mal in einen Machtkampf trifft, wer Seldon begrüßen darf und wer die Foundation in Wahrheit lenkt. Das ist zum einen Wechsel, der Probleme bereitet. Und zum anderen beißt sich hier die stellenweise übertriebene Darstellung mit dem Ernst der Lage, die mit der Einäscherung einer Person endet.
Da kommt einiges auf uns zu
Auch wenn dies die Aussage des anderen Hari Seldons unterstreicht, dass es eine zweite Foundation benötigt, um seinen Plan in Erfüllung zu bringen. Weil er schon ahnt, dass die erste Foundation sich auf einen gefährlichen Pfad begibt, der über kurz oder lang in einer Katastrophe mündet. Doch dafür braucht er weitere Infos, die er nur von Gaal kriegt.
Es ist interessant, wie diese mit den Vorwürfen des digitalen Geists ihres einstigen Mentors umgeht. Man sieht, dass sie dessen Argumente sehr treffen und sie sich nur wenig dagegen wehren kann. Ehe sie schließlich die besagte Zukunftsvision herbeiführt, die sehr düster ausfällt.
Hier gibt es gleich mehrere Aspekte, die interessant sind. Die besagte Vision ist nur Anlass dazu, dass der Standort für die zweite Foundation gefunden werden kann und man ahnt, dass hier eine große Bedrohung irgendwann auftauchen wird. Eine, die auf den Namen das Maultier hört und anscheinend über enorme Kräfte verfügt.
Eine charmante und intelligente Königin
Deutlich interessanter sind jedoch Harli Seldons Argumente, wieso er so sehr auf Gaal wütend ist. Man erfährt, dass sie ihn nicht abgeschaltet hat, weshalb er die ganze Zeit bei vollem Bewusstsein war. Kein Wunder also, dass er bei seinem Wiederauftreten wütend war.
Salvor Harding muss allerdings noch ihre Rolle finden. Bislang ist sie nur zum Support dar, die zwar dank eines heldenhaften Stunts das Raumschiff wieder in Gang bringt. Aber ansonsten blass und eine Nebenfigur bleibt. Da muss noch mehr geschehen.
Es gibt in dieser Folge nur einen Plot, der wirklich ohne Probleme funktioniert. Und das sind die Ereignisse im Imperium. Wo Bruder Tag seinen Plan, die genetische Dynastie aufzulösen, weiter fortführt. Interessant ist dabei, wie es Königin Sareth gelingt, die Cleons alle zu beeindrucken. Sie ist charmant und klug. Sie schafft es, heikle Themen anzusprechen und so beispielsweise Bruder Tag dazu zu bringen, noch mal über das Attentat nachzudenken. Es ist vollkommen unklar, was sie vorhat. Aber aktuell ist dies der deutlich spannendeste Plot.
Mal sehen, wohin die Reise gehen wird. Diese Episode bereitet gleich mehrere Plots dafür vor.
Informationen
Regie: David S. Goyer
Drehbuch: Jane Espenson & David S. Goyer
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