Colonel Dr. Crespi wird auf die Innominata-Station versetzt und macht dort eine grauenvolle Entdeckung.
Handlung
Col. Dr. Crespi wird zur Innominata-Forschungsstation geschickt, wo er einen verstorbenen Kollegen von Colonel Dr. Church ersetzen soll. Er wird dafür mit Sondervollmachten ausgestattet, da es zu einer ganzen Reihe mysteriöser Todesfälle kam, die Dr. Church zunächst leugnet. Der will außerdem gar keinen neuen Kollegen haben und führt Crespi nur widerwillig in sein Labor, wo er das Verhalten von Xenomorphen erforscht. Ab und an entkommen Exemplare aus ihren Käfigen und so stirbt kurz nach der Demonstration das Crewmitglied Mortenson.
Später wird Crespi in seinem Quartier von Lieutenant McGuinness aufgesucht, für deren verstorbenen Verlobten David Lennox er der Ersatz ist. Sie meint, dass in der Station Seltsames vorgehe und der Colonel gibt ihr grünes Licht, im jüngsten Todesfall zu ermitteln. Church hört das Gespräch ab und versucht daraufhin, Crespi für sich zu gewinnen. Zwar erregt es unangenehmes Aufsehen, als er einen Xenomorphen auf der Station Gassi führt, doch nachdem ein Exemplar verstorben ist, beweist er bei der Sektion den wissenschaftlichen Wert seiner Arbeit
Der Neuling ist von der Forschung derart fasziniert und hält sie für so wertvoll, dass er vorübergehend zweifelt, ob mit Church wirklich etwas nicht stimmt. Schlimmer noch, er verdächtigt nunmehr McGuinness. Doch die hat neue Hinweise gefunden, die belegen, dass ein Drittel der Stationsenergie in einen gesperrten Bereich fließt. Um herauszufinden, was dort vorgeht, braucht sie Churchs Schlüsselkarte, die nur Crespi besorgen kann. Als er sich darauf einlässt, wird er von einem freigelassenen Xenomorph angegriffen, kann diesen jedoch mit einem Stromkabel abwehren.
Abermals verdächtigt er McGuinness, doch gibt er ihr eine letzte Chance und geht mit ihr in den gesperrten Bereich. Was die beiden dort entdecken, lässt ihnen das Blut in den Adern gefrieren.
Rezension von Aliens: Das Labyrinth
Der vierte Alien-Band, der beim Feest-Verlag erschienen ist, bietet jede Menge Stoff für Alpträume. Auf der Raumstation Innominata (lat. für „unbekannt“) geschieht Schreckliches. Dr. Church wirft seine Mitarbeiter in einem Versuchslabyrinth förmlich den Xenomorphen zum Fraß vor, nur um deren Reaktionen zu testen. So stürzen sich die Aliens eher auf eine Bedrohung als auf eine leichte Beute. Andererseits greifen sie eher verängstigte Menschen an als willensstarke. Immer wieder kommt es dabei zu „Unfällen“ und „Ausbrüchen“. So soll Col. Dr. Crespi einen verstorbenen Kollegen ersetzen und wird kurz darauf Zeuge eines weiteren Todesfalls.
Irgendetwas Zwielichtiges geht auf der Forschungsstation vor, wobei Admiral Thaves keinerlei Kontrolle über Col. Dr. Church zu haben scheint und diesen nicht mal in die Schranken weist, als er einen Xenomorphen wie einen Hund ausführt. Crespi erhält unterdessen Hilfe von Lt. McGuinness, lässt sich aber allzu leicht von Dr. Church um den Finger wickeln, dem er eben noch misstraut hat. Dafür misstraut er plötzlich McGuinness, obwohl die ihren Verlobten verloren hat. Für ihn sieht es so aus, dass nur sie wusste, wann er sich wo aufhält, um ihm eine tödliche Falle zu stellen. Auf die Idee, dass er von Dr. Church überwacht wird, kommt er nicht.
Schlussendlich will er aber ebenso wie McGuinness wissen, was im gesperrten Bereich der Station vor sich geht. Dort entdeckt er Grauenhaftes. Church führt Menschenexperimente durch, darunter an der Leiche von Mortensen, der offenkundig nicht im All bestattet wurde. McGuinness hat derweil ein Wiedersehen mit ihrem toten Verlobten David.
Schweinchenrosa
Der Zeichenstil kann zwar einen gewissen Detailgrad vorweisen, wirkt aber vor allem bei den menschlichen Charakteren extrem cartoonhaft. Die Hände der Protagonisten sind ein ganz großes Problem. Finger sehen entweder wie schlabbrige Nudeln aus oder wirken verkrampft. Immer wieder scheinen Mittel- und Ringfinger miteinander verwachsen zu sein, während Zeige- und kleiner Finger so weit abstehen, dass glatt zwei weitere Finger in die Lücken passen würden. Ist das Absicht? Oder hat es der Zeichner einfach nicht drauf? Jedenfalls fällt es unangenehm auf.
Immerhin die Xenomorphe sehen gut aus, wie man sie aus den Filmen kennt. Wenn sich der Zeichner mit etwas Mühe gegeben hat, dann mit den Aliens! Die Umgebungen sind ebenfalls okay, auch wenn sie leider nicht ganz der Designsprache der Filme entsprechen.
Die Farbpalette ist zwar nicht gänzlich unpassend, aber stark eingeschränkt. Störend ist vor allem der schweinchenrosane Farbton, der für die Haut der Menschen gewählt wurde, was Admirals Thaves‘ Schweinenase umso auffälliger wirken lässt. Verläufe gibt es nur wenige und wenn, sind sie sehr geradlinig und nicht den Oberflächen angepasst. Glanzeffekte sucht man vergebens und das elektrische Blitzen eines Stromkabels ist ausversehen grün koloriert worden, wie der Alienschleim des Xenomorphs. Das Cover sieht eindeutig in jeder Hinsicht besser aus.
Fazit: In mehrfacher Hinsicht grauenhaft
Der Comic bietet jede Menge Body-Horror, der zum Ende hin extreme Formen annimmt. Der Protagonist Crespi handelt zuweilen irrational und Dr. Church wirkt geradezu irre. Zumindest erzeugt die Suche nach Antworten aber durchaus Spannung. Grafisch ist der Comic sehr durchwachsen. Vieles wirkt überzeichnet, zumindest die Xenomorphe sind jedoch gelungen.
Info
Autor: Jim Woodring
Zeichner: Kilian Plunkett
Farben: Matt Hollingsworth
Verlag: Feest Comics
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Warpskala
Warpskala-
Story4/10
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Zeichenstil4/10
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Kolorierung3/10
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