Katastrophe für die Portuu – das Ende einer Ära für den Sternwürfel
Worum geht es in diesem Roman?
Die Spannungen in Malora spitzen sich zu. Die Koalition aus Portuu, Leun und der PHOENIX-Besatzung wird nur noch mühsam von den Galaktikern aus der Milchstraße und einigen wenigen Besonnenen zusammen gehalten, während die wiedererwachten Trassenmacher immer eine gewaltige Gefahr für das Universum darstellen.
Kann die Urwolke der Legende die Situation endgültig lösen oder ist das nur eine weitere der Lügen und Legenden?
Der Leseeindruck
Die deutlich fortgeschrittene Heftnummer und ein Blick in die Perrypedia verraten es schon: Hier ist der Zapfenstreich für den PHOENIX/Sternenwürfel/Malora-Handlungsstrang. Und es sind am Anfang noch einige Baustellen offen. Der Autor muss also ordentlich Gas geben, um das alles noch zu einem einigermaßen befriedigenden Ende zu bringen.
Und das gelingt Kai Hirdt definitiv. Die Handlung ist an der Grenze des Machbaren und man hört im übertragenden Sinn die Reifen quietschen. Aber dabei bleiben wir immer auf der Rennstrecke und am Ende rollen wir sicher über die Ziellinie.
Alle Baustellen sind geschlossen und für den Sternenwürfel findet sich am Ende sogar eine sinnvolle Verwendung. Ich bin sehr angenehm überrascht und hoffe das sich diese Meisterleistung für den Terra/ES Handlungsstrang wieder holen lässt. Ich bin da etwas skeptisch, aber lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren.
Gerne mehr in der Qualität und dem Können.
Die Punktevergabe
Einstieg (max. 2 Punkte, Koppeln zum Vorgänger, Holt mich der Anfang ab?):
Der Einstieg in den Roman ist mit dem Prolog um Sky und Liam Barstow etwas nachdenklicher und philosophisch. Dann beginnt mit Bully wieder der eher Action lastige Anteil. Eine Mischung, die mich abholt. Ich vergebe 1,5 Punkte.
Immersion (max. 2 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt):
Die Geschichte hat ordentlich Tempo und Konflikte. Fast etwas zu viel, aber es muss hier vorwärtsgehen und das tut es. Ich vergebe hier 1,85 Punkte.
Der Sense-of-Wonder Anteil (max. 2 Punkte):
Das Ende ist die Königsdisziplin beim Erzählen von Geschichten. Hier kommt einiges auf den Tisch und findet seinen Abschluss. Mir gefällt das und sich vergebe hier 1,9 Punkte.
Der Handlungs-Spannungsbogen (Max. 2 Punkte):
Es geht zügig vorwärts, ja es überschlägt sich fast. Aber die Handlung funktioniert, auch wenn man im Vorfeld liegengelassene Zeit nie wieder aufholen kann. Ich vergebe hier 1,75 Punkte.
Ausblick (max. 2 Punkte. Zusammenfassung. Habe ich Lust, weiter zu lesen?):
Kai Hirdt macht hier so den Sack bei einem Handlungsstrang zu, wie ich mir das für alle Handlungsstränge gewünscht hätte. Auf zum Endspurt. Ich vergebe hier 1,5 Punkte.
Das ergibt in Summe 8,5 von 10 Punkten.
Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen. Oder für Leute mit viel Zeit die anschließende Teelänge.
Info
Autor: Kai Hirdt
Cover-Artist: Boris Vallejo /Julie Bell
Erschienen: Freitag, 11. September 2026
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