Doom Patrol
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Review: Doom Patrol 12 – Cyborg Patrol

Lesezeit circa: 4 Minuten

In Cyborg Patrol muss sich das Team dem Büro für Normalität stellen.

Hilflos

Das Büro für Normalität hat Cyborg (Joivan Wade) und die Doom Patrol weiß nicht, wie sie vorgehen soll. Und während sie ihre Meinungsdifferenzen ausgiebig diskutieren, kommt Silas Stone, der Vater von Victor, zu ihnen, um nach seinem Sohn zu suchen. Als er entdeckt, was vorgefallen ist, schafft er es, die Gruppe davon zu überzeugen, gemeinsam mit ihm auf eine Rettungsaktion zu gehen.

Doch weit kommt das Team nicht. Denn Silas (Phil Morris) hat die Doom Patrol in Wahrheit an das Büro verraten. Und so werden Cliff Steele (Brendan Fraser (Stimme), Riley Shanahan (Körper)), Larry Trainor (Matt Bomer (Stimme), Matthew Zuk (Körper)) und Crazy Jane (Diane Guerrero) gefangengenommen, gefoltert und ausgiebig analysiert, um hinter die Natur ihres Andersseins zu kommen. Oder gehört die Gefangenschaft in Wahrheit zu einem geheimen Plan?

Mit Cyborg Patrol knüpft die Doom Patrol-Serie direkt an die Vorgängerfolge Frances Patrol an. Es ist eine Episode, die zunächst relativ ernst wird, nur um dann später umso absurder zu werden. Vor allem aber ist dies eine Folge, in der man einen zunehmend hilfloseren und paranoid werdenden Victor Stone erlebt.

Ein intelligenter Vater

Dabei zeigt sich einmal mehr, dass das Büro für Normalität ein ernstzunehmender Gegner ist. Es sind Leute, die ihre eigenen Interessen verfolgen und auf die Auswirkungen ihrer Aktionen wenig Wert legen. Dass sie mit Cyborg einen veritablen und bekannten Superhelden gefangen genommen haben, ist für sie keine Gefahr, sondern sogar etwas Positives.

Und in diese Ausgangslage stößt die Doom Patrol. Hier muss man Cyborg Patrol loben, weil sie zeigt, dass Silas Stone mehr ist als nur der Vater und Ingenieur seines teilweise mechanisierten Sohnes. Er ist außerdem gewieft, wie sich im Laufe der Episode herausstellt. Er verschafft dem Team Zugang zum Büro und hat vorher mit den Mitgliedern einen Plan ausgeheckt, wie sie einen Vorteil erlangen können.

Doch bis es soweit ist, werden die Teammitglieder Cliff Steele, Larry Trainor und Crazy Jane gefangengenommen. Es ist interessant, wie unterschiedlich dabei mit ihnen umgegangen wird. Robotman hängt an einem Riesenmagneten fest, Larry wird von seinem Begleiter getrennt und Jane von jemandem verhört, der sie am liebsten bei lebendigem Leibe sezieren möchte.

Ein kleiner Einblick in die Psyche

Genial ist dabei, wie sie damit umgehen. Cliff versucht beispielsweise sich aufzuspielen, derweil Jane von der ganzen Prozedur nur gelangweilt ist. Es sind diese Momente, wo man einmal mehr einen netten Einblick in die Psyche der jeweiligen Charaktere erhält.

Was ebenso gelungen ist, ist der Moment, als die Doom Patrol fliehen kann, bzw. wie dies ermöglicht wird. Dabei spielt natürlich die abwesende Rita Farr eine enorme Rolle. Ohne zu viel zu spoilern, wie sie eingebunden wird und was ihre Funktion in der anschließenden Flucht ist – macht Spaß zu sehen.

Die Flucht ist dann auch der Moment, wo Cyborg Patrol wieder so absurd wird, wie man es von der Doom Patrol-Serie her kennt. Höhepunkt sind natürlich Kreaturen, bei denen man zunächst lacht, ehe sie anschließend ihre Zähne zeigen sowie ihre Neigung, ihre Opfer anzufallen und aufzuessen. Das wird zwar nicht explizit gezeigt, aber man sieht quasi das Ergebnis ihrer Taten.

Ein armer Held

Doch das Wichtigste an der gesamten Folge ist das Finale, bei dem zwar einerseits Victor Stone befreit wird, aber andererseits sich zeigt, dass er die ganze Zeit manipuliert wurde. Was den jungen Helden deutlich verstört, weil er etwas getan hat, was er sofort bereut.

Wenn man sich auf seinen Erstauftritt in Donkey Patrol zurückbesinnt und diesen mit seinem aktuellen Auftritt vergleicht, sieht man, wie sehr er sich verändert hat. War er zu Beginn noch ein selbstbewusster, junger Mann, zeigte sich bald, dass dies im Prinzip nur eine Fassade war. Und dann zu sehen, wie er auf Grund der letzten Ereignisse und der Manipulation von Mr. Nobody endgültig zusammenbricht, geht einem zu Herzen. Denn im Prinzip beweist Cyborg Patrol, dass er im Grunde genommen eine arme Sau ist, dem sämtliche Orientierungsmerkmale nach und nach weggenommen wurden.

Es ist ein starkes Ende in einer starken Folge. Und vor allem auch eins, dass mit einem Schlag diese Episode in die Gesamthandlung einbettet. Etwas, was vorher unklar war.

Warpskala

Warpskala
10 10 0 1
10/10
Total Score

Positiv

  • Silas Young
  • Mitleid mit Cyborg
  • Die Ärsche
Götz Piesbergen

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