Doctor Who
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Review: Doctor Who 050 – Tödliche Stille

Lesezeit circa: 6 Minuten

Der Doctor und Donna besuchen die größte Bibliothek des Universums und begegnen einer dunklen Gefahr.

Die Bibliothek

Ein kleines Mädchen (Eve Newton) macht während ihrer Therapiesitzung Bekanntschaft mit dem Doctor und zwar in ihrer Phantasiereise durch eine riesige Bibliothek.

Tödliche Stille

Es ist die größte Bibliothek des Universums im 51. Jahrhundert und enthält alle Bücher, die jemals geschrieben wurden. Für den Doctor (David Tennant) ist es allerdings nicht nur Sightseeing. Er hat eine Nachricht auf seinem gedankenmanipulierenden Papier empfangen und ist ihr gefolgt.

Eine ganze Welt voller Bücher, und sie ist absolut verlassen, als der Doctor und Donna (Catherine Tate) sie besuchen. Der Computer der Bibliothek zeigt mehr als 1 Million Millionen Lebensformen auf dem Planeten an, die allerdings nirgends zu finden sind. An einer Infosäule, die ein sehr menschliches Antlitz hat, erfahren sie, das es vor 100 Jahren ein furchtbares Unglück gegeben haben muss, und erhalten die Warnung, sich vor den Schatten in Acht zu nehmen, um zu überleben.

Die Expedition

Sie erkunden die Bibliothek, als noch andere Menschen eintreffen. Eine sechsköpfige Expeditionsgruppe unter der Leitung der Archäologin Prof. River Song (Alex Kingston) hat gerade den Planeten betreten. Finanziert wird die Forschungsreise von Strackman Lux (Steve Pemberton), einem Mitglied der Gründerfamilie der Bibliothek. Der Doctor warnt auch sie, die Schatten zu meiden, denn er hat bereits eine Vermutung, warum sie so gefährlich sind.

The Doctor: I’m a time traveller. I point and laugh at archaeologists.

Während die Gruppe die Umgebung sichert und den Computer nach Informationen durchsucht, bittet River den Doctor zu sich. Sie scheint ihn zu kennen, aber er ist ihr noch nie zuvor begegnet. Sie hat ein Tagebuch im TARDIS-Design und erzählt ihm von früheren Treffen, die aber für ihn nie statt gefunden haben. Er ist total verwirrt und misstrauisch und River kann nicht fassen, dass der Doctor sie nicht erkennt. 

Tödliche Stille

Die Vashta Nerada

Als die Gruppe Zugriff auf den Computer erlangt, sehen Sie das kleine Mädchen aus der Therapiesitzung in einem Wohnzimmer sitzen und können kurz mit ihr sprechen. Sie wundert sich, wie ihre Bibliothek ins Fernsehen kommt und was die vielen Leute dort machen. Als sie den Kontakt verlieren, fliegen plötzlich Bücher wild durch die Gegend und auf dem Bildschirm erscheint das Wort CAL. Der Doctor stellt Mr. Lux, der Informationen über den Datenkern der Bibliothek zurückhält, zur Rede, aber dieser verweigert seine Hilfe, um die Ehre seiner Familie zu bewahren. River allerdings vertraut dem Doctor und zeigt ihm die letzte Nachricht, welche die Bibliothek vor 100 Jahren verließ, bevor sie versiegelt wurde:4022 gesichert. Keine Überlebenden.“

Während die Gruppe noch diskutiert, folgt die Assistentin von Mr. Lux, Miss Evangelista (Talulah Riley), einer Spur, an deren Ende der Tod auf sie wartet. Ihre Kollegen hören ihren Hilfeschrei und finden wenigen Sekunden später ihre sterblichen Überreste, die allerdings nur noch aus dem Skelett bestehen. Im neutralen Relais ihres Raumanzugs sind noch Überreste von Gehirnströmen gespeichert, sodass Miss Evangelista noch einige Zeit über ihren Kommunikator sprechen kann, bevor sie endgültig entschwindet. 

