Review: Absolute Zero Band 1-3

Lesezeit circa: 4 Minuten

Eine Routinemission auf der Eiswelt Siberia wird in Absolute Zero zum absoluten Reinfall.

Absolute ZeroDie Handlung

Ein Trupp Marines wird auf den frostigen Planeten Siberia geschickt, um herauszufinden, warum der Kontakt zu einer Forschungsbasis abgebrochen ist. Die Einsatzorder, welche menschliche Verluste erlaubt, aber Materialschäden verbietet, verheißt schon mal nichts Gutes. Kaum angekommen geht auch schon alles schief. Scheinbar gibt es irgendeine Art Infektion, die ein Teammitglied nach dem anderen dem Wahnsinn anheimfallen lässt.

Rezension

Die Story ist so banal und vorhersehbar, dass eine Rezension für alle drei Bände völlig ausreicht. Weder Mission Sibirien, noch A.S.O.R.3 Psycho oder Inkarnation bieten irgendeine Abwechslung. Schon der Einstieg ist holprig und stellt die Charaktere anhand von Personalakten vor. Weder die Namen noch die Personaldaten besitzen irgendeine Relevanz, da es sich ohnehin nur um zwielichtiges Kanonenfutter handelt.

Der Handlung zu folgen scheitert ebenfalls, da zwischendrin ständig absolut unpassende Bilder aufblitzen. Mal sind es Dämonenfratzen, sodass man sich fragt, ob es hier um dämonische Besessenheit geht. Dagegen spricht, dass völlig zusammenhangslos weitere Bilder von Jesus am Hakenkreuz, Auschwitz, Che Guevara und dem Apollo-Landemodul aufblitzen. Zwischendrin gibt es dann noch eine Szene der Geschichte Der Meister und Margarita. Es wirkt fast so, als wäre damit begonnen worden, den Roman von Michail Bulgakow als Comic zu adaptieren und das Zwischenergebnis ist nun hier gelandet. Andere Kapitel zeigen die Kreuzigung Jesu oder Ausschnitte aus einem Western.

Garniert wird der Bildersalat schlussendlich mit Schleichwerbung für eine namhafte Cola-Marke sowie bekannten Motiven der Popkultur, darunter aus Top Gun und Akte X. Mit der Story hat das alles rein gar nichts zu tun. Man gewinnt stattdessen den Eindruck, der Zeichner wollte einfach mal weltbekannte Aufnahmen abpausen. Handwerklich gelingt ihm das zwar durchaus gut, nur wäre es schön gewesen, das zeichnerische Talent mit Eigenständigkeit zu kombinieren.

Leider wird stattdessen auch bei den Zeichnungen, die zur Handlung gehören, in einem Maße kopiert, das schon nicht mehr als Hommage verstanden werden kann. So erinnert die Grundform des Raumschiffs, mit dem die Marines unterwegs sind, stark an eine Nebulon-B-Fregatte aus Star Wars. Die Kryo-Schlafkapseln sind derweil mehr als offensichtlich aus Aliens – Die Rückkehr kopiert und die Greifarme im Hangar sind baugleich mit denen des Powerloaders. Für den Hochofen auf dem Planeten stand schlussendlich der Atmosphärenumwandler von Hadley‘s Hope Pate. Solche Anleihen sind ein absolutes Armutszeugnis!

Absolute Zero     Absolute Zero

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Fazit zu Absolute Zero

Normalerweise pickt sich Splitter immer die Rosinen der Science-Fiction-Comics heraus, doch dies hier ist ein absoluter Fehlgriff. Die Handlung ist absolut dünn und vorhersehbar, die völlig zufällig platzierten Motive sind absolut störend und das bedenkliche Kopieren bei Star Wars und Aliens – Die Rückkehr ist absolut unverschämt. Für diese Comics sollte man absolut zero Geld ausgeben!

Bewertung: Zero/15

Text: Richard Marazano
Zeichnungen: Christophe Bec
Farben: Reyes Homer
Verlag: Splitter


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