Es wird gleich mehrere Mal klar gemacht, dass Kentaro seine Entscheidung getroffen hat.
Wird es weitergehen?
Titan X wird von den Leuten von Isabel (Amber Midthunder) aufgepuscht, derweil gleichzeitig King Kong angelockt wird. Die beiden Titanen treffen aufeinander und bekämpfen sich. Doch ausgerechnet Cate (Anna Sawai), Kentatoros (Ren Watabe) Halbschwester, könnte ihnen gefährlich werden. Sie versucht verzweifelt, ihren Halbbruder von seinem wahnsinnigen Plan, ihren gemeinsamen Vater aus Axis Mundis zu holen, abzubringen. Allerdings ohne Erfolg.
Unterdessen versuchen Lee (Kurt Russell) und Keiko (Mari Yamamoto), zu den anderen zu stoßen. Dabei erfährt sie, dass er damals ebenfalls in Axis Mundis war, sie aber nicht kontaktiert oder versucht hat, zu retten. Was sie natürlich sauer macht. Doch das muss zurückstecken, als sie auf Tim (Joe Tippett) und May (Kiersey Clemons), so wie andere Monarch-Einheiten stoßen. Gemeinsam machen sie sich daran, Keikos Enkel zu retten und zu verhindern, dass Kentaros und Isabells Plan erfolgreich ist.
Es heißt Abschied nehmen. Denn mit Wo wir hingehören ist nun die vorerst letzte Monarch – Legacy of Monsters-Serie auf Apple TV zur Verfügung gestellt worden. Aktuell ist noch unklar, ob es eine dritte Season geben wird. Dafür weiß man allerdings, dass es einen Spinoff mit dem jungen Lee Shaw geben wird. Ob und wann diese Reihe dann ihr Debüt feiern wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt jedoch noch unbekannt.
Das große Duell
Doch davon abgesehen werden zum Seasonfinale alle Register gezogen. Es gibt jede Menge Titan-Action, aber ebenso viele zwischenmenschliche Momente. Nahezu alle Plots der aktuellen Season werden abgeschlossen, wobei nur ein einziger noch offenbleibt und dann auch am Ende als Basis für die Vorbereitung für eine etwaige dritte Staffel benutzt wird.
In Sachen Kaiju-Action wird diese Folge von dem Duell zwischen Titan X und King Kong bestimmt. Wer ein Fan von solchen Auseinandersetzungen ist, der wird hier auf seine Kosten kommen. Vor allem auch deshalb, weil hier angedeutet wird, dass der Riesenaffe selbst im Eifer des Gefechts seine Umgebung im Auge hat und so einmal sogar verhindert, dass seine Gegnerin einen der kleinen Menschen zerquetscht.
Parallel dazu liegt es dann an den Menschen, den Tag zu retten. Wobei auch hier viel Wert darauf gelegt wird, dass die Persönlichkeiten, die Charaktere nicht zu kurz kommen. Und so wird zu Beginn der Episode ein Moment eingebaut, in der Lee Keiko gesteht, dass er sie damals nicht gerettet hat. Weshalb sie dann zu Recht auf ihn sauer ist.
Den Figuren gerecht werden
Wer jetzt allerdings befürchtet, dass die Serie wieder ins Soapartige abdriftet, der kann beruhigt sein. Das tut sie nicht. Zwar sagt Kurt Russells Figur mit der üblichen Treffsicherheit eines Mannes das Falsche. Aber sie scheint es ihm im Verlauf der Folge nachzusehen. Oder sie vergisst es, weil dann anderes wichtig ist.
Nämlich die Rettung von Cate. Die sich zunächst aus der Gefangenschaft von Apex befreit. Nur um dann mitten im Kampf zwischen King Kong und Titan X herauszukommen, wobei anschließend ihr Rückweg hinter ihr zu fällt. Dementsprechend sieht man viel, wie sie versucht zu überleben, den Angriffen auszuweichen und zu fliehen, ehe sie dann am Ende gerettet wird.
Dabei ist dies nur ein Beispiel dafür, wie es die Episode schafft, den Figuren gerecht zu werden. Jeder Charakter, sogar ein Tim, erhält mindestens eine Szene, in der kurz glänzen kann. Ebenso, wie dann später gezeigt wird, was für ein starkes Team mittlerweile diese doch so unterschiedlichen Figuren geworden sind.
Alles riskieren
Die einzige Person, die nicht Teil der Gruppe ist, ist Kentaro. Es wird im Laufe der Folge wiederholt klar gemacht, dass er alle Brücken hinter sich abreißt. Das geht zwar jetzt nicht so weit, dass er Leute, die ihm nahestehen, umbringt. Aber er ist eindeutig in seinem Wahn gefangen, dass er seinen Vater über Axis Mundis retten kann. Und dass er bereit ist, dafür alles zu riskieren. Sogar die Manipulation von Titan X bis zum Anschlag zu machen, nur damit sein verrückter Plan entsprechend funktioniert.
Kurs auf King of Monsters
Im Prinzip rückt die Serie damit ein gewaltiges Stück näher an Godzilla II – King of Monsters, wo der feuerliebende Flugsaurier ja eine kleine, aber wichtige Rolle hatte. Ob und wie groß dann seine Rolle in einer potenziellen dritten Staffel hat, ist zum aktuellen Zeitpunkt natürlich noch unklar. Wenn man bedenkt, wie prominent King Kong gegen Ende der ersten Season eingeführt wurde und wie wenig Auftritte er anschließend in der zweiten hatte, ist dieser Cameoauftritt nichtssagend. Macht einen aber trotzdem neugierig auf die Zukunft. Die dann hoffentlich bald kommen wird.
Kurz gefasst: Grandiose Charaktermomente, großartige Action: Es ist ein sehr gut gelungener Abschluss.
Informationen
Regie: Lawrence Trilling
Drehbuch: Joe Pokaski
Story: Andrew Colville
Showrunner: Chris Black
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