Review: Loki 002 – Die Variante

Lesezeit circa: 6 Minuten

Die Variante bereitet Loki Kopfzerbrechen.

Der Trickstergott ist immer noch da

Loki (Tom Hiddleston) ist jetzt Teil der TVA und scheint bereit zu sein, mitzuarbeiten, um sich vor der Auslöschung zu bewahren. Oder etwa nicht? Denn er wirkt allzu sehr darauf erpicht, endlich die Zeitwächter zu treffen oder seine Vernichtung zu verhindern. Doch Mobius M. Mobius (Owen Wilson) schiebt dem allen einen Riegel vor und beauftragt ihn damit, herauszufinden, wo sich seine andere Variante in der Zeit aufhält.

Tatsächlich findet der Trickstergott heraus, dass das temporale andere Ich sich immer zu einer Zeit von großen Katastrophen befindet, da dort seine Manipulationen nicht auffallen. Nach einigen weiterer Recherche werden Zeit und Ort auf das Jahr 2050, auf einen Supermarkt eingegrenzt, der von einem Sturm vernichtet werden soll. Mobius, Loki und einige anderen Agenten der TVA brechen daraufhin auf, um die Variante aufzuhalten. Doch sie werden bereits erwartet …

Wer nach dem Ende von Glorreiches Ansinnen vielleicht befürchtet hat, dass Loki seinen Schneid verliert, dass er sich zu sehr anpasst, der wird im Laufe von Die Variante eines Besseren belehrt. Es mag sein, dass der Trickstergott jetzt für die „Guten“ arbeitet. Doch wiederholt wird auch deutlich gemacht, dass er immer noch ein Manipulator ist, der zuallererst an sich denkt.

Der Genuss ist spürbar

Dieses Denken an sich, dieser Egoismus ist es dann auch, was sein Handeln bestimmt. Es geht Loki nicht so sehr darum, die Zeitlinie zu retten, sondern eher, sich selber zu retten. Er versucht es wiederholt, etwa, indem er beispielsweise ein Szenario ausnützt, um bei Mobius um eine Audienz bei den Zeitwächtern zu fragen. Oder wo er bittet, dass er, wenn er erfolgreich ist, nicht ausgelöscht wird.

Dabei stellt Tom Hiddelston seine Figur in Die Variante mit einer unglaublichen Verve dar. Als jemand, der Miss Minute ärgert, weil sie ihn langweilt. Der mit großem Gusto in dem antiken Pompei die Bewohner vor der Katastrophe warnt, nur um dadurch zu beweisen, dass diese Manipulation der Zeit auf Grund des kommenden Ereignisses nicht auffällt. Kurzum: Man merkt ihm in jeder Szene an, wie sehr es genießt, den Trickstergott darzustellen.

Doch auch das Zusammenspiel mit Mobius M. Mobius ist grandios geworden. Genau wie in der letzten Episode stimmt einfach die Chemie zwischen Owen Wilson und Tom Hiddleston. Dabei stellt Ersterer einen überzeugten TVA-Agenten dar, der es schafft, sich nicht von dem Charme des Asgardier einwickeln zu lassen und ihm trotzdem zu glauben, wenn es darauf ankommt. Er weiß, wann es sich lohnt, dem Trickster den nötigen Freiraum zu schaffen, ihm den Rücken zu decken, damit das Ergebnis stimmt.

Nur Loki ist intelligenter als Loki

Das stößt nicht überall auf Gegenliebe. Viele andere TVA-Leute misstrauen Loki. Das zeigt besonders eine Szene, als er endlich seine geliebten Dolche wiederkriegt, nur dass ihm sofort danach weggenommen werden.

Interessant ist auch die Darstellung des Gegenspielers in Die Variante. Die meiste Zeit sieht man diesen nicht direkt, sondern nur verhüllt, im Schatten oder durch andere sprechend. Doch eines beweist diese Episode eins ums andere Mal: dass er oder sie mindestens genauso intelligent ist, wie unser Loki, wenn nicht sogar intelligenter. Dieses temporale andere Ich legt Fallen, in die die Agenten der TVA ignorant reintapsen. Und am Ende schafft er oder sie es ja auch, sein/ihr eigentliches Ziel zu erreichen, nämlich die vollständige Eliminierung der Zeitlinie. Jedenfalls deutet das Finale der Folge darauf hin, dass das geschehen wird.

Dabei zieht einem die Enthüllung, was jetzt die Variante ist, im wahrsten Sinne den Boden unter den Füßen weg. Wobei diese gut vorbereitet wurde. Denn es wurde ja gezeigt, dass der Begriff „Variante“ durchaus wortwörtlich zu nehmen ist, wurden doch verschiedene Versionen von Loki kurzfristig präsentiert, darunter auch einen Hulk-Loki. Am Ende will man natürlich wissen, was die Geschichte dieser unterschiedlichen Version des Trickstergottes ist, was seine/ihre Entwicklung ist, dass er /sie zu dem wurde, was er/sie am Ende waren. Denn in der Historie des Comiclokis war dieser schon vieles: Er war ein Kind, eine Frau oder gar ein richtiger Dämon. Sprich, mit diesem Charakter ist alles möglich!

Auf ein Mal ist der Boden weg

Vermutlich wird man in der nächsten Episode herausfinden, was die Vergangenheit des temporalen anderen Ichs des Tricksters ist. Es wird viel um Pläne gehen und wer jetzt wen manipuliert, bzw. was die entsprechende Person dann am Ende vorhaben wird. Denn das Finale von Die Variante stellt  alles auf den Kopf. Es kann gut möglich sein, dass in der nächsten Folge viele Dinge völlig anders sein werden. Man wird es sehen.

Aber Fakt ist, dass Die Variante eine unglaublich gelungene Folge ist, die Lust macht auf mehr. Man will danach definitiv wissen, was als Nächstes geschehen wird. Also alles richtig gemacht, Marvel!

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Götz Piesbergen
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