Tödliche Stille

Nun ist sich der Doctor sicher, wer ihr Feind ist: Die Vashta Nerada sind ein fleischfressender Schwarm mikroskopisch kleiner Lebewesen, die ein Stück Fleisch innerhalb von Sekunden verschlingen. Die Piranha der Lüfte. Die Gruppe hat keine Chance gegen die jagenden Schatten und der Doctor evakuiert umgehend Donna gegen ihren Willen, indem er sie in die TARDIS teleportiert. Aber irgendetwas geht schief und Donnas Daten gehen verloren …

Fazit zu Tödliche Stille

Im ersten Teil der Doppelfolge aus der Feder von Steven Moffat, kommen viele Story Lines zusammen, sodass die Episode sehr spannend und kurzweilig ist. Wir lernen ein ca. 10-jähriges Mädchen kennen, das scheinbar psychische Probleme hat und von ihrem Therapeuten, Doctor Moon (Colin Salmon), und ihrem Vater (Mark Dexter) zu Hause betreut wird. Sie hat immer wieder Visionen von der Bibliothek, und Doctor Moon hilft ihr damit umzugehen. 

Die Katastrophe, die vor so langer Zeit in der Bibliothek geschah, wurde nie aufgeklärt. Mit der Expedition betreten, nach Donna und dem Doctor, die ersten Menschen seit 100 Jahren den Planeten. Der Doctor hat ziemlich schnell eine Ahnung, was mit den Besuchern der Bibliothek damals geschah, aber er erzählt es seinen Mitstreitern erst nach Miss Evangelistas Tod. Die reine Warnung hat nicht ausgereicht, um der Gruppe den nötigen Respekt vor den Schatten näherzubringen. Mit den Vashta Nerader wird ein Gegner ins Spiel gebracht, der eine der Urängste der Menschen widerspiegelt. Die etwas irrationale Angst vor der Dunkelheit. Gerne dienen in Doctor Who solche weiterverbreiten Ängste als Vorlagen für sinistre Wesen. Aber auch das Thema Organspende ist im weitesten Sinne Thema in dieser Episode, da für die Info-Säulen die gespendeten Gesichter verstorbener Lebewesen verwendet werden, zum Vergnügen der Bibliotheksbesucher. Donna ist schockiert darüber und kann nicht verstehen, warum jemand sein Gesicht spenden sollte. Umso erschreckender ist es, dass ihres am Ende ebenfalls dort landet. 

Am spannendsten ist natürlich die Beziehung zwischen River und dem Doctor, die sich langsam aufbaut. Der Doctor ahnt, das River ihn aus der Zukunft kennt, geht aber erst einmal nicht auf ihre Aussagen ein. Sie scheinen viele gemeinsame Reisen unternommen zu haben, ihr Tagebuch ist alt und zerschlissen. In den Momenten, in denen der Doctor Zeit zum Nachdenken hat, sieht er sehr beunruhigt aus und kann nicht erfassen, welcher Art ihre Beziehung ist. Als River sogar einen Schallschraubenzieher verwendet, den sie von seinem zukünftigen selbst bekam, fasst er langsam Vertrauen zu ihr. Nachdem River allerdings erkennt, das dieser Doctor ihr noch nie begegnet ist, verweigert sie ihm weitere Informationen mit der wiederkehrenden Antwort „Spoiler“.

Die Crewmitglieder der Expedition bleiben weitestgehend farblos und sind, bis auf River und Mr. Lux, nur Futter für die Vashta Nerada. River allerdings schließt man beim ersten „Hallo, mein Süßer“ direkt ins Herz.

Der Cliffhanger um Donnas Verschwinden erhöht die Spannung nochmal deutlich und die Vorfreude auf Teil 2 Wald der Toten. 

Warpskala

Warpskala
9 10 0 1
9/10
Total Score

Positiv

  • Spannend und vielfältige Story
  • Erster Auftritt von River Song

Negativ

  • Die Crew der Expedition
Stefanie Maus
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