Es zeigt sich, dass auch ein holografisches Abbild Hal Jordans dasselbe Arschloch wie der Reale sein kann.
Genauso ein Sturkopf, wie der Echte Hal
John Stewart (Aaron Pierre) hat den Ring von Hal Jordan (Kyle Chandler) an sich genommen und dessen holografisches Abbild hervorgerufen. Der kommt ziemlich schnell dem anderen auf die Schliche, dass die Beerdigung nicht so abgelaufen ist, wie es in dem Testament gewollt worden war. Und stellt sich auch sonst quer, was den Willen nach Zusammenarbeit angeht.
Dabei will John doch nur, dass der Holo-Hal ihm den Tresor öffnet. Dieser stellt allerdings Bedingungen, ehe er das macht. Erst, wenn diese erfüllt sind, öffnet er die Tür zu diesem Safe. Innendrin findet das Paar einige Überraschungen.
Schlecht fürs Image war keine sonderlich gute Folge. Weil man merkte, wie verzweifelt und umständlich hier versucht wurde, die finalen Episoden der Season vorzubereiten. Die gute Nachricht ist, dass Das Erbe der Jordan-Jungs fast wieder an alte Zeiten anknöpfen kann.
Einmal Arschloch, immer Arschloch
Das liegt vor allem daran, weil hier nicht wieder umständlich die Situation herbeigeführt werden muss, dass John an Hals Ring kommt. Das ist ja schon erledigt. Womit diese Folge etwas befreiter aufspielen kann. Und das alte Paar erneut aufleben lässt, wenn auch unter anderen Vorzeichen.
Es zeigt sich, dass das holografische Abbild Hal Jordans ein ebenso großes Arschloch sein kann, wie das reale Vorbild. Allerdings etwas anders, als man es meinen könnte. Denn dieser Holo-Hal nutzt die Tatsache, dass er eben nicht real ist, weidlich aus. Dies und der Fakt, dass er sich anscheinend selber aus- und anschalten kann, sorgen wiederholt dafür, dass er John Stewart regelrecht und gerne nerven kann.
Und doch ist die Beziehung zwischen den beiden etwas anders, als noch bei dem alten Hal. Man merkt, dass der Holo-Hal langsam gegenüber John einen gewissen Respekt entwickelt, spätestens seit dem Moment, wo dieser den Ring ablegt und das Hologramm immer noch präsent ist. Dass und die Tatsache, dass John sich sogar Methoden überlegt, wie er den anderen aus seinem Kopf drängen kann, sorgen dafür, dass Holo-Hal ihn langsam aber sicher anders ansieht als der richtige Hal.
Wer ist für den Tod verantwortlich?
Dabei dreht sich ein Teil der Folge auch um die Frage, wer Hal umgebracht hat. Und hier ist der Beginn der Episode wichtig. Wo man sieht, wie Hal als Kind von seinem Baseball-Coach die Leviten gelesen werden, weil er sich geweigert hat, den Ball abzugeben. Hier stößt dann sein Vater Martin hinzu und nimmt die Seite seines Sohnes ein. Später kommt es zu einem Gespräch zwischen den beiden Jordans, wo der Vater seinem Kind den Schlüssel zu einem Safe gibt, mit dem Auftrag die Tradition der Jordan-Jungen weiterzuführen, egal wie problematisch das sein mag.
Diese Szene ist enorm doppeldeutig aufgeladen. Man merkt, dass das, was Martin Jordan sagt, nicht nur eine simple Traditionsweitergabe ist. Stattdessen ist hier noch etwas anderes im Spiel. Aber man weiß zunächst nicht, was hier genau weitergegeben wird. Nur, dass der Schlüssel eine besondere Bedeutung haben muss.
Was diese sein kann, das wird dann am Ende der Episode aufgelöst. Wo Holo-Hal und John Stewart auf eine fremde Welt kommen, auf der Letzterer durch die Mangel gedreht wird. Und Holo-Hal ihm schließlich eine wichtige Erkenntnis mitteilt, die das Ableben des realen Hals erklären könnte.
Ein Tod, verschiedene Antworten
Ob diese auch so stimmt, ist noch unbekannt. Denn vorher in der Episode hat das Hologramm eine andere Vermutung geäußert, wodurch der reale Hal Jordan gestorben sein könnte. Womit man am Ende zwei unterschiedliche Ideen hat, was für den Tod der ehemaligen Green Lantern verantwortlich sein könnte.
Das wirkt jetzt von der Beschreibung so, als ob John Stewart nur das fünfte Rad am Wagen war. Tatsächlich hat aber auch er einiges an Handlung. Wo man einmal mehr merkt, dass er sehr zielorientiert arbeitet und bereit ist, dafür einiges zu machen. Inklusive einer Erpressung nachzugeben. Und er zeigt eine enorme Willensstärke. Denn wie sonst hätte er es schaffen können, das Hologramm aus seinem Kopf zu drängen.
Ein Manko gibt es in dieser Folge. Und zwar wird ständig betont, dass der Ring nur noch wenig Saft hat. Dass er dringend eine Batterie braucht, um wieder aufgeladen zu werden. Und doch hat man das Gefühl, dass das immer nur dem Schein halber gesagt wird. Dass es in Wahrheit keine Rolle spielt, weil das Zeitlimit, das irgendwann gesetzt wird, gefühlt deutlich überschritten wurde. Das hätte man besser lösen können.
Doch ansonsten macht diese Folge wieder jede Menge Laune.
Info
Regie: Alik Sakharov
Drehbuch: Damon Lindelof, Tom King
Showrunner: Chris Mundy
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