Jessica Jones und Gregory Sallinger liefern sich in dieser Folge ein Schachspiel mit schrecklichem Ausgang.
Endgültig ein würdiger Gegenspieler
Jessica Jones (Krysten Ritter) erhält von Sallinger (Jeremy Bobb) ein Video, wo er seinen nächsten Mord anteasert. Alarmiert rekrutiert sie daraufhin Trish (Rachael Taylor), obwohl diese durch ihr Foto als maskierte Vigilantin die Ermittlungen komplizierter gemacht hat. Als sich herausstellt, dass das Video eine Ablenkung war, reagiert die Privatdetektivin, indem sie ihrerseits ein Video aufnimmt, wo sie sein Appartement zerstört. Womit sie allerdings eine drastische Eskalation auslöst.
Derweil mischt sich auch Jeri Hogarth (Carrie-Anne Moss) ein. Als sie nämlich, anlässlich des Fotos, in aller Öffentlichkeit die Demaskierung von Trish verlangt und von einem Krieg gegen die Vigilanten mit Superkräften spricht. Sie erhofft sich dadurch mehr Publicity für sich selbst.
Mit A.K.A. Kamerafreundlich hat die dritte Jessica Jones-Staffel endgültig den Status erreicht, der sich bereits in der letzten Folge angekündigt hat. Sie ist jetzt definitiv ein Must-See. Und Sallinger ist endgültig ein würdiger Gegenspieler für sie.
Ein eindeutiger Sieger
Dabei ist die Episode von einer Art Katz-und-Mausspiel zwischen den beiden geprägt. Weil im Prinzip die beiden in der gesamten Folge immer wieder sich herausfordern und triezen. Nie direkt, immer nur über soziale oder normale Medien. Aber immer so, dass klar ist, dass da eine Reaktion erfolgen muss! Sie pushen sich gegenseitig im Bemühen, dass der jeweils andere einen Fehler macht, um ihn aus dem Spiel zu nehmen. Und am Ende ist Gregory Sallinger der lachende Sieger.
Dabei hat man stets das Gefühl, dass es Jessica ist, die unter erheblichen Druck steht. Sie versucht einerseits, ihre Schwester zu schützen, obwohl das Foto von ihr als maskierte Vigilantin die Situation für sie nicht eben einfacher macht. Derweil ist sie gleichzeitig bemüht, Sallinger zur Strecke zu bringen.
Ihre Bemühungen bei Letztgenanntem sind hierbei für sie untypisch. Sie agiert hier nicht direkt, sondern indirekt. Sie schickt andere vor oder lässt sich dabei aufnehmen, wie sie das Appartement des Killers zerstört. Aber es kommt nicht zu einer direkten Konfrontation, was ja sonst ihr typischer Modus Operandi ist. Hält sie sich auf einmal an die Regeln? Versucht sie, einen juristischen Prozess zu vermeiden, der ihr ja droht?
Absolut skrupellos
Wobei es durchaus juristischen Ärger für sie gibt. Wenn auch wieder eher indirekt. Denn Jeri Hogarth beweist einmal mehr, was für eine skrupellose Opportunistin sie ist. Ihr Ruf danach, dass sich Trish demaskiert, sowie allgemein ihr ausgerufener Krieg gegen die Vigilanten mit Superkräften geschieht ja nicht einfach so. Sie erhofft sich einen Vorteil davon: mehr Aufmerksamkeit für sich und ihre Kanzlei, die ja zuletzt Federn gelassen hat, und gleichzeitig, dass ihr Mandant nicht mehr so sehr im Mittelpunkt des Geschehens steht. Sie tut das wohlwissend, dass von diesem Krieg auch Jessica Jones betroffen sein dürfte. Womit einmal mehr klar ist, dass es ihr am Ende nur um eine Person geht: Sie selbst!
Derweil muss Malcolm etwas Überraschendes erfahren. In der letzten Folge hat man ja mitgekriegt, dass seine aktuelle Geliebte Zaya eine Videoaufnahme entdeckt hat, wo er mit Trish interagiert hat. Als sie diese Aufnahme in dieser Episode gemeinsam mit Jeri anguckt, sind die belastenden Passagen entfernt worden. Und zwar durch sie. Und damit hat man nicht gerechnet, genauso wenig wie Malcolm, wenn man seinen Gesichtsausdruck sieht. Das dürfte noch sehr interessant werden.
Ein Fanal!
Eine grandiose Folge!
Info
Drehbuch: Stephen Surjik
Showrunner: Melissa Rosenberg, Scott Reynolds
Regie: Scott Reynolds
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