[Perry Rhodan 269] Jagd auf den Zeitagenten

Lesezeit circa: 3 Minuten

 

Drei Mutanten erleben die Ewigkeit – und Mausbiber Gucky veranstaltet eine Roboterschlacht. – „Jagd auf den Zeitagenten“

Jagd auf den Zeitagenten
© Pabel-Moewig Verlag KG

Erschienen: 1966
Autor: Clark Darlton
Titelbild: Johnny Bruck

Zur Handlung

Ras Tschubai, die Woolvers und Lemy Danger werden über Kahalo abgeschossen. Lemy erreicht Perry und die Mutanten Kahalo. Hochgestecktes Ziel: Frasbur, den Zeitagenten der MdI gefangen nehmen. Dies gelingt auch und wird durch kleine Nebenepisoden anderer Art aufgelockert.

Rezension

Willkommen zu „Wieso kann ich die alten Perrys nicht so genießen wie die neueren?“ Ich würde wirklich von Herzen gerne einfach nur lesen und alles toll finden. Geht aber nicht.

Bereits auf den ersten Seiten klickt mein Kopf mehrfach. Tako teleportiert blind aus einem Raumschiff und fliegt auf den Planeten Kahalo zu. Auf die Reibungshitze wird geachtet, er nutzt seinen Schutzschirm. Soweit alles gut. Dann teleportiert er sich auf eine Bergspitze. Und da rattert es schon los im Kopf. Wieso eigentlich können Teleporter in PR aus höchster Beschleunigung heraus in den Stillstand springen, ohne schwere gesundheitliche Folgen? Ihr Körper müsste doch eigentlich die kinetische Bewegungsenergie beibehalten beim Sprung.

Dann findet Ras eine Höhle und beginnt, eine Wassertablette zu lutschen. Da frage ich mich heute immer noch: Was zum Kuckuck ist eine Wassertablette? Wie soll so etwas funktionieren? Und wieso haben die Terraner im Einsatz diese manchmal dabei und verdursten bei anderen, weil sie kein Wasser mehr im Wassertank haben?

Lemurisch und Tefrodisch hören sich nahezu gleich an. Wie eine Sprache nach 52000 Jahren noch gleich sein soll, erschließt sich mir nicht. Ebenso wenig, dass in der langen Zeit kein nennenswerter technischer Fortschritt auf allen Ebenen stattgefunden haben soll.

Den kleinen Ausflug in die Unendlichkeit fand ich einigermaßen spannend. Hier wurde unser Universum als Möbiusband dargestellt. Eine Idee, die man 1400 Hefte später wieder aufgegriffen hat. Ob bewusst oder unbewusst lässt sich heute sicher nicht mehr klären.

Don Redhorse hat im Ortungsschutz einer Sonne eine Begegnung mit einem sich intelligent verhaltenden Energiewesen. Dabei fällt der Ausspruch: „Zum ersten Mal in unserer Geschichte begegnen wir intelligenter Energie.“ Aha… Und was ist mit den Energiewesen auf GOL, denen in Horror, um nur zwei von vielen Vertretern von Energiewesen zu nennen?

Fazit

Es nervt langsam ein wenig, ewig nur eine Handlungsebene zu haben. Von vielleicht fünf Heften abgesehen verläuft die gesamte Handlung ausgesprochen linear. Nichts gegen lineare Handlungen, die haben auch Vorteile und Stärken. Ein paar mehr Wechsel hätten dennoch gut getan. Da baut sich dann mehr Spannung auf. Dennoch hat „Jagd auf den Zeitagenten“ seinen Charme und ich kann es als eines der besseren der zweiten Zyklushälfte verbuchen.

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Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.
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