Ein Raumschiff kurz vor seiner Vernichtung, 42 Minuten, um es zu retten. Es wird eng für Martha und den Doctor.

Auf Kollisionskurs

Martha (Freema Agyeman) und der Doctor (David Tennant) folgen dem Notsignal eines Raumschiffes. Der Antrieb der SS Pentallian wurde mutwillig zerstört und sie droht, in eine Sonne zu stürzen. Leider haben sie die TARDIS bei den Kühlsystemen geparkt, wo die Temperatur innerhalb von Sekunden auf über 3000 °C steigt. Dieser Ausweg bleibt also versperrt.

Sie lernen einen Teil der 7-köpfigen Crew des Langstreckentransporters kennen. Das Raumschiff fliegt vollständig automatisch, die Besatzung ist nur zur Instandhaltung an Bord. Ihnen bleiben noch 42 Minuten, um die Hilfstriebwerke zu starten, bevor das Schiff in der Sonne verglüht. 

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Ein Saboteur ist an Bord

Die Hilfstriebwerke befindenden sich am anderen Ende des Schiffes. Um dorthin zu gelangen, müssen sie 29 passwortgeschützte Schotts überwinden, die durch das Aktivieren der Sicherheitsverriegelung geschlossen wurden. Die Crew hat die Sicherheitsfragen in einer versoffenen Nacht festgelegt und ein Teil der Besatzung wurde seither ausgetauscht. Es wird also eine Quizshow gegen den Tod.  

Martha macht sich mit Crewmitglied Riley (William Ash) an die Arbeit, die mit Fragen aus allen Wissensbereichen gesicherten Türen zu öffnen, während der Doctor mit Captain Kathryn McDonnell (Michelle Collins) zur Krankenstation gerufen wird, wo sie Kath’s Ehemann Hal Korwin (Matthew Chambers) vorfinden. Unter Fieber und großen Schmerzen krümmt er sich und wird vom medizinischen Offizier Abi Lerner (Vinette Robinson) in einer Stasiskammer ruhiggestellt. Anscheinend war er es, der den Antrieb seines eigenen Schiffes zerstört hat. 

BRENN MIT MIR!

Die Temperatur im Schiff steigt immer weiter, je näher sie der Sonne kommen. Nicht dass die Besatzung nicht schon genug Probleme hätte. Es zeigt sich, dass Korwin nicht nur krank ist, sondern etwas seinen Körper übernommen hat und ihn unwiderruflich verändert. Seine Körpertemperatur liegt bei 100 °C, der körpereigene Sauerstoff wurde durch Wasserstoff ersetzt und er ist aufs Töten aus. 

Martha und Rilye kommen gut voran mit den Sicherheitstüren, bis sie vor Ashton (Gary Powell), der von Korwin infiziert wurde, in eine Rettungskapsel flüchten, was sich als schlechte Entscheidung herausstellen soll, steht doch der Gegner am Kontrollpanel für die Aktivierung der Kapsel.  

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Der Doctor kommt zu spät, um ihnen zu helfen. Die Kapsel wird entkoppelt und ihr Ende scheint besiegelt. Aber der Doctor setzt alles daran, Martha zu retten, und verlässt in einem Raumanzug das Schiff, um das Magnetschloss der Luftschleuse zu verstärken, welches die Rettungskapsel zurückziehen soll.

Sein Ausflug in der Weltraum bleibt aber nicht ohne Folgen. Er bringt etwas mit, nachdem er in die Sonne gesehen hat, und es brennt in ihm. Die Crew hat von der Oberfläche der Sonne geschöpft, um billigen Treibstoff zu gewinnen, ohne vorher einen Scan auf Leben durchzuführen. Die Sonne lebt und ist verdammt sauer.

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Fazit zu 42

42 ist für mich nicht nur eine der besten Folgen der 3. Staffel, sondern eine meiner bisherigen Lieblingsfolgen der Neuauflage der Serie. Das liegt einerseits daran, dass ich generell Geschichten auf Raumschiffen und Raumstationen mag, in denen die Crew gegen Widrigkeiten um ihr Leben kämpft, aber auch an dem tollen Setting und der mitreißenden Story.

Die Episode ist schnell, sehr spannend, hochdramatisch und trotz der Gewissheit, dass der Doctor nicht mitten in der Staffel regenerieren wird, macht man sich doch Sorgen um ihn. Er kommt hier eindeutig an seine Grenze. 

Einziger Kritikpunkt meinerseits sind die technischen Ungenauigkeiten und Logiklöcher, die man bei Doctor Who immer hat und auch gerne toleriert, aber die hier doch ein bisschen negativ auffallen. Der Sinn einer offenen Stasiskammer erschließt sich mir nicht so ganz, aber so konnte man das MRT aus Smith und Jones wiederverwenden. 29 Sicherheitstüren in einem normalen Transportschiff kommen mir etwas übertrieben vor, aber es kommt wohl auf die Fracht an.

Im selben Jahr wie 42 kam auch der Film Sunshine mit Cillian Murphy und Chris Evans in die Kinos, in dem eine Crew absichtlich zur Sonne fliegt, um den sterbenden Stern zu retten. Es gibt einige Parallelen zu diesem Film. Die Raumschiffe sehen sich durch den linearen Aufbau sehr ähnlich, auch wenn die Pentallian in einem deutlich schlechteren Zustand ist. Etwas Unbekanntes tötet nach und nach die Crewmitglieder und der Sonne wird etwas Lebendiges zugeschrieben. Der Titel 42 bezieht sich zum einen auf die verbleibende Zeit von 42 Minuten, um die Situation zu retten, aber wohl auch auf die ultimative Antwort aus Douglas Adams Per Anhalter durch die Galaxis. Außerdem verläuft die Kernstory der Episode, zumindest beinah, in Echtzeit und dauert somit ca. 42 Minuten.  

Die Storyline um Harold Saxon, von dem man bisher nur den Namen gehört hat, strickt sich ein wenig weiter, da er ein Abhörteam aus Anzug-tragenden Männern und Frauen im FBI-Stil zu Marthas Mutter Francine (Adjoa Andoh) schickt, um an Informationen über den Aufenthaltsort des Doctors zu gelangen. Wie er von ihm erfahren hat oder welche Interessen er verfolgt, erfährt man allerdings noch nicht. 

Wertung

Wertung
10 10 0 1
10/10
Total Score

Positiv

  • Mitreißende Story vor coolem Setting

Negativ

  • kleinere Logiklöcher
Stefanie Maus
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