Mit dieser Episode sollte das DC Cinematic Universe unter der Ägide von James Gunn offiziell starten.
Es geht los!
Es ist jetzt mittlerweile 4 Jahre her, seitdem James Gunn gemeinsam mit Peter Safran die Leitung der DC Studios übernahm. Als er dann einige Zeit darauf seinen Fahrplan für das Cinematic Universe vorstellte, machte er klar, dass dies nicht nur aus Kinofilmen oder Live-Action-Serien bestehen würde. Sondern ebenso aus Animationsserien.
Der offizielle Startschuss sollte dabei Creature Commandos sein, eine Zeichentrickserie, die James Gunn bereits konzipiert und die Drehbücher zu den Episoden verfasst hatte, noch ehe er den neuen Posten erhielt. Als er diesen hatte, gab er sich quasi selber grünes Licht. Die Reihe sollte dabei als Einstiegspunkt in das neue Universum sein, was allerdings vor allem daran lag, dass die Serie zum Zeitpunkt der Entscheidung schon fast fertig geschrieben war.
Dabei wurde James Gunn selbst nicht Showrunner der Reihe, da er zum Zeitpunkt der Produktion schon mit den Arbeiten am eigentlichen Cinematic Universe beschäftigt war. Stattdessen wurde Dean Lorey zum Showrunner ernannt.
Viele bekannte Namen
Beim Cast war das Besondere, dass die jeweiligen Sprecher ihre Rollen auch in künftigen Live-Action-Auftritte wahrnehmen sollten. Das merkte man unter anderem daran, dass Frank Grillo Rick Flag Sr. wurde, einen Charakter, den er ebenfalls in der zweiten Peacemaker-Staffel darstellen sollte. Die Britin Indira Varma (Torchwood) wurde zur Braut, derweil James Gunns Bruder Sean (Guardians of the Galaxy) G. I. Robot und Weasel sprechen sollte. Alan Tudyk (Firefly) konnte man hingegen im Laufe der ersten Staffel in gleich drei Rollen hören. Er sprach Doctor Phosphorus, den Wissenschaftler Will Magnus und Clayface. Zoë Chao (Strangers) wurde zu der aquatischen Mutantin Nina Mazursky, derweil David Harbour (Stranger Things) seine Stimme Eric Frankenstein verlieh. Sydney Chandler (Alien Earth) als Nosferata rundete den Cast ab.
Pokolistan, eine ölreiche Nation, wird von der Zauberin Circe und ihren Sons of Themyscira angegriffen. Die USA haben kein Interesse daran, dass die Nation untergeht. Weshalb Amanda Waller aktiv und eine Task Force M erstellt. Da sie keine Task Force X mehr erstellen darf, besteht diese ausschließlich aus Nicht-Menschen. Geleitet wird das Creature Commando, wie es auch genannt wird, von Rick Flag Sr..
Als das Team in Pokolistan ankommt, wird es von Prinzessin Ilana empfangen. Die dann später versucht, Rick Flag Sr. zu verführen. Derweil die anderen Teammitglieder ihre eigenen Pläne verfolgen. Die Braut sucht mit Nina im Schlepptau den Ort auf, wo sie vor über 100 Jahren entstand. Und Doctor Phosphorus versucht von Rick Flag Sr. den Detonator zu stehlen, mit dem dieser die in seinem Kopf eingebauten Bomben explodieren lassen könnte.
Nackte Tatsachen
Mit Das Magengrummeln wird gleich von Anfang gezeigt, wie radikal anders James Gunn sein DC Cinematic Universe gestaltete. Denn die Serie schenkt dem Zuschauer nichts. Es geht hier heftig zur Sache und es gibt sogar die eine oder andere Szene mit nackten Tatsachen, auch wenn diese nie explizit wird.
Aber es ist dann doch interessant, vor allem, wenn man die Trickserie mit der ähnlich krassen Peacemaker-Serie vergleicht. Und gleichzeitig ebenfalls das im Vergleich deutlich harmlosere Superman berücksichtigt. All dies trägt die sichtbare Handschrift von James Gunn, der vor allem in Creature Commandos seine Vorliebe für heftigen Humor ausleben kann.
Als Comicfan muss man wissen, dass die Reihe sich an den Vorlagen nur sehr frei orientiert. Sie übernimmt gewisse Aspekte, wie eben, dass es ein Team namens Creature Commandos gab, das überwiegend aus Monstern oder anderen nicht-menschlichen Figuren bestand. Aber ansonsten macht es sein eigenes Ding, wie man anhand von Nina sieht, die extra für die Zeichentrickserie erfunden wurde.
Es wird alles eingeführt
Die Auftaktepisode verwendet entsprechend viel Zeit darauf, die Handlung und die Figuren einzuführen. Jeder Charakter, abgesehen von Rick Flag Sr., kann durch eine gewisse Exzentrizität glänzen. Die Braut ist geradeheraus und schnörkellos, G. I. Robot redet immer davon Nazis zu töten und Anna ist die empathischste im ganzen Team. Es ist eine interessante Gruppenzusammenführung, bei der man gespannt sein darf, wie sich dies in den nächsten Folgen dann noch entwickeln wird.
Was ebenso für die Antagonisten gilt. Circe und ihre Sons of Themyscira spielen nämlich in der Auftaktfolge kaum eine Rolle. Sie tauchen zu Beginn und später kurz auf und verschwinden dann wieder. Entsprechend kriegen sie auch keine Weiterentwicklung.
Antagonisten scheinen auch Prinzessin Ilana und ihre Wächter zu sein. Jedenfalls wirkt ihr Verhalten verdächtig. Die Tatsache, dass sie versucht, Rick Flag Sr. zu verführen. Oder die schlechten Witze ihrer Soldaten. Das wirkt so, als ob hier etwas faul ist. Nur was genau… Das ist natürlich noch unklar.
Scherze, die nicht zünden
Wie so vieles an dieser Serie. Es ist eben eine Auftaktfolge, die vieles nur vorbereitet. Richtig zur Sache wird es dann erst in den noch folgenden Episoden gehen.
Definitiv gewöhnungsbedürftig ist der Humor dieser Serie. Wer dachte, dass man James Gunns speziellen Humor bereits von Peacemaker her kennt, der wird in dieser Folge überrascht werden. Gefühlt geht der Regisseur und Drehbuchautor noch einen Schritt weiter, wird sogar schon fast politisch. Leider will nicht jeder Gag zünden, weshalb dies kein Auftakt nach Maß ist.
Informationen
Regie: Matt Peters
Drehbuch: James Gunn
Showrunner: Dean Lorey
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