Es scheint so, als ob die wahre Bedrohung für die Lanterns nicht die Außerirdischen sind.
Es wird nicht gekleckert
Hal Jordans (Kyle Chandler) Ringenergie geht zu Ende, weshalb der John Stewart (Aaron Pierre) losschickt, damit dieser seine Batterie holt. Und derweil sein Protegé unterwegs ist, stellt er weiter Nachforschungen an. Er findet schon bald heraus, dass überall in der Stadt Alientechnologie verbaut worden ist. Und als er den Verantwortlichen befragen will, wird er angeschossen.
John Stewart kommt unterdessen bei Hals zu Hause an. Und nachdem er dessen „Haustier“ gefüttert hat, sowie einige Sachen zusammengepackt hat, wird er auf ein Mal angegriffen und gekidnappt. Er kann sich zwar kurze Zeit später befreien. Doch ist diese Phase der Freiheit nur von kurzer Dauer.
Die zweite Episode der Lanterns-Reihe kleckert nicht, sie klotzt. Denn mit Nicht von dieser Welt wird nicht nur das Mysterium um Rushville vertieft. Ebenso wird auf ein Mal eine neue Bedrohung aufgebaut, die scheinbar erklärt, wieso die Außerirdischen in dieser Kleinstadt sind.
Mit Leichtsinn unterwegs
Es ist wieder eine geniale Episode. Eine, in der nicht nur die Rätsel vertieft werden. Sondern ebenso eine, in der auch die beiden Hauptfiguren weiter charakterisiert werden.
Dabei geht die Folge geschickt vor. Sie trennt die beiden Lanterns voneinander und lässt sie jeweils für sich ein Abenteuer erleben. Die es entsprechend in sich haben.
Bei Hal Jordan sieht man wieder, dass Furchtlosigkeit auch zu Leichtsinn führen kann. Sozusagen mit dem Gedanken „Wird schon schiefgehen“ agiert der Veteran scheinbar einfach drauflos. Er führt sich wie ein Rüpel auf, der überall aneckt, der scheinbar mit großen Vergnügen anderen Leuten auf die Nerven geht und ihnen auf die Füße steigt.
Nur dem Anschein nach kopflos unterwegs
Dabei wird allerdings langsam klar, dass seine scheinbare Planlosigkeit keine ist. Im Gegenteil: Alles, was er tut, geschieht aus gutem Grund, auch wenn sich dieser einem zu Beginn nicht unbedingt erschließt. Wieso er beispielsweise die Leichen der Außerirdischen aus dem Leichenschauhaus entführt, hat zunächst den Anschein, als ob er nur den örtlichen Sheriff herausfordern möchte. Oder als er später den Großindustriellen herausfordert, der das Sicherheitssystem mit der Alientechnologie eingebaut hat, hat man das Gefühl, er tut dies, um sich hervorzutun. Doch hinter allem steckt der Plan, Gewissheit zu kriegen.
Denn es stellt sich die Frage, wer in der Stadt ein Alliierter sein könnte und wer nicht. Dem Anschein nach legen viele der Bewohner Wert darauf, dass er die Kleinstadt so schnell wie möglich verlässt. Was natürlich Hal nicht tut. Die einzige Ausnahme scheint Sheriff Kerry Kane zu sein, die gefühlt zwischen den Stühlen sitzt. Einerseits möchte sie ebenfalls Ruhe und Frieden haben. Andererseits unterstützt sie Hal immer mal wieder.
Hal selbst fallen im Laufe der Zeit immer mehr Ungereimtheiten auf. Die vermutlich im Laufe der kommenden Folgen noch relevant werden dürften. Wie beispielsweise das Krankenhaus mit modernster Technik aber kaum Patienten. Die Erklärung von Kerry Kane dürften ihn da nicht beruhigen.
Ein Name, der aufhorchen lässt
John Stewarts Erlebnisse wirken zunächst wie Comedy Relief. Er begegnet den Exzentrizitäten seines Mentors überrascht bis frustriert. Interessant wird es erst dann, als er von den Außerirdischen entführt wird, die ihm von ihrem wahren Ziel berichten und ein Ultimatum geben.
Der Name Manhunters lässt natürlich einen Comicfan aufhorchen. Denn in der Welt der bunten Bilder waren sie, je nach Kontinuität, einst der erste Versuch der Guardians, den Anführern des Green Lantern Corps, eine Art Polizei aufzubauen. Die anschließend jedoch am Ende mehr Schaden als Nutzen anrichteten und deshalb eingesperrt wurden. Nur um dann immer wieder als Gegner der Green Lanterns zurückzukehren.
Sollten sie wirklich der Hauptgegner der Serie sein, dann dürfte es spannend werden. Denn ihnen wird, genauso wie den Außerirdischen, einige interessante neue Fähigkeiten angedichtet. Die es schwerer machen dürfte, sie aufzuspüren.
Ein unbedingter Wille
John Stewart selbst kann übrigens auf eine indirekte Art und Weise glänzen. Denn er erschafft mit Hals Ring einen Vogel. Der die ganze Zeit über bei ihm bleibt, selbst dann, als Hals Ringenergie leer ist. Das zeigt von einem gewissen Willen Johns. Und wird vermutlich in künftigen Folgen relevant werden.
Jede Menge Eastereggs, eine spannende Handlung: Es ist wieder eine exzellente Episode.
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