In der drohenden Krise zwischen erster Foundation und Imperium verstärken sich beide Seiten.
Tragik und Humor
Um die Flotte anzuführen, die gegen die Foundation vorgehen soll, rekrutiert Demerzel (Laura Birn) den in Ungnade gefallenen General Bel Riose (Ben Daniels). Ihm wird einerseits klar gemacht, dass Bruder Tag seine „Feigheit“, die er vor einigen Jahren zu Tage gelegt hat, nicht verziehen hat. Aber andererseits darf er auch seinen Ehemann Glawen Curr (Dino Fetscher) wiedersehen, von dem er dachte, er sei tot.
Doch auch die Foundation sucht jemanden. In diesem Fall handelt es sich um Hober Mallow (Dimitri Leonidas), dessen Name in die Wand des Gewölbes eingebrannt wurde. Es zeigt sich, dass er sowohl ein Händler ist, wie ebenso ein Betrüger. Und parallel zu diesen Ereignissen erhält Hari Seldon (Jared Harris) etwas Außergewöhnliches, derweil Gaal (Lou Llobell) und Salvor (Leah Harvey) schon bald vor etwas fliehen müssen.
Herrscher und Untertan ist eine faszinierende Episode. Eine, die sowohl Humor aufweist. Aber auch tragische Momente. Derweil gleichzeitig ein großes Mysterium aufgebaut wird.
Eine überraschende Entwicklung
Im Prinzip handeln alle drei Handlungsstränge davon, dass hier etwas gesucht und dann auch erhalten wird. Wobei stellenweise die Konsequenzen einiger Ereignisse noch nicht vorhersehbar sind.
Die überraschendste Entwicklung ist die von Hali Seldon. Der sich zunächst wieder als egozentrisches Arschloch zeigt, als er eigenmächtig das Raumschiff, auf dem er und die beiden Frauen sich befinden, nicht nach Ignis steuert. Sondern nach Oonas Welt, eine ehemalige Minenwelt, deren Ressourcen mittlerweile erschöpft sind und die eine völlige, scheinbar leblose Wüste ist.
Dort kommt es wieder zu einem Streit zwischen ihm und Gaal, wo ihre jeweiligen philosophischen Unterschiede zu Tage treten. Er sieht das große Ganze, wo ein einzelnes Individuum keine große Rolle hat. Während sie es hingegen genau umgekehrt sieht.
Man ist da
Dann ändert sich alles schlagartig, als sie auf eine andere Frau stoßen. Kalle soll wohl Seldon früher geholfen haben, den Primärradianten zu erschaffen. Und sie gibt ihm einen neuen, menschlichen Körper! Was die größte Überraschung dieser Folge ist. Gleichzeitig werden auch jede Menge Fragen aufgeworfen. Wieso hat er ihn gekriegt? Und was bedeutet das für seinen Masterplan und für die Foundation? Ist der Körper wirklich rein biologisch oder sind da noch Geheimnisse versteckt? Das ist mit der spannendste Plot der ganzen Folge.
Schade nur, dass Salvor Hardin in dieser Episode einmal mehr kaum zur Geltung kommt. Ihre Funktion ist die einer Pilotin, die ab und zu einige Einwürfe machen darf. Aber ansonsten nicht wirklich etwas Wichtiges zur Handlung beiträgt.
Immerhin ist dieser Plot visuell besonders beeindruckend. Diese Wüstenwelt, mit den gigantischen inaktiven Maschinen und den Monumentalstatuen hat etwas, was einen fasziniert.
Ein grandioses Schlitzohr
Visuell schaffen es da die anderen Plots nicht ganz, mitzuhalten. Müssen sie auch nicht. Sie müssen nur unterhalten. Was ihnen durchaus gelingt.
Dabei ist der Kontrast zwischen der Foundation-Handlung und der im Imperium groß. Die Foundation kommt lockerlustig daher, derweil beim Imperium das Drama groß geschrieben wird. Ein interessanter Ansatz, der auch funktioniert.
Die Handlung bei der Foundation handelt davon, wie die beiden Prediger Hober Mallow suchen und finden. Der sich als ein ziemliches Schlitzohr erweist. Dank seiner überlegenen Technologie schafft er es, einen grandiosen Diebeszug zu organisieren, und das obwohl er bereits auf dem Schaffot war. Gleichzeitig wird hier auch der Beginn einer Beziehung zwischen ihm und Bruder Constant angedeutet, die sich als äußerst fasziniert von ihm zeigt.
Was für ein Kontrast
Im Imperium sieht man wunderbar, wie grausam das Reich mit jenen umgeht, die aus unerfindlichen Gründen in Ungnade gefallen sind. In diesem Fall handelt es sich um den General Bel Riose, der eine Schlacht entgegen dem Befehl von Bruder Tag abgebrochen hat, weil er überflüssiges Blutvergießen vermeiden will. Es wird sehr viel Zeit darauf verwandt, ihn als einen empathischen Mann darzustellen, der für andere einsteht und der die Seinen sehr wertschätzt.
Es ist ein interessanter Kontrast zu Hober Mallow. Dieser ist lebendig und flink mit Verstand und Zunge. Bel Riose hat hingegen etwas Schwermütiges an sich. Und wenn man ihn so später mit abrasierten Bart sieht, dann hat sich so einiges in sein Gesicht eingegraben. Trotzdem begegnen ihm viele Individuen mit enormen Respekt, weil er eben auch diese Aura hat, die dies auslöst.
Zwei Figuren wurden eingeführt, eine hat sich stark verändert: Es bleibt weiter spannend. Gut so!
Informationen
Regie: David S. Goyer
Drehbuch: Leigh Dana Jackson & Jane Espenson
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