Man verspürt in dieser Episode das starke Bedürfnis, eine bestimmte Figur mal kräftig an den Schultern zu schütteln.
Die schlechten Entscheidungen sind wieder zurück
Der Kampf zwischen Godzilla und Titan X hört plötzlich auf, als Letztere wieder auf ihrer alten Wanderroute ist, wodurch Big G nicht mehr aktiv werden muss. Doch damit ist noch nicht alles ausgestanden. Vielmehr verlagert sich das Geschehen auf Skull Island, wo es zu einer Auseinandersetzung zwischen der Titanin und King Kong kommen soll. So jedenfalls der Plan von Isabella (Amber Midthunder).
Sie will nämlich die Kontrolle über Titan X übernehmen und gleichzeitig dauerhaft eine Passage zu Axis Mundis öffnen. Cate (Anna Sawai), die von ihr gefangen genommen wurde, versucht verzweifelt ihren Halbbruder Kentaro (Ren Watabe) zur Vernunft zu bringen, doch der hört sich nicht auf sie. Sie soll dann von der Insel abtransportiert werden, kann allerdings im letzten Moment fortlaufen und Kontakt zu den anderen aufnehmen, die sich ebenfalls auf der Insel befinden.
Vor allem in der ersten Season waren die Figuren von Monarch – Legacy of Monsters gut darin, Entscheidungen zu treffen, die einen sich die Haare raufen ließen. Hierdurch entstand stellenweise sehr der Eindruck, dass man es hier eher mit einer Soap zu tun hatte, anstatt mit einer Monster-Drama-Serie. Das wurde in der zweiten Staffel etwas besser. Ehe es jetzt mit Die Enden der Welt wieder verstärkt zurückkommt.
Zum Haareraufen
Dafür „danken“ darf man Kentaro. Der in seiner Trauer über den Tod seines Vaters Hiroshi nicht nur mit seiner Familie gebrochen hat. Sondern sich ebenso in die nächstbesten Arme von Apex geworfen hat. Die in Form von Isabella vertreten wird.
Die ganze Episode über sieht man, wie sie mit ihm spielt. Wie sie ihn manipuliert und sogar offen ins Gesicht lügt. Und er? Konfrontiert sie an einer Stelle mit ihren widersprüchlichen Aussagen, gibt sich dann aber mit ihren fadenscheinigen Ausreden zufrieden. Es scheint wirklich so, dass ihm alles egal ist, außer der Möglichkeit, seinen Vater durch irgendwelche obskuren Zeitreisemöglichkeiten davon abzuhalten, zu sterben.
Man möchte ihn am liebsten an den Schultern nehmen und einmal kräftig schütteln. Einfach, weil sein Verhalten so absolut idiotisch ist und sich nicht wirklich logisch erklären lässt. Es ist bereits bezeichnend, wenn Cate, die sich ja in Sachen Handlungslogik auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, am Ende besser dasteht als er, schon allein dadurch, dass sie sich zu ihren Fehlern bekennt.
Einen Nachteil zu einem Vorteil umwandeln
Zunächst mag dies einen ärgern. Sorgt aber gleichzeitig dafür, dass man dann doch wie gebannt zuschaut. Weil man wissen möchte, ob und wie der Plan sich entwickelt. Und ob nicht dennoch etwas schiefläuft.
Und schieflaufen tut einiges. Nicht zuletzt durch die Tatsache, dass die Titanen sich nicht immer an die Pläne der Menschen halten. Was sich ja schon zu Beginn zeigt, wo Godzilla sich auf ein Mal wieder zurückzieht, nachdem der Titan X auf ihre alte Wanderroute gebracht hat. Was ein Verhalten ist, mit dem niemand gerechnet haben dürfte.
Und doch lässt sich Isabella nicht davon abbringen. Im Gegenteil: Stets scheint sie dieser oder andere Ereignisse in ihre Pläne einzubauen und es zu ihrem Vorteil zu nutzen. Was sie zu einer gefährlichen Antagonistin werden lässt.
Eine starke Liebe
Natürlich vergisst die Reihe auch nicht die anderen Figuren. Vor allem für Lee Shaw und Keiko kommt es zu einem bittersüßen Moment, als sie an einer Stelle, die den Übergang zu Axis Mundis markiert, lauter Nachrichtensonden mit Nachrichten von Bill Ramsay finden. Der in diesen seine Liebe zu Keiko bekräftigt.
Hier passen dann auch die Rückblenden, die in dieser Folge wieder eingebaut werden. In der einen, zu Beginn der Episode, sieht man, wie Keiko und Bill spontan heiraten. In der anderen sieht man, wie Bill nach Keikos Verschwinden in Axis Mundis sich in seiner Arbeit vergräbt und dadurch seinen Sohn vernachlässigt. Es sind Szenen, die einen berühren und die einen auch nicht kalt lassen. Weil sie zum einen zeigen, dass Keiko und Bill sich wirklich geliebt hatten. Aber ebenso, dass die Vernachlässigung der Familie, die ja Hiroshi dann später gezeigt hat, nicht von ungefähr kommt.
Es ist wieder eine großartige Folge, die einen umso gespannter macht, wie jetzt das Seasonfinale sich gestalten wird.
Informationen
Regie: Lawrence Trilling
Drehbuch: Tanner Hansinger
Showrunner: Chris Black
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