Die aktuelle Staffel hält die Gründe für Trish Walkers Verhalten nicht lange geheim.
Wenn Verlangen obsessiv wird
Schon seit langem wollte Trish Walker (Rachael Taylor) ihrer Schwester Jessica Jones (Krysten Ritter) helfen. Doch anders als diese, hatte sie keine Kräfte. Bis sie sich einer experimentellen Behandlung unterzog, die ihr diese gab. Leider ausgerechnet, nachdem ihre Schwester die Beziehung zu ihr unterbrach.
Doch das hält Trish Walker nicht davon ab, ihre neuen Kräfte zu nutzen. Sie findet heraus, was sie genau kann, trainiert ihren Körper und stürzt sich auf das Bekämpfen von Verbrechen. Wobei sie schnell feststellen muss, dass das alles andere als einfach ist. Parallel dazu gestaltet sie ihr Leben um, auch wenn sie weiterhin im Fernsehen auftritt. Doch merkt man, dass sie dies nur Alibihalber macht. In Wahrheit will sie ein angesehener Held werden und gemeinsam mit ihrer Schwester das Verbrechen bekämpfen.
Das Verhältnis zwischen Trish und Jessica war schon immer ein Highlight der Serie. Weil Trish jemand war, die zu ihrer Schwester aufsah, auch wenn sie im Vergleich ein deutlich besseres Leben führte. Aber es wurde ständig gezeigt, dass sie ihrer Ziehschwester unbedingt helfen wollte, auch wenn sie dadurch selber in Gefahr geraten würde. Im Laufe der zweiten Staffel änderte sich das. Ihr Verlangen wurde langsam obsessiv, weshalb sie sich am Ende sogar einem illegalen Experiment unterzog, um Kräfte zu kriegen. Die dann in den letzten Minuten von Der Freizeitpark endlich zu Tage traten.
Der unbedingte Wunsch zu helfen
A.K.A. Gern geschehen schließt direkt da an. Man sieht, wie Trish ihr Handy mit dem Fuß auffängt und dabei unglaubliche Reflexe beweist. Um dann in den kommenden Minuten zu sehen, wie sie nach und nach den Umfang ihrer wahren Kräfte herausfindet und diese immer weiter trainiert.
Es ist eine Folge, die sich einzig und allein um Trish Walker dreht. Jessica Jones taucht nur am Ende ein paar Mal auf, ansonsten kann man hier den Werdegang von Trishs „Heldenkarriere“ beobachten. Dabei macht die Episode kein Geheimnis darum, dass dies im Prinzip „nur“ obsessives Verhalten ist. Sie steigert sich immer mehr dahinein, dass sie eine Heldin werden will. Wie ihre Schwester.
Der sie am liebsten alles erklären möchte. Doch der Kontakt zu ihr ist unterbrochen. Was an Trish spürbar nagt. Wiederholt sieht man, wie sie versucht, Jessica anzurufen oder sie in ihrer Wohnung aufzurufen. Nur um dann entweder geblockt zu werden oder im aller letzten Moment einen Rückzieher zu machen.
Das Kostüm kenne ich doch?
Und so sieht man in dieser Episode, wie Trish ihren Körper immer weiter trainiert, wie sie ihre Fähigkeiten immer besser kennenlernt und wie sie erste Schritte als eine Heldin unternimmt. Die allerdings nicht ganz so glatt verlaufen, wie sie es sich vorgestellt hat. Aber auch hier zeigt sich ihr unbedingter Wille, eine Heldin zu werden und das sie bereit ist, aus Fehlern zu lernen.
Was zu einer netten Sequenz führt, wo sie versucht, ein Kostüm und eine Maske für sich zu finden. Hier gibt es jede Menge Anspielungen auf die Welt der Superhelden, inklusive einem Outfit, das entfernt an Captain Marvel erinnert. Und einem Kostüm, dass eine deutliche Hommage an ihre Superheldenidentität aus den Comics, Hellcat, ist. Was einfach nur großartig ist!
Es sind jede Menge wundervolle Momente, die zeigen, wie sehr Trish sich und ihr Leben geändert hat. Was sogar so weit geht, dass sie sich heimlich Polizeiakten besorgt, um potenzielle Übeltäter ausfindig zu machen und diese dann später zu stellen. Was wieder zu der Szene von der vorherigen Episode führt, wo Jessica sie in Aktion erlebt und meint sie retten zu müssen.
Eigentlich ist dies eine gute Folge. Die sich dann allerdings im letzten Drittel zieht. Irgendwann ist da einfach die Luft raus, was natürlich Schade ist.
Info
Drehbuch: Hilly Hicks, Jr.
Showrunner: Melissa Rosenberg, Scott Reynolds
Regie: Krysten Ritter
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