Es ist erstaunlich, wie gut es die Folge schafft, Dinge zu erklären ohne aber die wirklich wichtigen Dinge zu erklären.
Der Funke will nicht springen
In einer Rückblende sieht man, wie Annie (Mae Whitman) und ihr Vater von Hunds Mutter angegriffen werden. Ihr Vater kann das Monster töten, verliert aber dabei sein Leben. Annie findet hinterher den noch jungen Hund vor. Die beiden werden nach und nach beste Freunde und überleben auf Skull Island.
In der Gegenwart kommt Annie zu sich und ist zu Recht auf ihre Mutter Irene (Betty Gilpin) und deren Aktionen wütend. Gleichzeitig geht es Mike (Darren Barnet) immer schlechter, bis dann doch ein Heilmittel gefunden werden kann. Derweil Hund und Charlie (Nicolas Cantu) ihren Weg über die Insel finden.
Zeit der Zärtlichkeit ist eine Folge, bei der eigentlich am Ende der berühmte Funke übergesprungen hätte sein müssen. Doch das geschieht nicht. Vielmehr sitzt man nach den Credits da und ist eher mittelmäßig von dem Geschehen unterhalten.
Wenn die falschen Dinge erklärt werden
Dabei ist dies eine Episode, in deren Verlauf die verschiedenen, versprengten Protagonisten nach und nach zusammenfinden. Und wo am Ende dann nochmal klar gemacht wird, wer der wahre Antagonist der Serie ist. Insofern ist sie natürlich für den Handlungsverlauf von enormer Bedeutung, weil hier die Vorbereitungen fürs Finale getroffen werden.
Doch am Ende schafft sie es nicht, einen zu überzeugen. Was unter anderem daran liegt, dass sie zwar Dinge erklärt. Aber nicht so wirklich die Sachen, die einen interessieren.
So sieht man in der Rückblende, wie sich Annie und Hund kennengelernt haben, bzw. wie ihr Vater und dessen Mutter sich gegenseitig getötet haben. Das passt zu der Aussage, die Annie in einer der früheren Episoden gemacht hat, als sie davon berichtet hat. Aber eigentlich will man etwas anderes wissen.
Es bleiben noch zu viele Fragen offen
Wieso hat Hunds Mutter die Menschen angegriffen? Wieso sind sie mit ihrem Boot auf Skull Island gestrandet? Hat es mit dem Kraken zu tun? Und woher weiß Irene, dass ihre Tochter auf der Insel war? Wieso war sie nicht dabei? Haben sie und Annies Vater sich voneinander getrennt?
Natürlich kann man jetzt behaupten, dass dies keine handlungsrelevanten Fragen sind. Aber am Ende sind es doch Fragen, die offen im Raum herumstehen. Wo man sich wirklich eine Beantwortung wünschen würde. Selbstverständlich wäre es ebenso möglich, dass man die Antworten in den beiden noch kommenden Folgen erhält. Doch dann läuft die Serie Gefahr, sich selbst Platz für eine spannende Handlung wegzunehmen, weil sie mehr mit der Beantwortung der Fragen beschäftigt ist, anstatt mit dem Handlungsabschluss.
Wobei man allerdings ebenfalls sagen muss, dass die Figuren einem in dieser Folge ziemlich auf den Senkel gehen. Es ist das eine, dass Annie auf Irenes Bemühungen, zu ihr eine Verbindung aufzubauen, kratzbürstig reagiert. Aber muss sie dabei wiederholt betonen, dass ihre Mutter auf sie mit einem Betäubungspfeil geschossen und sie gefesselt hat?
Wie soll das passen?
Und dann ist da noch Charlies Abenteuer mit Hund. Wo er ständig am Jammern und Meckern ist, weil er wirklich gerne auf Hunds Rücken reiten möchte. Dieser ihn allerdings nicht lässt. Bis der Junge einen folgenschweren Fehler macht, der dann noch mal kurzfristig für Spannung sorgt.
Auch das Ende der Episode ist enttäuschend. Auf ein Mal greift der Kraken das Lager an und kidnappt einen 08/15-Söldner, der vorher nur sporadisch auftauchte. Hier leistet sich die Animation einen Riesenschnitzer, weil man bei dem Angriff das Gefühl hat, dass das Lager sehr weit von der Küste entfernt ist und das Monster sehr große und lange Tentakel haben muss, um überhaupt so weit greifen zu können.
Es ist Schade, aber diese Folge ist mal wieder ein Reinfall.
Info
Drehbuch: Brian Duffield
Showrunner: Brian Duffield
Regie: Amanda Sitareh B.
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